«Global Wealth Report»

18. September 2019 12:18; Akt: 18.09.2019 14:47 Print

Schweizer sind nicht mehr die Reichsten der Welt

Erstmals sind 2018 die Vermögen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern zurückgegangen.

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Die Einwohner der Schweiz sind weltweit nicht mehr am reichsten. Sie wurden abgelöst von den US-Amerikanern. Erstmals sind 2018 die Vermögen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern zurückgegangen.

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Im Schnitt besitzt jede Person in der Schweiz netto ein Vermögen von 173'800 Euro. Das sind 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Global Wealth Report» des Versicherers Allianz hervorgeht. 2018 wurde noch ein Plus von 7,6 Prozent erzielt.

Von den 53 untersuchten Ländern liegt die Schweiz damit nur noch an zweiter Stelle. An der Spitze des Rankings wurden sie wieder von den US-Amerikanern abgelöst, die durchschnittlich 184'400 Euro auf der hohen Kante haben. Als Grund dafür nennt Allianz allerdings insbesondere den stärkeren Dollar.

Zu den drittplatzierten Singapurern, die auf 100'400 Euro kommen, besteht bereits ein beträchtlicher Abstand. Die Deutschen folgen mit 52'900 Euro erst auf Rang 18.

Rekordhohe Verschuldung

In einer anderen Rechnung sind die Schweizer Haushalte aber immer noch mit Abstand einsam an der Spitze: Die Verschuldung von gut 90'000 Euro wird in keinem anderen Land übertroffen. Das sind 2,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2018 legten die Verbindlichkeiten der Haushalte weltweit um 5,7 Prozent zu.

Die Schuldenstandsquote, welche die Verbindlichkeiten ins Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt setzt, lag damit bei 128 Prozent. Dies ist ein absoluter Spitzenwert: Weltweit sind nur die Dänen und Australier noch stärker verschuldet, der westeuropäische Durchschnitt liegt bei 74,1 Prozent.

Betrachtet man die Entwicklung der Vermögen unter Berücksichtigung der Schulden, zeigt sich ein etwas besseres Bild: Die sogenannten Bruttogeldvermögen haben im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,1 Prozent abgenommen. Damit befinden sich die Schweizerinnen und Schweizer in guter Gesellschaft.

Global schrumpften die Bruttovermögen der privaten Haushalte nämlich ebenfalls um 0,1 Prozent und stagnierten bei 172,5 Billionen Euro. Der Schuldige ist schnell gefunden: 2018 gaben die Aktienkurse weltweit um 12 Prozent nach - was direkt auf die Vermögensentwicklung durchschlug.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die endlose «Brexit-Saga» und zunehmende geopolitische Spannungen forderten ihren Tribut, resümiert die Allianz.

Konvergenz kommt zum Stillstand

Die Bruttogeldvermögen in den Schwellenländern sind sogar um 0,4 Prozent zurückgegangen. Das erste Mal, seit der Report erhoben werde. Massgeblich dazu beigetragen habe die schwache Entwicklung in China, wo die Vermögen um 3,4 Prozent fielen. Aber auch andere wichtige Schwellenländer wie Mexiko und Südafrika mussten 2018 empfindliche Einbussen verkraften.

Dies ist laut Allianz eine bemerkenswerte Trendumkehr. Denn im Durchschnitt der letzten beiden Jahrzehnte lag der Wachstumsvorsprung der Schwellenländer bei 11 Prozentpunkten. Es scheine so, als ob die Handelsstreitigkeiten dem Aufholprozess der ärmeren Länder ein jähes Ende gesetzt hätten. Die Konvergenz zwischen armen und reichen Ländern sei damit zum Stillstand gekommen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S.G am 18.09.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werden wir nie sein

    Das waren wir auch so noch nie, hört endlich mit diesen kindischen Rechnungen auf.

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  • Denker am 18.09.2019 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wo??

    Und wo sind meine 200'000 Franken?

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  • Kerngesund am 18.09.2019 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gsundi

    Reich ist wenn man gesund ist!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 23.09.2019 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer waren nie reich.

    Aber nun sind halt ein paar der ganz Reichen weitergezogen, da man hierzulande seit dem Ende des Bankgeheimnisses seine Kohle nicht mehr so prima vor dem ausländischen Fiskus verstecken kann. Das zieht den Schnitt halt ziemlich runter.

  • Dani am 20.09.2019 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Definieren

    Eure Zahlen sind wertlos, stehen sie so im Raum. Handelt es sich um das steuerbare Vermögen? Was ist mit den PK Geldern und mit der 3. Säule?

  • Alexander Vermietertagebuch Raue am 19.09.2019 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nettovermögen oder Schulden? Was denn nu

    Wie kann man denn durchschnittlich 173'800 Euro Netto(!!!)-Vermögen und gleichzeitig durchschnittlich 90'000 Euro Schulden haben? Beim Nettovermögen sind bereits die Schulden abgezogen. Habe ich etwas überlesen oder versteht der Redakteur einfache, wirtschaftliche Zusammenhänge nicht?

  • Henny Hill am 19.09.2019 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Staub und Spinnweben im Konto

    HAHAHAHHAHAHA im Schnitt hat jeder Schweizer 190'ooo Fr??? Also entweder habe ich gerade nur 30 Franken auf dem Konto oder der Bankomat ist kaputt und da fehlen 4 Nullen

  • Fab am 19.09.2019 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    US / Schwiiz kenner

    Bin 29 und pendle zwischen der Schweiz und den USA. Ich habe in der Schweiz mindestens 20 gute freunde in meinem alter die kaum 170'000 auf der seite haben und in den USA 10 gute freunde die bestimmt keine 180'000 auf der seite haben. PS lebe in Hollywood, Kalifornien und nicht in Iowa oder dem Mid West. Totaler Nonsens

    • Mike am 21.09.2019 12:09 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenkapital

      Wenn Sie sind ein bisschen alter, 170,000 CHF/USD ist nicht so unmöglisch (e.g., Haus Eigenkapital...)

    • J Edgar am 24.09.2019 02:07 Report Diesen Beitrag melden

      Relative Rechnung

      Naja man kann auch ne Querechnung anstellen und sieht, dass es nur wenige Vermögende und sehr Vermögende braucht um diesen Schnitt hinzukriegen. Also 9 die mehr oder weniger nix Erspartes haben und eine Person die 1.5 Millionen hat etc

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