Arbeitsmarkt

18. März 2011 08:14; Akt: 23.03.2011 12:58 Print

Schweizer Job-Barometer steigt

von Hans Peter Arnold - So viele offene Stellen gab es schon lange nicht mehr. Die 50 grössten Arbeitgeber der Schweiz suchen aktuell 5226 Mitarbeiter.

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Die Top-50-Arbeitgeber der Schweiz haben innert Monatsfrist rund sechs Prozent mehr Stellen ausgeschrieben.

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Die grössten Arbeitgeber der Schweiz schaffen neue Stellen. Weiter sinkende Arbeitslosenzahlen sind deshalb wahrscheinlich. Gegenüber Februar sind aktuell 288 zusätzliche Jobangebote offiziell auf den Homepages ausgeschrieben. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent innerhalb eines Monats. Dies ergab die Auswertung der 50 Homepages durch 20 Minuten Online.

Zuwächse verzeichnen vor allem die Branchen Pharma, Energie und Versicherungen. Nach einem starken Wachstum zeichnen sich hingegen bei den Banken und im Detailhandel Sättigungstendenzen ab. In der Industrie verläuft der Trend flach.

Arbeitslosenzahlen sollten weiter sinken

Aufgrund dieser Zahlen ist zu erwarten, dass die Arbeitslosenzahlen weiter zurückgehen werden. Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) sank die Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent im Januar auf 3,6 Prozent im Februar. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren im Februar 20 964 offene Stellen gemeldet. Das waren 3 043 mehr als im Januar. Insgesamt wurden 205 989 Stellensuchende registriert, 4 927 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl um 13 Prozent.

In den Prognosen zurückhaltend

Allerdings bleiben die Arbeitgeber vorsichtig, wie das Arbeitsmarktbarometer von Manpower ergab. Der weitaus grösste Teil der Unternehmen will gemäss dieser Umfrage das Beschäftigungsniveau stabil halten. Nur 6 Prozent der 753 befragten Arbeitgeber rechnen bis zur Jahreshälfte mit einem Anstieg ihrer Beschäftigtenzahlen, während 3 Prozent einen Rückgang erwarten. 87 Prozent gehen von keiner Veränderung aus.

Urs Schüpbach, Generaldirektor von Manpower Schweiz, erklärt: «Die Ergebnisse spiegeln die Unsicherheit der Arbeitgeber wider, denn obwohl der Schweizer Binnenmarkt wächst, werden die Exporte durch den starken Franken gehemmt.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gastin am 18.03.2011 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Schon möglich

    aber die Vorstellungen der Arbeitgeber sind dabei teilweise sehr seltsam...

    einklappen einklappen
  • Deliziosa am 18.03.2011 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Weg frei

    Nadann steht mir ja nichts mehr im Weg meinen jetzigen Job zu kündigen! schön zu hören!!!

  • Daniel am 18.03.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Mangel an Arbeitskräften folgt

    Stabilität wird es auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr geben. Vorfälle wie in Libyen und Japan, die Eurokrise führen zu Schwankungen. Die demografische Entwicklung verschärft den Mangel an Arbeitskräften. Diejenigen Arbeitgeber, welche heute keine Wertschätzung gegenüber ihren Angestellten zeigen, werden aus dem Markt katapuliert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • JG loves Google am 18.03.2011 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Google

    Google stockt auf...und ich hoffe ganzganz fest, dass es mehr Nicht-Engineering-Stellen geben wird und ich dann eine Anstellung bei meinem Traumarbeitgeber finde. Ein Mal bin ich so weit gekommen...und dann...leider :-((((((((

  • Roberta am 18.03.2011 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Merci

    Danke an alle Unternehmer welche sich einen abkrampfen damit Stellen geschaffen werden.

  • Daniel am 18.03.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Mangel an Arbeitskräften folgt

    Stabilität wird es auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr geben. Vorfälle wie in Libyen und Japan, die Eurokrise führen zu Schwankungen. Die demografische Entwicklung verschärft den Mangel an Arbeitskräften. Diejenigen Arbeitgeber, welche heute keine Wertschätzung gegenüber ihren Angestellten zeigen, werden aus dem Markt katapuliert.

  • BS aus SG am 18.03.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Im 2009 entlassen, 2011 wieder gesucht!

    Sorry, im 2009 wurden noch 28000 Stellen von den 50 grössten Arbeitgebern entlassen. Lange Rede, kurzer Sinn: Kein Wunder, jetzt werden die Leute halt wieder gebraucht. Viele Unternehmen haben in den schlechten Zeiten ihre gesellschaftliche Verantwortung leider nicht nachkommen wollen!

  • Christoph. B am 18.03.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann!

    Grenzen noch weiter öffnen und die Stellen mit günstigen Arbeitskräften aus dem Ausland besetzen!