Optimismus für 2020

02. Januar 2020 15:58; Akt: 02.01.2020 15:58 Print

Schweizer rechnen mit mehr Geld im neuen Jahr

Auf ihre eigenen finanziellen Verhältnisse blicken Schweizer optimistisch: Viele glauben sogar, dass sie 2020 mehr Geld auf dem Konto haben werden.

Bildstrecke im Grossformat »
Viele Schweizer rechnen damit, dass sie 2020 mehr Geld auf dem Konto haben werden. Diesen Optimismus begründen viele mit einem Wechsel oder einem Wechsel des Partners zu einem besser bezahlten Job. 33 Prozent sagen in einer Umfrage des Online-Vergleichsdienstes Comparis.ch, dass sie im neuen Jahr auf mehr Geld hoffen. In Sachen Geld schauen aber nicht alle Schweizer optimistisch ins neue Jahr. Grund dafür sind die Negativzinsen. Die Schweizerische Nationalbank hält am negativen Zinssatz von minus 0,75 Prozent fest. Im Bild: Thomas Jordan, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank. 13 Prozent der Befragten rechnen wegen der Negativzinsen mit einer Verschlechterung ihrer Finanzlage im kommenden Jahr. So haben 2019 mehrere Banken den Negativzins für Privatkunden eingeführt, darunter die UBS und die Credit Suisse. Bei beiden Banken gilt für Kunden mit über 2 Millionen Franken auf dem Konto ein Negativzins von minus 0,75 Prozent. Kunden der Postfinance zahlen bereits ab einem Vermögen von 250'000 Franken Negativzinsen. Deshalb stellt sich die Frage, ob 2020 auch Kleinsparern ein Strafzins droht. So bereiten die Negativzinsen über 40 Prozent der Befragten Sorgen. Wobei das Thema 18- bis 35-Jährige weniger beängstigt als die über 55-jährigen Schweizer. Auch beschäftigen sich Deutschschweizer weniger mit den Negativzinsen als die Welschen. Trotz der Sorge glaubt über die Hälfte, dass die Negativzinsen keinen Einfluss auf ihr Vermögen haben werden. Deshalb sehen die meisten Befragten auch keinen Handlungsbedarf. Einige Befragte, die sich vor den Negativzinsen fürchten, legen ihr Geld in einen Tresor. Weitere 10 Prozent überlegen sich einen Bankwechsel und 15 Prozent der Befragten investieren in Fonds und Aktien. 17 Prozent der Schweizer möchten wegen den Negativzinsen mehr sparen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fürs neue Jahr zeigen sich die Schweizer optimistisch: Ein Drittel rechnet damit, 2020 mehr Geld auf dem Konto zu haben. Das zeigt eine Umfrage des Online-Vergleichsdienstes Comparis.ch. Diesen Optimismus begründen viele mit einem Wechsel oder einem Wechsel des Partners zu einem besser bezahlten Job.

Umfrage
Das neue Jahr ...

Ganz unbegründet ist diese positive Einstellung nicht. Schliesslich waren Ende Dezember noch 199'000 Stellen offen – so viele wie noch nie. Wer einen neuen Job sucht, hat also im Moment eine Rekordauswahl.

Negativzinsen trüben die Stimmung

Aber nicht alle Schweizer zeigen sich optimistisch fürs neue Jahr, wenn es ums Geld geht. Grund dafür sind die Negativzinsen. Diese bereiten über 40 Prozent der Befragten Sorgen. Wobei das Thema 18- bis 35-Jährige weniger beängstigt als die über 55-jährigen Schweizer. Auch beschäftigen sich Deutschschweizer weniger mit den Negativzinsen als die Welschen.

«Offenbar ist das Thema Strafzinsen für viele noch zu abstrakt», erklärt Comparis-Consumer-Finance-Experte Michael Kuhn in einer Mitteilung. Dabei haben 2019 mehrere Banken den Negativzins für Privatkunden eingeführt.

