Übernahme von Ulysse Nardin

30. Juli 2014 18:44; Akt: 30.07.2014 19:51 Print

Schweizer Uhren in französischen Händen

Eine der letzten unabhängigen Uhrenfirmen der Schweiz ist übernommen worden. Kering, eine französische Luxusgütergruppe, hat Ulysse Nardin gekauft.

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Der Schweizer Uhrmacher Ulysse Nardin ist aufgekauft worden. (Bild: Keystone)

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Die französische Luxusgütergruppe Kering (ehemals PPR) übernimmt zu 100 Prozent die Schweizer Uhrenfirma Ulysse Nardin. Das Unternehmen mit Sitz im neuenburgischen Le Locle ist eine der letzten unabhängigen Uhrenmanufakturen der Schweiz.

Mit der Akquisition soll das Luxussegment mit Uhren und Schmuck gestärkt werden, teilte Kering am Mittwochabend mit. Ulysse Nardin bringe neue Wachstumsmöglichkeiten insbesondere in Asien, wo die Uhrenmarke bereits stark vertreten ist. Ulysse Nardin wurde 1846 gegründet. Gemäss Branchenkennern erzielt die Firma pro Jahr einen Umsatz von rund 200 Mio. Franken. Den Kaufpreis teilten die Unternehmen nicht mit.

Die Ankündigung über den Kauf kam gleichzeitig mit den Quartalszahlen des französischen Luxusgüterkonzerns. Die für Kering besonders wichtige Nobelmarke Gucci hatte mit einem schwächeren Geschäft in Asien zu kämpfen. Auch kamen in Europa nicht mehr so viele russische und japanische Touristen in die Läden.

Dagegen verhalfen die wachsenden Modemarken Yves Saint Laurent und Bottega Veneta Kering im Luxusgeschäft doch noch zu einem Umsatzplus auf vergleichbarer Basis von 5,2 Prozent. Zusammen mit dem Sportgeschäft belief sich der Umsatz auf 2,35 Mrd. Euro, ein Plus von vier Prozent.

(sda)