Gesundheitskosten

08. Dezember 2019 10:13; Akt: 08.12.2019 10:43 Print

Schweizer zahlen doppelt so viel Prämien wie 2000

Die Prämienbelastung in der Schweiz steigt weiter an. Teils wenden Haushalte 14 Prozent ihres Lohns für die Krankenkassenprämien auf.

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Die Krankenkassenprämien sind laut der «SonntagsZeitung» seit Anfang des Jahrtausends deutlich stärker gestiegen als die Löhne und die Prämienverbilligungen.

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Krankenkassenprämien sind ...

Die Zeitung beruft sich dabei auf Berechnungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Für viele Familien werde die Prämienlast mittlerweile unerträglich: Paarhaushalte mit Kindern und einem Einkommen von 60'000 bis 90'000 Franken gäben mittlerweile durchschnittlich bereits 14 Prozent ihres Lohns für die Krankenkassenprämien aus. Dies sei mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2000.

Die Prämienbelastung in der Schweiz steigt weiter an. Können Sie sich die Krankenkasseprämie überhaupt noch leisten? Erzählen Sie hier von Ihrer Situation:

Kantone legt Prämienverbilligungen fest

Dies sei sogar mehr, als der Bundesrat gewollt habe, denn im Jahr 1991 hatte er in der Botschaft zur Revision der Krankenversicherung beantragt, dass die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung KVG acht Prozent des steuerbaren Einkommens nicht übersteigen dürften.

Diesen Antrag hatte das Parlament jedoch abgeschmettert. Seither legen die Kantone die Höhe der Prämienverbilligungen für Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen fest.

Platz 2 im Sorgenbarometer

Der Schweizerischen Gewerkschaftsbund konnte bei seiner Berechnung nur Standardprämien (freie Arztwahl und 300 Franken Franchise) berücksichtigen, da der Bund erst seit dem vergangenen Jahr die Durchschnittsprämien ausweist.

Jedoch wählt nur noch ein Sechstel der Bevölkerung die Standardprämie. Berücksichtigt man die Durchschnittsprämien, gibt eine Familie mit 60'000 bis 90'000 Franken Lohn 11 Prozent des Lohns für die Krankenkassenprämien aus.

Mit 41 Prozent ist das Thema Gesundheit/Krankenkasse die zweitgrösste Sorge der Schweizerinnen und Schweizer, wie das Sorgenbarometer der Credit Suisse zeigt. Nur die Altersvorsorge bereitet den Schweizerinnen und Schweizern noch mehr Kopfzerbrechen.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gastronom am 08.12.2019 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Irrsinn

    KK verstaatlichen. Werbung für Krankenkassen verbieten.

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  • Verena am 08.12.2019 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Krankenkasse

    Hmm ichbin Rentnerin mit einem hohen Einkommen von total Fr. 2900.00... meine Prämie für Kk beträgt Fr. 495.00 pro Monat.. was stimmt hierwohl nicht!?

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  • lucki am 08.12.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    na gut

    danke an die BR Dreyfuss und ihre Sozialingenieure.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lokmo am 08.12.2019 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Einfache Rechnung.

    Mit Krankenkassensystem steigen die Preise, da die Aerzte und Medikamentenfabrikanten wissen, dass die Krankenkassen alles zahlen. Ohne Krankenkassen müssten sie die Preise senken und marktgerechter machen, damit der Patient die Rechnung aus dem eigenen Sack zahlen kann. Jeder sollte jetzt deutlich merken, was besser ist.

  • Anna am 08.12.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ursache

    Unsere lieben Politiker sagen uns einfach nicht die ganze Wahrheit, warum die Kosten explodieren. Ja, wir werden immer älter, Medikamente teurer etc. Aber was glaubt ihr, wer die Prämien unserer Gäste bezahlt?! Das muss ja schön auf uns umgewälzt werden. Dazu zahlen wir auch Selbstbehalte/Franchise. Ebenso natürlich für Sozialfälle und El Rentner. Klar wird das für uns nicht billiger (einfache Rechnung..). Ich kann teilweise verstehen weshalb man uns nicht alle Fakten auf den Tisch legt, könnte ja den sozialen Frieden gefährden. Aber bitte, löst das Problem bei der Ursache.

  • Muger am 08.12.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämt

    Das Wir nur angelogen u ausgeraubt werden, von den Politikern u vorallem von den Bundesräten, ist Uns schon lange bewusst, irgendwie muss man ja vom dummen Volk das Geld aus der Tasche ziehen,. Würden Wir so Arbeiten , kämen Wir ins Gefängnis

  • Peter Schweizer am 08.12.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    10%

    10 % vom Einkommen für alle, Wäre das richtigste

  • Dok-Do95 am 08.12.2019 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Hoher Selbstbehalt

    Bin ich hier der einzige der kein Problem mit dem zahlen der KK hat? Mein Vorteil hier ist das ich kaum zum Arzt muss und so einen hohen Selbstbehalt haben kann und somit eine niedrige Prãmie. Natürlich kann ich auch alle anderen verstehen und sage nicht das ich nicht verstehen kann wenn jemand Probleme hat, dennoch kostet ein Gesundheitssystem wie wir es haben halt Geld.