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10. Juni 2011 18:28; Akt: 10.06.2011 18:32 Print

Schweizer Börse setzt Talfahrt fort

Die Schweizer Börse hat am Freitag einmal mehr deutlich tiefer geschlossen und damit ihre am Vortag unterbrochene Talfahrt wieder aufgenommen. Die gute Stimmung war zum Wochenschluss nur von kurzer Dauer.

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Grund waren enttäuschende Zahlen von der chinesischen Exportwirtschaft, welche die Angst vor einer Abkühlung der amerikanischen Wirtschaft verstärkt haben. Ausserdem drückten die höheren Preise für US-Importe im Mai auf die Stimmung der Anleger.

Da der Schweizer Aktienmarkt am Montag wegen Pfingsten geschlossen bleibt, hätten zudem viele Investoren dazu geneigt, Positionen vor der dreitätigen Handelspause glattzustellen, sagten Händler.

Zum Wochenschluss verlor der Schweizer Leitindex SMI 1,18 Prozent auf 6197,25 Punkte. Im Wochenvergleich verzeichnete der Index ein deutliches Minus von 3,3 Prozent. Der breite SPI sank um 1,15 Prozent auf 5706,65 Punkte.

Die Bankaktien hatten zunächst von der Nachricht profitiert, wonach sich im Griechenlandkonflikt ein Kompromiss zwischen Deutschland und den anderen EU-Staaten abzeichne. Nach einem freundlichen Start konnten sich Credit Suisse (-0,2 Prozent) und UBS (-0,8 Prozent) dem negativen Trend aber nicht entziehen.

Einheitlich im Minus zeigten sich auch die Versicherungsvaloren. So verloren Bâloise (-0,7 Prozent), Swiss Life (-1,0 Prozent), Swiss Re (-0,6 Prozent) und ZFS (-0,8 Prozent) allesamt.

Unter den defensiven Titeln litten Novartis (-1,9 Prozent) und Actelion (-2,7 Prozent) deutlich unter einer Herabstufung durch Barclays. Demgegenüber hielten sich unter den Index-Schwergewichten Roche (-1,3 Prozent) und Nestlé (-0,8 Prozent) etwas besser.

Die anhaltenden Konjunkturängste drückten auch auf die Kurse zahlreicher Zykliker. Die Titel der Luxusgüter-Hersteller Richemont (-2,4 Prozent) und in geringerem Masse Swatch (-1,6 Prozent) gaben nach. Bei den Verlierern reihten sich auch Nobel Biocare (-2,0 Prozent), Clariant (-2,0 Prozent), Adecco (-2,0 Prozent), Kühne & Nagel (-1,8 Prozent) sowie SGS (-2,0 Prozent) ein.

Im breiten Markt sackten Sulzer um 5,0 Prozent ab. Grund war ein unerwarteter Abgang von Konzernchef Ton Büchner. Deutliche Gewinnmitnahmen wurden in Meyer Burger (-6,9 Prozent) realisiert. Die Abnehmer des Solarausrüstungsunternehmens hätten mit steigenden Lagerbeständen zu kämpfen, hiess es.

(sda)