Smallpdf und Dropbox

06. November 2018 17:58; Akt: 06.11.2018 18:33 Print

Schweizer Start-up macht Deal mit US-Techgigant

von R. Knecht - Die kleine Zürcher Firma Smallpdf hat eine Partnerschaft mit Dropbox abgeschlossen. Geld gibts dafür keines, aber Smallpdf hofft auf mehr Nutzer.

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Das Schweizer Start-up Smallpdf hat einen Coup gelandet: Die kleine Software-Firma wird Partner des US-Techgiganten Dropbox. Wie die beiden Firmen mitteilen, integriert die Cloud-Firma aus San Francisco die PDF-Bearbeitungstools von Smallpdf aus Zürich in ihr neues Extensionsprogramm.

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Damit ist Smallpdf nicht nur die einzige Schweizer Firma, die bisher eine solche Partnerschaft mit Dropbox hat, sondern auch eine der kleinsten. Zu den anderen acht bisher bekannten Partnern gehören etwa Adobe und Autodesk. Beide Firmen haben Tausende Mitarbeiter – Smallpdf betreibt in Zürich ein Büro mit gerade mal vierzehn Angestellten. Doch die Teamgrösse kann täuschen: Das Start-up hat laut Eigenangaben auf seiner Website monatlich 20 Millionen Nutzer, und die Plattform steht kurz davor, im Alexa-Ranking von Amazon in die meistbesuchten 500 Seiten des Internets vorzustossen.

Von den Grossen ernst genommen

«Dropbox ist auf Smallpdf zugekommen und hat nach einer Partnerschaft gefragt», sagte CEO und Mitgründer Manuel Stofer zu 20 Minuten. «Das zeigt, dass wir trotz unseres kleinen Teams mittlerweile im Kreis der ‹Grossen› ernst genommen werden.»

Christoph Birkholz, Start-up-Experte und Mitgründer des Impact Hub Zürich, sagt zu 20 Minuten:«Klasse, dass sich internationale Techgiganten für unsere Start-ups interessieren.» Das sei ein Zeichen für die Qualität der Schweizer Jungfirmen.

Smallpdf will Nutzer dazugewinnen

Um Geld geht es bei der Partnerschaft allerdings nicht direkt: Weder bezahlt Dropbox Smallpdf etwas noch umgekehrt. Es gehe beiden Firmen vor allem darum, den Service zu verbessern und unnötige Arbeitsschritte zu reduzieren, sagt Stofer von Smallpdf zu 20 Minuten.

Allerdings hofft das vor fünf Jahren gegründete Start-up dank der Partnerschaft auf zusätzliche Nutzer. Wie viele der 500 Millionen Dropbox-User Smallpdf für sich gewinnen kann, müsse sich aber noch zeigen, so Stofer.

Gratismonat

Die Schweizer Firma möchte Dropbox-Nutzer von Smallpdf überzeugen. Diese erhalten darum einen kostenlosen Monat, um die Software ausgiebig zu testen. Wie genau es auf Dropbox nach dem Gratismonat weitergeht, ist laut Stofer noch nicht in Stein gemeisselt. Die Firma dürfte es aber ähnlich wie auf der Website handhaben: Wenignutzer bekommen die Services gratis, wer täglich viele Dokumente bearbeitet, bezahlt.

Das Extensionsprogramm von Dropbox gibt Nutzern ab Ende November etwa die Möglichkeit, über Smallpdf Dateien zu bearbeiten, zu konvertieren oder auch zu signieren. Zwar können Benutzer schon jetzt auf der Website von Smallpdf Dateien von Dropbox bearbeiten – neu ist die direkte Integration in die Software von Dropbox selbst.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SK am 06.11.2018 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angebot?

    Und was machen die jetzt genau? Könnte man im Artikel durchaus erwähnen!

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  • Siciliano am 06.11.2018 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation!

    Wünschte mir mehr Software aus der Schweiz...

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  • TheCapitalist am 06.11.2018 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Solche Abschlüsse braucht die Schweiz und keine wirtschaftlichen Schranken und Regulierungen der SP! Gratulation dem Unternehmen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Karsten Meyer am 06.11.2018 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wovon leben die?

    Bleibt die Frage: Wovon leben die 14 Leute von Smallpdf?

    • Joël Kunz am 06.11.2018 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karsten Meyer

      von ihrer Dienstleistung welche die Bearbeitung von Dokumenten umfasst;)

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  • Dave74 am 06.11.2018 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mags gönnen

    Bin schon lange dabei und kenne viele (tausende) Programme. Dass kleine Firmen mit der Such-Bequemlichkeit der Anwender an Wert gewinnen find ich absolut ok. In meinem Bekanntenkreis empfehle ich dennoch frei erhältliche und einsehbare Software, sprich OSS, welche in dem Fall hier mehr bieten. Der Support oder eine individuelle Anpassung kostet dann halt Zeit oder Geld. Für mich bleibt der Austausch von Erkenntnissen das Wichtigste, egal obs um grosse oder kleine Beträge geht. Gutes Gelingen, denn die Standards im Grossen werden anderweitig bestimmt.

  • Geiger am 06.11.2018 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht verhandelt ...

    .. tja, da hätte man locker 100 Millionen rausholen können.

    • Te Rasse am 06.11.2018 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Geiger

      Das kommt vielleicht noch

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  • Rudi am 06.11.2018 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz

    Wer PDFs online bearbeiten lässt, speziell punkto firmeninternen Angelegenheiten, braucht dringend einen Crashkurs in Sachen Datenschutz.

    • nach denklich am 06.11.2018 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rudi

      Wer glaubt, PDF,s seien sicher braucht generell einen Kurs

    • Der Signierer am 06.11.2018 21:28 Report Diesen Beitrag melden

      Signatur nicht gleich Signatur

      Und dann noch das Thema der Signatur. Wohl kaum qualifiziert. !?!? Nur die qualifizierte Signatur entspricht der Handunterschrift gemäss ZerEs.

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  • Glögglifrösch am 06.11.2018 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Super Seite. Habe ich schon mehrmals verwendet. Wusste jedoch nicht, dass die aus der Schweiz sind. Top!!

    • Ihr Profilbild verriet Sie am 06.11.2018 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ Glögglifrösch

      Gute Selbstbeweihräucherung, gratuliere.

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