63 Milliarden Franken

17. Juli 2014 13:57; Akt: 17.07.2014 14:28 Print

Schweizer bauen so viel und so teuer wie noch nie

Mehr Hochbauprojekte und Neubauten: In der Schweiz wurde 2013 so viel Geld wie noch nie für Bauprojekte ausgegeben. Vor allem Private investieren lieber in einen Neubau als in den Umbau.

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Die Baubranche in der Schweiz boomt. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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In der Schweiz ist 2013 für die Rekordsumme von 63,1 Milliarden Franken gebaut worden. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bauausgaben um weitere 1,8 Prozent zugenommen.

Teuerungsbereinigt betrug die Zunahme 1,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Letztmals rückläufig waren die Bauausgaben Ende der 1990er-Jahre, wie aus dem Statistischen Lexikon des BFS hervorgeht.

Vor allem in neue Hochbauprojekte wurde vergangenes Jahr investiert. Die Bauausgaben stiegen in diesem Segment um 3,1 Prozent auf 47,3 Mia. Franken. Im Tiefbau resultierte dagegen ein Rückgang um 0,9 Prozent auf 10,6 Mia. Franken. Und die öffentlichen Unterhaltsarbeiten nahmen gar um 3,6 Prozent auf 5,3 Mia. Fr. ab.

Trend zu Neubauten

Wie die weitere Aufschlüsselung zeigt, wurde auch häufiger neu gebaut als umgebaut: Die Investitionen in Neubauprojekte nahmen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 38 Mia. Fr. zu, während die Investitionssumme in Umbauprojekte um 0,2 Prozent auf 19,8 Mia. Fr. stieg.

Die privaten Auftraggeber investierten mehr in den Neubau ( 3,9 Prozent), jedoch weniger in den Umbau (-0,2 Prozent), wie das BFS schreibt.

Keine Gegenbewegung zum Boom in Sicht

Die öffentlichen Auftraggeber erhöhten ihre Investitionen sowohl in Neubauprojekte ( 2 Prozent) wie auch in Umbauprojekte ( 0,8 Prozent). Sie bremsten im Tiefbau (-1,2 Prozent), während ihre Hochbauausgaben stark zunahmen ( 5,1 Prozent). Die privaten Auftraggeber erhöhten die Investitionen sowohl in den Hochbau ( 2,8 Prozent) wie auch in den Tiefbau ( 0,6 Prozent).

Eine Gegenbewegung zum Bauboom ist nicht in Sicht: Der Arbeitsvorrat für 2014 erhöhte sich gegenüber 2013 um 0,3 Prozent auf 42,7 Mia. Franken.

(sda)