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10. März 2011 18:05; Akt: 10.03.2011 18:08 Print

Schweizer Börse schliesst schwächer

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Händler machten beunruhigende Nachrichten aus Asien, Europa und den USA für die negative Stimmung verantwortlich.

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China verbuchte im Februar überraschend das grösste monatliche Handelsdefizit seit sieben Jahren. Die US-Ratingagentur Moody's senkte die Kreditwürdigkeit Spaniens. Auch die Sorge um den Euro ging weiter. In den USA stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche deutlich und auch der anhaltend hohe Ölpreise wirkte belastend.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,65 Prozent tiefer auf 6404,62 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,08 Prozent auf 1028,37 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) gab 0,78 Prozent auf 5810,40 Punkte nach.

Schlusslicht bei den Blue Chips waren Geberit (-5,1 Prozent). Der Sanitärtechnik-Konzern erfüllte die Erwartungen der Analysten mit dem vorgelegten Zahlenkranz nicht ganz. Schwach schlossen auch Swiss Re (-2,3 Prozent). Der Rückversicherer wurde von den schlechten Geschäftsaussichten der Konkurrentin Munich Re belastet.

UBS verloren 2,0 Prozent. Chef Oswald Grübel schloss in einem Interview eine Anpassung der Mittelfristziele nicht länger aus. Bei CS ( 0,1 Prozent) verhinderten Deckungskäufe am Nachmittag einen Kursrutsch. Julius Bär ( 0,4 Prozent) waren gefragt, laut Händlern auch aufgrund von Umschichtungen zu Lasten der Grossbanken.

Gefragt waren die defensiven Papiere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Sorgen. Die Schwergewichte Roche ( 0,2 Prozent) und Novartis ( 0,5 Prozent) verhinderten entsprechend grössere Abgaben im Leitindex SMI. Nestlé verloren 0,2 Prozent.

(sda)