Weinimporte

23. März 2011 14:35; Akt: 23.03.2011 15:09 Print

Schweizer lassen die Korken knallen

Die Krise hat den Schweizern die Partylaune offenbar nicht verdorben. Der Champagner-Konsum hat im vergangenen Jahr massiv zugenommen.

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Die Lust auf Champagner ist in der Schweiz ungebrochen. (Bild: Keystone)

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2010 stiegen die Champagner-Importe um 12,3 Prozent. Mit 5,4 Millionen Flaschen landete die Schweiz damit auf dem 7. Platz unter den Importländern der prickelnden Produkte von Witwe Cliquot und Konsorten.

Beim Konsum des Schaumweins mit garantierter Herkunft nimmt die Schweiz ausserhalb Frankreichs gar den zweiten Rang hinter Belgien ein. Jährlich schlürfen die Schweizer pro Kopf - Babys eingerechnet - 0,7 Flaschen pro Kopf, wie das in Genf ansässige Bureau suisse du champagne am Mittwoch bekannt gab.

Champagner erobert die Schwellenländer

Wichtigster Markt für das Getränk blieb sein Heimatland Frankreich. 58 Prozent des flaschengereiften Weins oder 185 Millionen Flaschen wurden dort abgesetzt, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Rang zwei der Abnehmernationen nimmt Grossbritannien mit 35 Millionen Flaschen ein, das Wachstum betrug hier 16,3 Prozent. Weiter folgen die USA, Deutschland, Belgien, Japan und Italien.

Dem Zauber der quellenden Perlen im Glas verfallen zusehends auch Schwellenländer: Die Exporte nach Russland explodierten 2010 um 87,6 Prozent auf 1,01 Millionen Flaschen. China leistete sich 1,1 Millionen Champagner-Flaschen, ein Wachstum von 89,9 Prozent. Insgesamt wuchsen die Champagner-Ausfuhren um 19,5 Prozent.

Mit ganz genau 319'510'832 ausgelieferten Flaschen in 196 Länder (Frankreich inklusive) kam ein Umsatz von 4,11 Mrd. Euro zustande. Die Anbauregion Champagne, die eifersüchtigst über ihren Namen wacht, realisierte so das viertbeste Jahr in den Annalen.

(qjh/sda)