Nach Konkurs

14. Mai 2019 11:26; Akt: 14.05.2019 11:26 Print

Schweizer Krypto-Gründer wird verhaftet

Gegen mehrere Verwaltungsräte und den Gründer einer Krypto-Firma in St. Gallen laufen Verfahren. Ihre Schulden häufen sich auf 12 Millionen Franken.

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Das Krypto-Unternehmen von H. K.* im Kanton St. Gallen musste all seine Angestellten entlassen und hat Schulden in Höhe von bis zu 12 Millionen Franken angehäuft. Nun wird laut dem «Blick» gegen den Gründer wegen Verdachts auf mehrfachen, eventuell gewerbsmässigen Betrug und mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung ermittelt. K. wurde bereits festgenommen.

Eigentlich hätte die Krypto-Firma in Mining-Geräte investieren sollen. Diese suchen nach digitalen Währungen. Tatsächlich soll das Unternehmen aber Geld zweckentfremdet haben.

Verwaltungsräte und Ehefrau im Visier

Im Fokus steht die Überweisung von 5 Millionen Franken eines Grossinvestors, der in ein Kryptogeschäftsmodell investieren wollte. Sein Anwalt sagt: «Möglicherweise wurde das Geld verwendet, um offene Forderungen zu decken und den Lebensstil der Geschäftsleitung zu finanzieren.» K. wehrte sich gegen diese Aussagen: «Alle Gelder sind vollumfänglich in Mining-Geräte geflossen.»

Das stimmt laut «Blick» aber nicht. So habe der Grossinvestor laut Vertrag 600 Mining-Geräte gekauft. Der Chef der Mining-Firma Elysium Swiss AG, die mit der Krypto-Firma von K. zusammengearbeitet hat, gibt aber an, dass bei ihnen für alle Kunden zusammengezählt nur 450 Stück stehen.

Auch gegen fünf weitere Verwaltungsräte der Firma läuft ein Verfahren. Bei vielen davon handelt es sich um Verwandte von K. und unter anderem auch um seine Ehefrau. Ebenfalls wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

*Name der Redaktion bekannt

(doz)

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