Krankenkasse

15. Oktober 2019 17:08; Akt: 15.10.2019 17:22 Print

Schweizer könnten 3 Mrd. Franken Prämien sparen

Versicherte müssten 3 Milliarden Franken weniger Prämien zahlen, wenn sie für 2020 zur günstigsten Kasse wechseln würden. Pro Person sind das im Schnitt 360 Franken pro Jahr.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die teure Grundversicherung belastet das Budget der Schweizer. Mit einem Krankenkassenwechsel könnten sie im Schnitt jedoch 360 Franken pro Jahr sparen, wie eine Hochrechnung vom Preisvergleichsportal Moneyland zeigt: Schweizer Versicherte müssten damit insgesamt 3 Milliarden Franken weniger Prämien zahlen, wenn sie nächstes Jahr zur günstigsten Kasse wechseln würden.

Umfrage
Wechseln Sie jetzt Ihre Krankenkasse?

Noch mehr Sparpotenzial sieht Moneyland, wenn die Versicherten auch gleich noch zum günstigsten Sparmodell wechseln. Pro Person wären es im Schnitt 622 Franken, die man pro Jahr weniger zahlen müsste. Insgesamt wären es 5,2 Milliarden Franken. Viele Versicherte könnten zudem ihre Franchise anpassen und so noch weiter Kosten senken.

Junge Erwachsene sparen am meisten

Am meisten könnten Personen im Alter zwischen 19 und 25 Jahren sparen: Im Schnitt sind es bei einem Kassenwechsel 502 Franken pro Jahr. Das grosse Sparpotenzial hängt laut der Analyse mit den grossen Prämienunterschieden für diese Altersgruppe zusammen. Manche Kassen senken auch 2020 die Prämien für junge Erwachsene noch einmal markant, während andere Kassen die Prämien anheben. «Für junge Erwachsene lohnt sich ein Prämienvergleich für 2020 besonders», so Moneyland-Analyst Felix Oeschger.

Das Sparpotenzial ist im Kanton Genf am höchsten: Hier könnten die erwachsenen Versicherten im Durchschnitt 580 Franken pro Jahr sparen. Gross ist das Sparpotenzial auch in den Kantonen Basel-Stadt mit 537 Franken und Solothurn mit 480 Franken. Am kleinsten ist das Sparpotenzial für erwachsene Versicherte in den Kantonen Uri mit 222 Franken und Zug mit 236 Franken pro Jahr.

Hohe individuelle Unterschiede

Das von Moneyland erhobene Sparpotenzial für die Gesamtbevölkerung ist eine Hochrechnung der durchschnittlichen Sparmöglichkeiten. Das persönliche Sparpotenzial hängt aber stark von der individuellen Situation und der bestehenden Krankenkasse ab.

Wie gross die maximalen Prämienunterschiede sind, zeigt ein individueller Prämienvergleich. Beispiel: Erwachsene Versicherte mit Wohnsitz in der Stadt Bern mit einer 300er-Franchise (ohne
Unfalldeckung) zahlen bei der teuersten Standard-Versicherung 763 Franken im Monat, während es bei der günstigsten Hausarzt-Versicherung 412.70 Franken sind. Das ist ein Prämienunterschied von über 4200 Franken pro Jahr.

(rkn)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • markus kuster am 15.10.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Nein können sie nicht

    Würden nämlich alle wechseln fehlen eben diese 3 Milliarden und alle Prämien werden wieder teurer um den Verlust auszugleichen.

    einklappen einklappen
  • bla am 15.10.2019 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich kann es nicht mehr hören

    Jedes Jahr das gleiche. Wir müssen ständig wechseln um ein paar Franken zu sparen. Aber KK können problemlos jedes Jahr ohne Mehrleistung ihre Prämien erhöhen. Aber das Ein sparpotenzial sucht man beim Volk. Was läuft hier im Land verkehrt?

  • romaro am 15.10.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird doch bals alle Jahre .....

    .... behauptet. Was aber verschwiegen wird, ist je billiger die Krankenkasse umso schlechter der Service. Habe das gerade wieder erfahre bei der Assura. Billig aber Schrott.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lea am 10.11.2019 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teure Möbel zum Empfang in den Spitälern

    Wenn ich ins Spital jemanden besuchen gehe, muss ich jedes Mal staunen über die Ausstattung im Empfang Bereich und in den Wartezonen. Überall neu renoviert und teure Vitra Möbel zum verweilen. Ich rede nicht von Privatkliniken sondern von den Kantonsspitälern. Ich bin viel auf der Welt unterwegs und immer in schönen Hotels, die Spitäler in der Schweiz sind 4-5 Sterne Hotels geworden. Das hat meiner Meinung nach nichts mit den Krankheitskosten zu tun. Wer zahlt das? Z.B. In der Abrechnung der Ärzte? Das kostet auch sehr viel Geld und ich frage mich, ist das wirklich nötig???

  • Marco am 23.10.2019 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Werbeanrufe

    Stopt diese Werbeanrufe. Gewisse Krankenkasse sind günstig aber bieten 0 Leistung und verschwinden dann sogar wieder. Da muss man aufpassen....

  • Reimund am 19.10.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habe ich was vergessen?

    Was es dringend braucht ist ein Gesetz, das vorschreibt jährlich die Kosten aus zu weisen. Kosten der Ärzte, des Pflegepersonals, Physiotherapien, Kuren, Operationen und Verwaltung, aufgegliedert in Kader und Angestelltenkosten.

  • Franz am 19.10.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hinschauen

    Ein Beispiel, Insulinproduktion in Canada und USA 6.- Dollar. Abgabepreis an den Patienten Bsp. Xultophy 211.85

    • Stefan am 23.10.2019 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Umrechnung

      @Geburt in Brasilien, nur ein paar hundert CHF, anstatt tausende Franken. Die Krankenkasse fragt nach, ob die Umrechnung korrekt ist...

    einklappen einklappen
  • Lachsforelle am 17.10.2019 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Licht ins Dunkle

    Wenn man die Löhne der CEO's der KK offen legen würde, viele würden wechseln. Dasselbe übrigens auch bei den Durchführungsorganen der AHV. Da kassen sich ebenfalls Millionen einsparen.