Ärgernis Wechselkurs

21. Juli 2017 05:48; Akt: 21.07.2017 05:48 Print

So kommen Sie günstig zu Feriengeld

Soll ich mit der Kreditkarte bezahlen? Oder doch lieber in der Schweiz Geld wechseln? Einige Antworten zu den kommenden Ferien.

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Griechenland, England oder auch die USA: viele Schweizer weilen während ihrer Ferien im Ausland. Das bedeutet aber auch, dass sie entweder beim Geldwechseln oder beim Bezahlen mit dem Kärtchen Gebühren entrichten müssen. Bis zum Ferienende können so hohe Ausgaben zusammenkommen. Wie schafft man es, unnötige Kosten zu vermeiden? 20 Minuten hat die gängigen Methoden unter die Lupe genommen.

Umfrage
Wie bezahlen Sie im Ausland?
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Insgesamt 3857 Teilnehmer

Bargeld in der Schweiz wechseln
Bei grossen Hauptwährungen wie US-Dollar, Euro oder Pfund gilt die Faustregel, dass es sich meist lohnt, diese bereits in der Schweiz zu wechseln, erklärt Benjamin Manz vom Online-Vergleichsdienst Moneyland.ch auf Anfrage von 20 Minuten. Er rät dabei zum Bezug bei der eigenen Hausbank, da bei Fremdbanken häufig noch eine Gebühr von circa 5 Franken verrechnet wird. Euro können oft sogar am Schweizer Bankomaten abgehoben werden. «Bei Flughafen-Filialen können die Kurse je nach Institut zum Teil etwas ungünstiger sein», so Manz weiter.

Bargeld im Ausland wechseln
Geldwechsel im Ausland lohnt sich manchmal bei weniger verbreiteten Währungen oder wenn man Devisen ins Land mitnehmen muss, weil es dort nur wenige Bancomaten gibt. Manz rät, sich diesbezüglich vorgängig zu informieren. Man sollte sich vor Ort auch immer die Mühe machen, die genauen Kurse zu vergleichen. Wechselstuben sind mit ihren schlechten Kursen nicht selten regelrechte Touristenfallen.

Mit Karte am ausländischen Bancomaten abheben
Meist lohnt es sich, im Ausland am Bancomaten Geld abzuheben. Wichtigste Grundregel: Bargeld aufgrund der Gebühren nie mit der Kreditkarte beziehen, sondern nur mit der Debit-/EC-Karte. Auch sollte man darauf achten, dass der Bancomat nicht von einem Drittanbieter wie Travelex oder Euronet betrieben wird, sondern beispielsweise von einer lokalen Bank. Schliesslich sollte man beim Abheben im Ausland nie auf die dynamische Währungsumrechnung zurückgreifen. Will heissen: Wenn der Automat die Optionen bietet, die Abhebung in Franken oder der Lokalwährung zu belasten, sollte man die zweite bevorzugen.

Im Ausland mit dem Kärtchen bezahlen
Einfache Faustregel fürs Bezahlen mit der Karte ist, dass man kleinere Beträge mit der Kredit-, grössere Beträge mit der Debitkarte bezahlen sollte. Grund: Bei Kreditkarten wird oft ein Prozentsatz zwischen 1,2 und 2,5 Prozent pro Transaktion belastet, bei Debitkarten hingegen ein absoluter Frankenbetrag (zum Beispiel 1,50 Franken). Ausserdem gilt auch hier: Auf die die dynamische Währungsumrechnung sollte man verzichten. Der angebotene Kurs vor Ort ist meistens schlechter als der Kurs des Schweizer Kartenherausgebers.

Payment-Apps wie Apple Pay verwenden
Bei Apple Pay und Samsung Pay ist jeweils eine normale Schweizer Kreditkarte hinterlegt. Es gelten somit die gleichen Gebühren wie bei Benutzung der physischen Karte. Gar nicht verwenden lässt sich im Ausland die Schweizer Bezahlapp Twint. Eine weitere digitale Möglichkeit sind allenfalls noch ausländische Anbieter wie die englische Revolut-App. Bei dieser können Kunden übers Handy günstig Geld wechseln und dieses dann mittels einer mitgelieferten Mastercard ausgeben. Nachteil: «Das Geld muss im Voraus aufgeladen werden (prepaid) und es liegt nicht in der Schweiz, sondern im Ausland», so Manz.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reisender am 21.07.2017 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UBS Flughafen Kloten

    Wir wollten bei der UBS Filiale im Flughafen Zürich Dänische Kronen kaufen. Nach 30 Minuten anstehen, beschied uns die Dame am Schalter, dass ich nicht mit MaestroKarte zahlen könne - nur mit UBS Karte oder Bargeld. Wie uns erging es noch vielen Anstehenden, vor allem Ausländern eelche in Franken wechseln wollten. Nirgends ist etwas entsprechendes angeschrieben. Ich habe mich für diese missrable Dienstleistung geschämt.

