Fertig gratis

23. Oktober 2019 08:31; Akt: 23.10.2019 10:26 Print

Migros und Coop streichen Gratisplastiksäcke

Ab 2020 verzichten Schweizer Detailhändler auf die Gratisabgabe von Plastiksäcken. Dann kosten auch die Plastiktaschen im Non-Food-Bereich bis zu 50 Rappen.

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Hat der Einkauf keinen Platz in der Handtasche und der grosse Papiersack lohnt sich nicht, dann bleibt nur das Plastiksäckli. Seit rund drei Jahren kostet dieses bei Grossverteilern wie Coop und Migros aber fünf Rappen. Jetzt soll es auch den mehrfach verwendbaren Plastiksäcken an den Kragen gehen: Ab 2020 wird an sämtlichen Kassen des Detailhandels auf die Gratisabgabe von Plastiksäcken verzichtet.

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Verzichten Sie auf die Raschelsäckli im Supermarkt seit sie 5 Rappen kosten?
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Insgesamt 20992 Teilnehmer

Hinter dieser Massnahme stehen Swiss Retail Federation und IG Detailhandel Schweiz. Die beiden Organisationen haben 2016 auf freiwilliger Basis eine Branchenvereinbarung zur Verringerung von sogenannten Raschelsäckli lanciert. Seither hat sich der Verbrauch der Einweg-Plastiksäcken bei den beteiligten 30 Unternehmen um 86 Prozent verringert, wie die beiden Organisationen in einer Medienmitteilung schreiben.

Angesichts dieses Erfolgs gehen die beiden Organisationen einen Schritt weiter. Neu kosten auch Plastiksäcke, die zum mehrmaligen Gebrauch geeignet sind. Davon betroffen ist auch der Non-Food-Bereich.

In Zukunft kostet der Plastiksack also auch beim Einkauf im Interdiscount, Ex-Libris oder der Import Parfümerie. So werden die Plastiksäcke bei der Migros-Gruppe je nach Grösse zwischen 5 und 50 Rappen kosten. Wie viel die Taschen bei Coop kosten werden, ist noch offen, wie es auf Nachfrage heisst.

Gemüsesäckli sind weiterhin gratis

Umsonst bleiben Plastiksäckli im Gemüse- und Früchteabteil. Denn im Offenverkauf werden sie als Erstverpackung eingesetzt oder sind aus hygienischen Gründen nötig. Coop hat dafür bereits einen Mehrwegbeutel eingeführt und die Verwendung von Plastiksäcken bei Gemüse und Obst um 10 Prozent reduziert.

Jetzt will der Grossverteiler auch im Non-Food-Bereich eine Alternative zu den herkömmlichen Plastiksäckli anbieten, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt. Die Kunden sollen künftig die Wahl zwischen herkömmlichen Plastik- oder ökologischen Säckli haben.

Der Erlös aus den Plastiksäcken fliesst bei Coop in einen Fonds für Nachhaltigkeit. Mit diesem unterstützt die Detailhändlerin innovative und nachhaltige Projekte. Auch die Migros spendet das Raschelsäckli-Geld an Umweltprojekte.

(bsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • martin86 am 23.10.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klimawandel

    und so wollt ihr den klimawandel aufhalten !! super gratuliere

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  • Bin Skeptisch am 23.10.2019 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich umweltfreundlich?

    Denke den Onlinehandel wird es freuen, gratis Lieferung, sicher verpackt mit Plastik-Luftpolstern... CO2 Bilanz für den Transport und der Verpackungsabfall mal aussen vor - ob das wirklich umweltfreundlicher ist?

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  • Riwka am 23.10.2019 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die anderen Taschen

    Es ist interessant mit was alles im Namen der Ökobilanz Geld gemacht wird. Wenn man wirklich ehrlich ist schafft man die Kunststoff Tüten komplett ab. Wie haben es den die Menschen früher gemacht, die hatten auch kein Plastik. Und schon immer kosten die anderen Taschen beim Gross Verteiler etwas, waren nie Gratis.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • josipovicz am 07.11.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Migros und Coop streichen Gratisplastiksäcke

    Migros und Coop streichen Gratisplastiksäcke, oh wie gescheit, es wäre besser sie würden Tausende von unnötigen Artikeln streichen und die Abzockerpreise eliminieren, so müssten wir nicht jedes mal zum Kaufland fahren.....

  • Eidgenosse am 06.11.2019 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Plastik-TT-Käufer

    Was bin ich sowas von froh,dass die "Chräschelseckli"in den F&G.Abtlg. weiterhin gratis zu beziehen sind. Sollten Sie jemals etwas kosten,frage ich mich wie ich dann in Zukunft z.B.dreihundert Gramm Trockennüsse zur Kasse transportieren werde.

  • Claudia am 30.10.2019 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte unternehmt was dagegen

    Ich war gestern im Surseepark, frisch umgebaut. Habe meine Freundin mitgenommen. Wir betraten den Eingang beim Gemüse und Früchte Rayon. Uns traf fast der Schlag: fast alles war in Plastik eingepackt. Jeder Fenchel, Broccoli, Blumenkohl... Bio in Plastik geschweisst!! Wieso? Haben die nichts gelernt? Ich hätte am liebsten alles ausgepackt, aber das darf man ja nicht. Bitte ändert das sofort! Denn diese Produkte werden zuhause gerüstet und gekocht. Also gehen die Bakterien kaputt. Bei Trauben und Salat oder Beeren währe das noch verständlich, da man sie nicht sooo heiss waschen kann.

  • dummBerg am 29.10.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Hier steht kein Titel

    Da bleiben einem die Worte weg. Hier steht kein text

  • Bruno Ochsner am 29.10.2019 04:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ameisenschritte

    Fangen wir doch wie hier, mit Ameisenschritten an. Wir doch eher angenommen als wenn man den grossen Wurf macht.