Märkte

08. Dezember 2011 18:23; Akt: 08.12.2011 18:23 Print

Schweizer Börse im Zwiespalt

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag leicht schwächer geschlossen. Hin und her gerissen zwischen Hoffnungen auf weitere Fortschritte am EU-Gipfeltreffen und Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi überwog schliesslich eine vorsichtige Haltung unter den Anlegern.

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Per saldo seien die Erwartungen an die Europäische Zentralbank (EZB) etwas enttäuscht worden, sagte ein Marktbeobachter. Zudem hätten sowohl die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung der Eurokrise gedämpft mit ihren Äusserungen vor dem EU-Gipfel.

Der Leitindex SMI schloss um 0,49 Prozent tiefer bei 5737,82 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 0,65 Prozent auf 5193,39 Zähler.

Die prozentual grössten Einbussen erlitten Transocean (-5,1 Prozent). Auf den Aktien des Tiefsee-Ölbohrkonzerns lastete Händlern zufolge eine Verkaufsempfehlung eines grossen US-Brokerhauses. An Wert verloren zudem die Wertpapiere von Lonza (-4,6 Prozent), Adecco B”rsenkurs (-4,3 Prozent), Nobel Biocare B”rsenkurs (-3,4 Prozent), Logitech(-3,4 Prozent) und Swatch B”rsenkurs (-3,1 Prozent).

Grossbanken und Versicherer im Minus

Im Finanzsektor gaben die Aktienpapiere von CS B”rsenkurs (-3,4 Prozent) und UBS B”rsenkurs (-2,0 Prozent) deutlich nach. Unter den Versicherern verloren die Wertpapiere von Bâloise B”rsenkurs (-3,4 Prozent) am meisten, gefolgt von Swiss Life B”rsenkurs (-2,8 Prozent). Die Titel des Lebensversicherers hätten unter dem Ausstieg des AWD-Gründers Carsten Maschmeyer gelitten, so Marktbeobachter. Zurich B”rsenkurs Financial Services (-1,7 Prozent) und Swiss Re B”rsenkurs (-1,1 Prozent) hielten sich etwas besser.

Dagegen waren die Pharmatitel Roche B”rsenkurs (1,7 Prozent) und Novartis B”rsenkurs (0,6 Prozent) stark gesucht und boten dem Leitindex eine Stütze. Ebenfalls gefragt waren die Aktien von Swisscom B”rsenkurs (0,4 Prozent). Dies, obwohl dem Schweizer Branchenprimus im Telekomsektor eine Entscheidung der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) nicht entgegenkommt.

(sda)