Nachholeffekt

14. Oktober 2010 00:00; Akt: 14.10.2010 00:00 Print

Schweizer kaufen wieder mehr ein

Der Detailhandel profitiert davon, dass die Leute wieder Konsumgüter kaufen, auf die sie während der Krise verzichtet haben. Die Umsätze steigen.

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Die Umsetze im Detailhandel steigen um 2,3 Prozent. (Bild: Keystone)

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Die Umsätze dürften deswegen laut den Konjunkturforschern von BAKBASEL 2010 teuerungsbereinigt um 2,3 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009 steigen.
Umsatztreiber im laufenden Jahr seien vor allem Produkte aus dem Non-Food-Sortiment, wie BAKBASEL mitteilte.

Die Forscher stellten dort nach der Krise einen Nachholeffekt fest. Zu den stärker nachgefragten Produkten gehören Unterhaltungs- und Büroelektronik wie Computer oder Fernseher, aber auch Uhren und Schmuck. Dort sollen auch die Preise am stärksten sinken, um fast 2 Prozent.

Der überaus grössten Anteil am Umsatz des Detailhandels machen die Lebensmittel aus, deren Verkauf in der Krise die Detailhändler vor allem über Wasser hielt. 2010 trägt das Food-Segment laut Prognosen aber prozentual weniger zum Wachstum bei. Rückgängig ist der Verkauf in den Segmenten Freizeit, Kultur sowie Tabak und Raucherwaren.

Abkühlung erwartet

Von Januar bis August 2010 steigerten die Detailhändler ihren Umsatz real um 2,6 Prozent. Laut den Forschern geht es bis Ende Jahr aber nicht im gleichen Tempo weiter: Genauso wie bei der Konjunktur rechnen sie im Detailhandel mit einer Abkühlung, die schon in den nächsten Monaten das Wachstum dämpfen wird.

Im 2011 dürfte sich der Umsatz laut BAKBASEL noch um 1,4 Prozent steigern. Vor allem falle der Nachholeffekt weg, zudem dürfte die Arbeitslosigkeit auf kaum veränderten Niveau verharren. Der Konsum werde - bei verhaltenen Lohnerhöhungen - wohl auch durch höhere Ausgaben für Krankenkassenprämien und Strom sowie wegen der Mehrwertsteuererhöhung gebremst.

(sda)