Bei der Credit Suisse und der UBS gilt für Kunden mit über 2 Millionen Franken auf dem Konto ein Negativzins von minus 0,75 Prozent. Kunden der Postfinance zahlen teils bereits ab einem Vermögen von 250'000 Franken Negativzinsen. Deshalb stellt sich die Frage, ob 2020 auch Kleinsparern ein Strafzins droht.

Die meisten sehen keinen Handlungsbedarf

Die meisten Schweizer zeigen sich aber nicht sehr beeindruckt von den Strafzinsen. Über die Hälfte glaubt, dass die Negativzinsen keinen Einfluss auf ihr Vermögen haben werden. Nur gerade einmal 13 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Finanzlage im kommenden Jahr. Im Vergleich zur Umfrage vor vier Jahren hatten sich noch deutlich mehr Leute Sorgen um ihr Geld gemacht.

Deshalb sehen die meisten Befragten auch keinen Handlungsbedarf. Einige Befragte, die sich vor den Negativzinsen fürchten, legen ihr Geld in einen Tresor. Weitere 10 Prozent überlegen sich einen Bankwechsel und 15 Prozent der Befragten investieren in Fonds und Aktien. 17 Prozent der Schweizer möchten wegen den Negativzinsen gar mehr sparen (siehe Box).

Für die Umfrage wurden im Dezember 1021 Personen in allen Regionen der Schweiz durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

(bsc)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anna am 02.01.2020 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Geld, wirklich?

    Mehr Geld im Neuen Jahr? Nein es wird von Jahr zu Jahr weniger. Abgaben, Gebühren und Krankenkassen etc. steigen, Löhne stagnieren.

    einklappen einklappen
  • W.Kern am 02.01.2020 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie mit Worten gespielt wird

    Ich kann diese Verallgemeinerung nicht mehr hören. Wennschon sollte es so heissen, einige Schweizer rechnen im neuen Jahr mit mehr Geld.

    einklappen einklappen
  • Koda am 02.01.2020 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötiges, unhaltbares BLABLA

    Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Da ich nicht für stehlen bin, wird es sich wohl kaum selber vermehren. Hört doch bitte auf mit Artikeln dieser Art! Viele können nur davon träumen, dass sie ein paar Franken mehr haben werden. Ihr stösst diese alle vor den Kopf

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mauxion am 04.01.2020 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja genau.

    Als wäre Geld alles und alles Geld. Die bei uns 2% mehr Gehalt wurden gestrichen. Mit 80% in der Pflege haben wir 5400,- im Monat. Also trotzdem bleiben wir optimistisch und haben Spass an der Arbeit.

  • Boss Hügö am 03.01.2020 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Minus mal Minus gleich Plus??!!

    Schön, dann rechnet doch alle mal mit mehr, das Resultat ist am Schluss wichtig und dieses wird dann Negativ sein oder habt ihr die vielen Preiserhöhungen alle schon mit einberechnet? Das geht doch schon seit Jahren so, die Verarmung kommt schleichend und in Raten!

  • Viktor am 03.01.2020 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erwacht

    Träumt schön weiter es ist früh genug wenn das böse Erwachen kommt.

  • MM am 03.01.2020 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist dieses mehr Geld

    Wo kann ich dieses mehr Geld abholen. Bei mir wird es immer weniger. Ihr könnt es noch hundert mal bringen, dass die Schweizer dieses Jahr mehr Geld erhalten, es wird trotzdem nicht wahrer.

    • Xeno72 am 03.01.2020 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Diktatur der Fakten@MM

      Du musst es nicht glauben, es stimmt trotzdem.

    einklappen einklappen
  • Hermann am 03.01.2020 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jammerer

    Ihr Schweizer ... fährt alle SUV's und geht mehrmals im Jahr in den Urlaub. Das kann sich halt sonst niemand leisten auf dieser Welt. Trotzdem danke, dass ihr uns dann auch noch jedes Wochenende mit euren Auslandeinkäufen beschenkt und das viele Geld an die Normalos spendet.