Düstere Prognosen

25. Dezember 2010 23:32; Akt: 26.12.2010 10:13 Print

Schweizer Chefs sehen schwarz für den Euro

Die Top-Manager in unserem Land rechnen mit einer Abschwächung der Wirtschaft und mehr Arbeitslosen. Zudem befürchten sie eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.

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Die Schwäche des Euros bedeute einen grossen Wettbewerbsnachteil, sagt Swiss-Chef Harry Hohenmeister. (Bild: Keystone)

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Der starke Einbruch der Einheitswährung vor Weihnachten macht den Schweizer Chefs Sorgen. In der Manager-Umfrage der «SonntagsZeitung», an der 40 CEOs der bedeutendsten Schweizer Unternehmen teilnahmen, bezeichnen 70 Prozent der Chefs den starken Franken als grosses Risiko.

Über 60 Prozent sehen eine Gefahr in der hohen Verschuldung der EU-Staaten und erwarten eine schwächere Exportnachfrage. Die Mehrheit rechnet 2011 mit einem tieferen Wachstum und einer leicht höheren Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Aufgrund des starken Frankens komme es zu einer weiteren Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.

Fällt der Euro auf 1.15 Franken?

Vier von zehn Chefs befürchten, dass die Einheitswährung auf 1.15 Franken fällt. «Die Euro-Schwäche bedeutet für uns einen starker Wettbewerbsnachteil», sagt Swiss-Chef Harry Hohmeister. Für Guido Egli, CEO von Mövenpick, hat der Euro in der bisherigen Form keine ­Zukunft. «Ein Auseinanderbrechen ist nicht mehr auszuschliessen.» Und für ZKB-Chef Martin Scholl «ist nicht ersichtlich, wie dies verhindert werden kann». Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey warnt aber vor Spekulationen über ein Euro-Ende: «Ich gebe dem Euro eine Zukunft. Man sollte die EU nicht unterschätzen.

(feb)