Exportschlager

03. Februar 2011 15:10; Akt: 03.02.2011 15:17 Print

Schweizer Uhren sind wieder begehrt

Im vergangenen Jahr sind Schweizer Uhren weltweit wieder gefragt gewesen: Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um gut einen Fünftel.

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Die Schweiz exportierte ähnlich viele Zeitmesser wie 2007. Für dieses Jahr ist ein neuer Rekord in Sicht. «Geschieht keine geopolitische Katastrophe, könnte in diesem Jahr der Spitzenwert von 2008 übertroffen werden», sagte der Präsident des Verbands der Schweizer Uhrenindustrie (FH), Jean-Daniel Pasche, der Nachrichtenagentur SDA. 2008 hatten die Uhrenexporte einen Wert von 17 Mrd. Franken.

Vergangenes Jahr führte die Branche Produkte im Wert von 16,2 Mrd. Fr. aus - dies sind 22,1 Prozent mehr als 2009. Im Dezember betrug der Anstieg gar 25,8 Prozent. «Das Wachstum fiel stärker aus als von uns erwartet», sagte Pasche.

Besonders gut verkauften sich Uhren im Preissegment von 200 bis 500 Franken sowie teure Exemplare für über 3000 Franken. Fast 94 Prozent des Auslandumsatzes machten die Hersteller mit Armbanduhren, mehr als die Hälfe aller Uhren waren aus Stahl gefertigt, wie der FH am Donnerstag mitteilte.

Asien-Markt als Goldgrube

Die Branche spürten die ungebrochene Wirtschaftskraft Asiens: In diese Region führte sie über ein Drittel mehr Produkte aus. Der wichtigste Markt für die Uhrenindustrie, Hongkong, wuchs um fast 47 Prozent. China, viertwichtigste Exportdestination, legte um 57 Prozent zu. Die Exporte nach Amerika und Europa stiegen um 14,5 beziehungsweise 10,4 Prozent.

Nur rosig sieht die Situation für die Uhrenfabrikanten aber nicht aus: Die Stärke des Frankens bleibe für die Unternehmen eine grosse Sorge, sagte FH-Präsident Pasche.

Zudem sei ein Wachstum der Exporte nicht gleichbedeutend mit höheren Gewinnen für die Unternehmen: Gewisse Betriebe in der Branche hätten weiterhin Probleme, sagte Pasche.

(sda)