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  • Sepp am 21.07.2017 06:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die gute alte Wechselstube

    In einer Schweizer Wechselstube staunt man nur wie man von unseren Banken abgezockt wird. Im Ausland ist es auch meist vorteilhafter zu Wechseln.

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  • nele am 21.07.2017 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geheimtipp

    bei 14 monaten weltreise wurde dies auch für uns zum thema. bei der kreditkarte von der DKB war dieses problem super gelöst. gebrührenfrei geld abheben auf der ganzen welt, nur eventuelle bankomatgebühren kamen dazu (eher selten). googelts mal, es ist echt super.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger am 21.07.2017 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Revolut die gute Alternative

    Geheimtipp: Revolut. Absolut Problemlos und vertrauenswürdig. Geldwechsel zum Börsenkurs live außer an Wochenenden.

    • Supermario am 21.07.2017 19:01 Report Diesen Beitrag melden

      Langweilig

      Bitte keine andernden Schleichwerbungen mehr; auch Revolut-Bezüge sind mit Gebühren zwischen 1% bis 2.5% unterlegt!

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  • Jugendlicher am 21.07.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Travel Cash ist nicht schlecht

    Habe mir eine Travel Cash gekauft, bin jetzt in Japan und ich glaube ich kann bei mehr Banken abheben als mit meiner normalen EC Karte (würde mit meiner nie im Ausland abheben) Das Problem in Japan ist, dass man aufpassen muss welche Karten akzeptiert werden. Selbst wenn Travel Cash eine Master Card ist, kann ich nicht überall abheben oder bezahlen. Und Geld wechselt man nicht erst am Flughafen, sondern vorher, sollte man wissen, oder? Auch wenn es evt. ein paar Fränkli mehr kostet, aber ihr macht sicherlich Ferien in einem 4 Sterne Hotel, also könnt ihr euch das auch noch leisten....

  • Roman am 21.07.2017 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung bei ATM-Bezug im Ausland

    Zusätzlich zur Bezugspauschale des Schweizer Kartenherausgebers/CH-Bank verlangt die ausländische Bank am ATM nochmals bis zu 7.- CHF pro Bezug. Das macht dann 10.- bis 12.- CHF pro Bezug (Kursverlust nicht eingerechnet).

    • Supermario am 21.07.2017 19:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Roman

      Ja, ist so. Darum hebe ich immer möglichst viel (ist in der Regel auch nicht mehr als 300 bis 400 Franken) pro Vorgang ab. Kleinbeträge sind tatsächlich mit horrenden Gebührensätzen unterlegt.

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  • S.Kritischer am 21.07.2017 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Postfinace

    Ich habe über 25000 auf meinem Post Konto und somit kann ich auf der ganzen Welt gebührenfrei Geld abheben.Das fast an jedem Bankomaten und erst noch zu einem guten Kurs....

    • Supermario am 21.07.2017 14:54 Report Diesen Beitrag melden

      Vielleicht

      Mag gebührenfrei sein; die wirklich Kosten reflektieren sich aber insbesondere im Wechselkurs!

    • Japanreisender am 21.07.2017 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Doofe Frage

      Sind Sie sich da sicher? Ich nicht ^^ Ich meine auf fast allen Bankomaten der Welt? Really? Also 7 Bank geht ja, aber die wirklich Japanischen Banken, nie im Leben ^^ Aber bei der 7Bank kann jeder abheben, mit fast jeder Karte ist es da möglich... Bei den wirklich Japanischen Banken, ohne möglichkeit auf Englisch ect. zu drücken, kann man meist nur mit Japanischen Karten abheben :) Also in Japan nur bei einer bestimmten Bank :D In Tokyo gibt es die überall, in Kyoto am Bhf :D

    • Supermario am 21.07.2017 18:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Japanreisender

      In Thailand kommt auch zuerst ein Thai-Menü; wenn Du weisst welche Taste dann auf English umschaltet, ist es hoffentlich geritzt :-)

    • Japanreisender am 22.07.2017 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Supermario

      Es gibt Bankomaten, die nur auf Japanisch sind und NUR Japanische Karten annehmen :) Thailand ist nicht Japan... Oder gehört die Schweiz etwa zu Deutschland?

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  • Spyy83 am 21.07.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht ganz korrekt

    so schlecht ist der dynamische wechselkurs gar nicht. nur seit praktisch alle schweizer kreditkartenherausgeber bei bezahlung in CHF im ausland die transaktiongebühren erheben, lohnt es sich nicht mehr. vorher war dieser dynamische wechselkurs meist besser.