Teuerung steigt stärker

16. November 2018 10:48; Akt: 16.11.2018 11:19 Print

Schweizer verdienen trotz Lohnerhöhung weniger

Die Löhne der Mitarbeitenden mit einem Gesamtarbeitsvertrag sind in diesem Jahr gestiegen. Wegen der Teuerung bleibt davon aber nichts übrig.

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Die Mitarbeitenden mit einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) haben dieses Jahr zwar etwas mehr Lohn erhalten. Davon können sich die Leute aber nicht mehr kaufen: Denn wegen der Teuerung dürften die Reallöhne sinken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.

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Laut der Erhebung des BFS haben die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) in der Schweiz haben für das Jahr 2018 eine nominale Erhöhung der Effektivlöhne (0,9%) und der Mindestlöhne (0,5%) beschlossen. Von der Effektivlohnerhöhung wurden 0,3 Prozent generell und 0,6 Prozent individuell zugesichert.

Weil die Teuerung in diesem Jahr um 1 Prozent zulegen dürfte, dürften die GAV-Reallöhne um 0,1 Prozent sinken, schrieb das BFS.

Nach Wirtschaftssektoren betrachtet zeigen sich Unterschiede. Im Industriesektor betrug das Effektivlohnwachstum 0,8 Prozent. Im Dienstleistungssektor 1,0 Prozent.

Keine Lohnerhöhung in der Staatsverwaltung

Auch in der Branchenbetrachtung ergibt sich ein klar differenziertes Bild. Überdurchschnittliche Steigerungen wiesen Verkehr und Lagerei (1,6%), Erziehung und Unterricht (1,3%), Information und Kommunikation (1%) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (1%) auf.

Schwächer war die Entwicklung in der Baubranche (0,9%), Handel/Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen (0,8%), Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (0,7%) sowie Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren ( 0,6%). In der öffentlichen Verwaltung habe es keine Lohnerhöhungen gegeben.

Von den Effektivlohnanpassungen sind nach Aussagen des BFS etwas mehr als 480'000 Personen betroffen, von den Abschlüssen zu den Mindestlöhnen rund 1,36 Millionen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • payassli am 16.11.2018 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verfälscht

    Das unglücklichste ist, dass die Krankenkassenprämien nicht im Index der Teuerung enthalten ist. Und niemand korrigiert es.

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  • Bea W. am 16.11.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Teuerung ohne Krankenkasse

    Ehrlich bei dem jährlichen Anstieg der Krankenkasse, welche nicht zum Warenkorb zählt, und somit die Teuerung nicht beeinflusst, sinkt in der Realität seit Jahren.

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  • Martin am 16.11.2018 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Seit Jahren...

    Unsere Löhne sinken seit Jahren. Die Teuerung steigt und steigt und steigt, aber mehr Lohne gibt es nicht... Leider erkennen die Firmen nicht, wer Ihre Milliarden verdienen..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • remo am 19.11.2018 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    häää

    wo bitte schön sind die löhne gestiegen. die sind gesungen ja und nicht gestiegen. so sieht die Realität aus. Einheitskasse bei der Versicherung und die Politiker sollen sich nicht einmischen wie letztes mal

  • Ein Leser am 19.11.2018 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Krankenkassenobligatorium aufheben

    Darum sollte das Krankenkassenobligatorium aufgehoben werden, dann würde man sehen das es auch günstiger gehen würde. Denn so drehen wir uns die ganze Zeit nur im Kreis und die Prämien steigen und steigen.

  • Erich Ed. Müller am 19.11.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unseriös

    Die einzige Wahrheit ist, dass sich die Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung in den letzten 20 Jahren halbiert hat. Im übrigen ist die Statistik der Teuerung ein Musterbeispiel von Manipulation. Diese Statistik ist gänzlich unbrauchbar, da die KK nicht berücksichtigt wird. Wäre sie seriös, würde eine Inflation von mehr als 8% angezeigt.

  • anho am 19.11.2018 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    tja, dann gehe ich weiterhin ins Ausland einkaufen... selbst schuld, liebe Arbeitgeber

  • Schweizer Steuerzahler am 19.11.2018 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    2-4 Monate Lohn nur für die Steuer

    Neben dieser Tatsache arbeitet der/die Schweizer/in den ersten 2 bis vier Monate nur für die Steuerzahlungen!!