Mögliche Gehirnembolie

25. Juli 2018 12:37; Akt: 25.07.2018 15:33 Print

Woran starb Ex-Fiat-Chef Marchionne?

Am Mittwoch ist der ehemalige Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne in Zürich verstorben. Italienische Medien spekulieren über die Todesursache.

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Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich ist Sergio Marchionne am Mittwoch im Alter von 66 Jahren gestorben. Das bestätigte Fiat-Chrysler der Nachrichtenagentur SDA. Über die Gründe seines Spitalaufenthalts in der Schweiz gibt es bisher keine offiziellen Statements.

Der ehemalige CEO von Fiat-Chrysler und Ferrari-Präsident soll bei einer Schulteroperation einen irreversiblen Hirnschaden erlitten haben. Das berichtet die italienische Zeitung «Lettera43» unter Berufung auf einen anonymen Insider. Bei der Operation sei es darum gegangen, ein Sarkom in der Schulter zu entfernen. Dabei handelt es sich um eine Form von Krebs.

Unispital gibt keine Auskunft

Bei der Operation, die laut dem Bericht Ende Juni stattfand, habe Marchionne eine Gehirnembolie erlitten. Dabei verstopft sich ein Blutgefäss, was die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigt. Diese Art des Hirnschlags führt in der Regel zu schwerwiegenden Beschädigungen des Gehirns und kann sogar tödlich sein.

Einem Bericht von Larepubblica.it zufolge führten Komplikationen bei der Operation hingegen nicht zu einem Hirnschlag, sondern zu einem Herzstillstand. Nachdem das Spital Marchionne daraufhin auf die Intensivstation verlegt hatte, soll er dann noch einen zweiten Herzstillstand erlitten haben.

Auf Anfrage von 20 Minuten sagte ein Sprecher von Fiat-Chrysler, er könne zu Marchionne keine weiteren Informationen liefern. Die Medienberichte zu Marchionne kommentierte er ebenfalls nicht.

Am Sonntag bestätigte das Unternehmen, dass sich der Topmanager im Unispital in Zürich in Behandlung befinde. Sprecher des Spitals halten sich weiterhin bedeckt und berufen sich auf die Schweigepflicht, was die Patienten anbelangt.

(rkn)