Wohnträume

26. Februar 2018 05:43; Akt: 26.02.2018 14:04 Print

Die Schweizer zieht es wieder in die Dörfer

Die Stadt ist zum Wohnen nicht mehr angesagt. Fast jeder Zweite träumt von einem Haus auf dem Land, wie eine Studie zeigt.

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Die Landliebe der Schweizer nimmt zu: 40 Prozent der Schweizer möchten in einem Dorf oder auf dem Land wohnen, im Vorjahr waren es noch 33 Prozent gewesen. «Das ist in unserer jährlichen Umfrage ein erstmals auffälliger Trend, der uns selbst überrascht hat», sagt Stefan Heitmann, CEO des Hypothekenvermittlers Moneypark*.

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Sind Sie bereit, für Ihr Traumhaus mehrere Jahre lang zu sparen?

Wo möchten Sie lieber leben? Gehören Sie zum Team Land oder zum Team Stadt? Schreiben Sie uns! Dazu wollen wir natürlich auch wissen, aus welchen Gründen Sie die Stadt oder das Land bevorzugen.

Die Nähe zum Arbeitsplatz sei weniger wichtig geworden, ergab die Studie – der Wunsch nach einer ländlichen Wohnumgebung sei wieder stärker. Der Traum vom Eigenheim in der Stadt, am Stadtrand oder in der Agglomeration ist deswegen rückläufig, wie die repräsentative Studie zeigt: Nur noch 16,3 Prozent (Vorjahr 18,4 Prozent) wollen im Stadtzentrum wohnen und 20,6 Prozent (Vorjahr 23 Prozent) in der Agglomeration. Am Stadtrand zu leben, wünschen sich immerhin noch 22 Prozent.

Der Wunsch nach dem eigenen Haus

Nicht nur der Traum vom Landleben, sondern auch vom klassischen Einfamilienhaus ist wieder attraktiv. Für knapp 44 Prozent der Befragten ist ein eigenes, frei stehendes Haus die beliebteste Wohnform. Noch vor einem Penthouse oder einer Attikawohnung (knapp 25 Prozent) oder einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (rund 15 Prozent).

Ein Garten oder eine Terrasse/Balkon gehören zum Traumhaus dazu. Denn ohne Ort zum Grillieren oder Sünnele können sich mehr als 70 Prozent der Befragten ihr Eigenheim nicht vorstellen. «Das ist für fast alle ein Stück Lebensqualität», sagt Heitmann.

Jeder Dritte spart bis zu 1000 Franken im Monat

Jeder Dritte legt monatlich bis zu 1000 Franken für sein Traumhaus zur Seite, ergab die Studie weiter. Die fleissigsten Sparer sind die 21- bis 32-Jährigen: Gut 20 Prozent von ihnen sparen 1000 Franken oder mehr pro Monat. Bei den 15- bis 20-Jährigen spart jeder Dritte monatlich 700 bis 1000 Franken für sein Traumhaus.

Laut einer Analyse von Moneypark muss ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt acht Jahre lang sparen, um den Traum vom eigenen Heim verwirklichen zu können. Das Alter des durchschnittlichen Immobilienkäufers liegt bei 48 Jahren und ist damit vergleichsweise hoch. In Grossbritannien sind Erstkäufer im Schnitt 27 Jahre alt.

*Tamedia, zu der auch 20 Minuten gehört, ist an Moneypark beteiligt.

(ish)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcel am 26.02.2018 06:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    In der Stadt fühlt man sich langsam im eigenen Land fremd. Plane auch wieder aufs Land zu ziehen.

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  • Hs am 26.02.2018 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen geht doch....

    Würde mich interessieren welche 15 jährigen 700.- bis 1000.- im Monat sparen? Das ganze erstaunt mich, da doch viele reklamieren es bleibe vom Lohn nichts übrig Ende Monat

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  • Franz Glaus am 26.02.2018 06:16 Report Diesen Beitrag melden

    Träume sind Schäume

    Unsere Raumplaner, Grünen und Linken, haben mit der Durchsetzung verschiedener Gesetze dafür gesorgt, dass es schier unmöglich ist, Bauland auf dem Lande zu erhalten. Sieht man sich an, wo diese Couleur selbst wohnt, wird schnell klar, dass sie keine neuen Nachbarn wollen. Das sind auc die, welche Kirchen- und Kuglocken vetbieten, ihren Nachwuchs mit dem Auto zur Schule bringen (oder weil dort unterfordert in eine Privatschule schicken) und die Dorfbevölkerung mit Einsprachen und Rekursen drangsalieren. Wird also für viele ein Traum bleiben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Remo Z. am 27.02.2018 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz und ihre Selbstzerstörung...

    Ja lass uns alle aufs Land ziehen in einem der am dichtesten besiedelten Ländern Europas, so dass die verbleibende Natur noch schneller verschwindet als sie es nicht sowieso schon tut. Ich weiss nicht wie man stolz darauf sein kann, auf dem was wir in der Schweiz "Land" nennen, wohnen zu wollen.

  • Sepp Hitz am 27.02.2018 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Dörfer

    Finde ich gut wenn die Städter aufs Land ziehen. Seit Euch aber im Klaren dass wir auf dem Land wegen Euch kein Kirchengeläute oder Kuhglocken Geläute verbieten. Sonst bleibt besser in der Stadt.

  • Bruno am 27.02.2018 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Realtiät

    Und warum zieht es die Schweizer aufs Land? Weil Wohnraum in den Städten unbezahlbar geworden ist. Das ist die Realität. Wer liebt schon tägliches Pendeln über Stunden?

  • Tomy am 27.02.2018 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    TomTom

    Wie will man sparren wen man zuwenig verdint -Besser wäre, wen die Mieten nicht so hoch wären in der ganzen Schweiz und die Kk und die Steuern dan würde es aufgehen. Aber solang die Reichen nicht anfangen Prozentual gleichfiel Steüerrnn zu zahlen, kann es nicht aufgehn. Solange das bleibt sind wir Moderne-Sklaven und nichts anderes...

  • Kain SPam am 27.02.2018 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    Zitat eines Bekannten der vor der Einschulung der Kinder aus der Stadt aufs Lang gezogen ist: "Wir sind Bildungsflüchtlinge"

    • der Rechte am 27.02.2018 07:35 Report Diesen Beitrag melden

      Falsche Förderung

      Das haben wir eben der sp zu verdanken!!

    • Rechtsverdreher am 27.02.2018 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Falsche Optik?

      Werter Rechter. Das Schulgesetz wird vom Kanton und nicht von den Gemeinden verabschiedet. Inwiefern also eine in einer Gemeinde die Mehrheit besitzenden Parteien Schuld an der Qualität der Schulen sein soll müssten Sie mir genauso erklären wie der wahrscheinlich folgende Einwurf Ihrerseits, die SP sei (mit 19% Wähleranteilen) Schuld an der Migrationspolitik.

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