Kaufen statt mieten

27. Januar 2020 17:11; Akt: 27.01.2020 17:11 Print

So billig ist es, in diesen Häusern zu wohnen

von Raphael Knecht - Kaufen ist billiger als mieten – das gilt in der Schweiz derzeit mehr denn je. Der Zinssatz für Hypotheken ist auf einem Allzeittief.

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Der Zins auf Hypotheken ist tiefer denn je – der Top-Satz bei zehnjährigen Hypotheken hat dieses Jahr ein Rekordtief erreicht, wie die Beratungsfirma Moneypark mitteilt: Unter den besten Konditionen bezahlen Hypothekarnehmer derzeit 0,44 Prozent Zins.

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Mit dem Zins sinken auch die monatlichen Kosten für Wohneigentum. Im Vergleich zu Mietobjekten sind sie oft wesentlich niedriger – Voraussetzung ist natürlich, dass man das nötige Kapital hat, um eine tragbare Hypothek überhaupt aufzunehmen.

Monatskosten unter 1000 Franken

Die monatlichen Kosten für ein Einfamilienhaus mit fünf Zimmern betragen je nach Objekt rund 1300 Franken. Das ist gleich viel wie die durchschnittliche Miete in der Schweiz. Wer Wohneigentum sucht und mit etwas bescheideneren Objekten zufrieden ist, hat monatliche Kosten von weit unter 1000 Franken.

20 Minuten hat einige aktuelle Inserate auf Immoscout24.ch analysiert und ausgerechnet, wie hoch die monatlichen Kosten für den Hypothekarnehmer sind. Dabei wird von einer zehnjährigen Festhypothek und einem Zinssatz von 0,44 Prozent ausgegangen. Die Hypothek beträgt jeweils 80 Prozent des Kaufpreises. Die verschiedenen Häuser und ihre Preise siehst du in der Bildstrecke oben.

«Traumzinsen» dank Konkurrenz

Grund für die sinkenden Zinsen ist insbesondere die Konkurrenzsituation, wie Moneypark schreibt. Der stetige Eintritt von neuen, alternativen Hypothekargebern führe zu mehr Margendruck und beschere den Hypothekarnehmern «Traumzinsen».

Das Allzeittief bei den Hypo-Zinsen führt allerdings dazu, dass die Preise von Wohneigentum in die Höhe schiessen, wie es im «Real Estate Focus» der UBS heisst. Der Schweizer Eigenheimmarkt verzeichnete 2019 den stärksten Preisanstieg seit 2014. Auch für dieses Jahr rechnet die UBS mit steigenden Preisen.

Die Folge ist gemäss UBS, dass Interessenten immer mehr Eigenkapital benötigen, um überhaupt eine Hypothek aufnehmen zu können. Zur Bewältigung dieser Anforderungen werden vor allem Erbschaften und Vorsorgegelder genutzt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Lustig am 27.01.2020 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Monatskosten unter 1000 Franken

    Alles schön und gut. Wieso werden im Beispiel Objekte an Orten gezeigt, welche niemanden interessieren? Wie wäre es ein Vergleichsobjekt zu finden, welche in einer etwas beliebteren, oder besser angebundenen Region ist? Leider nicht möglich, da eine alte 3.5 Zimmer Wohnung mehr als 800'000 CHF Kostet. Masslos überteuerter Wohnraum in der Schweiz!

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  • Tommy am 27.01.2020 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das Eigenkapital fehlt?

    Und was nutzt es, wenn man das Kapital nicht hat? Wird immer noch mit 20% Kapital und 5% Zinsen gerechnet..

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  • Jack Pereda am 27.01.2020 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schon so ... aber ....

    Ja ... aber was wenn der Hypozins steigt? Die Bank rechnet zwar schon mit 5%, aber die Bewohner richten sich und ihr Leben auf den viiiiiiel niedrigeren Satz aus. Steigt der Hypozins dann mal, dann heisst es das Leben umstellen, weil nicht mehr so viel Geld für Ferien, Freizeit, Essen, Kleider und sonstige Ausgaben da ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger Müller am 29.01.2020 00:11 Report Diesen Beitrag melden

    Zeit für Veränderung

    Darum sollte im günstigen Zinsumfeld die Pflicht bestehen ordentlich (4-5% jährlich) zu amortisieren. Gleichzeitig solle dafür auch die Tragbarkeit über die Laufzeit von 10Jahren reduziert werden. Wenn dann noch der Eigenmietwert abgeschafft würde, wäre endlich der Anreiz da, indirekt zu sparen und sich so Punkto Wohnen im Alter abzusichern. Hinsichtlich des sinkenden BVG Umwandlungsssatzes wäre das für viele ein etwas mehr gesichertes Alter. Das würde die dann fälligen Sozialleistungen und die groteske Überschuldung vermutlich eindämmen.

  • Freier Mensch am 28.01.2020 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Häuser bezahlt man bar

    und ohne Schulden. Ansonsten lässt man es bleiben.

  • BFm. am 28.01.2020 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Kaufen"

    Die Hochbaubranche hier ist ne reinste Katastrophe im Moment, grösstenteils nur noch Pfusch, dann bisschen schöne Farbe oben drauf und alles wird gut. Mir tun die Leute manchmal Leid die hier zb ne Wohnung für 800.000 abzahlen müssen, wenn ich sehe was da zusammen gebastelt wird. Schickt da besser vorher nen unabhängigen Sachverständigen durch wenn ihr kein Plan habt .

  • THINK am 28.01.2020 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Schulden

    Bleiben ewig bei diesen niedrigem Amortisationsraten. Und Immobilien werden auch alt , wenn dann noch die Lage nicht passt ist der Traum diese Morgen mit Gewinn oder wenigstens zum Einstandspreis zu verkaufen schnell ausgeträumt.Wie auch immer , mag nicht jeder so viel Schulden haben , mit dem Ausblick diese nie los zu werden.

  • Pamsi am 28.01.2020 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr lustig

    diese Beispiele sind ein Witz. Alles Objekte an Orten von denen man weiss, dass sie günstig sind, die selben Objekte in anderer Lage, unbezahlbar. Und mit einem Handwerkerjob und Kindern ist es auch nicht so leicht sich mal 150000 auf die hohe Kante zu legen.