Vergleich

09. Mai 2019 07:00; Akt: 09.05.2019 09:59 Print

So extrem unterscheiden sich die Mieten in Städten

Je nach Ort sind Wohnungen in der Schweiz teurer. Ein Vergleich zeigt: Je nach Stadt und Wohnungsgrösse sind die Mieten fast doppelt so hoch.

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Wer in Zürich oder Genf wohnt, zahlt für die gleiche Fläche wesentlich mehr als in anderen Schweizer Städten. Comparis hat die Medianmieten in den zehn grössten Städten verglichen.

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Die schweizweit teuerste Stadt ist demnach Genf mit einer Medianmiete von 2680 Franken im Monat für eine 3,5-Zimmer-Wohnung. Besonders günstig ist St. Gallen, wo eine vergleichbare Wohnung 1675 Franken kostet.

Bis zu doppelt so hohe Mieten

Je nach Wohnungsgrösse zahlen Mieter sogar fast doppelt so viel, wenn sie etwa in Genf statt in St. Gallen wohnen. Das ist bei einer 4,5-Zimmer-Wohnung der Fall: In Genf beträgt der Median 3820 Franken, in St. Gallen 2004 Franken.

Auf Genf folgen im Ranking Zürich, Lausanne und Basel. Eher günstig sind hingegen ausser St. Gallen auch Lugano und Biel. Das gesamte Ranking sehen Sie in der Bildstrecke oben.

Grund für die krassen Preisunterschiede ist laut Comparis das knappe Wohnungsangebot in Städten wie Zürich und Genf sowie die hohe Zahlungsbereitschaft an diesen Orten. «Sowohl Zürich als auch Genf bietet eine hohe Anzahl an gut bezahlten Jobs, zum Beispiel im Finanzsektor», sagt Frédéric Papp, Finanzexperte bei Comparis.

St. Gallen und Biel weniger attraktiv

Städte wie St. Gallen und Biel seien hingegen weniger attraktive Standorte, was die Preise drücke. In diesen Städten liegen die Leerstandsziffern bei 2,32 beziehungsweise 2,43 Prozent, was weit über dem Schweizer Durchschnitt von 1,62 Prozent ist.

Das kann laut Papp mitunter darauf zurückgeführt werden, dass die aktuellen Mietpreise zu hoch angesetzt sind. Immobilienbesitzer würden mit einer steigenden Nachfrage rechnen und die Wohnungen lieber vorübergehend leer stehen lassen als sie günstiger zu vermieten.

Als Datenbasis für die Auswertung dienten Wohnungsinserate auf Comparis.ch im Zeitraum von Januar 2018 bis Mitte April 2019. Die betrachteten Mietwohnungsgrössen umfassten 2-Zimmer-Wohnungen (45 bis 55 Quadratmeter), 3,5-Zimmer-Wohnungen (75 bis 85 Quadratmeter) und 4,5-Zimmer-Wohnungen (100 bis 110 Quadratmeter).

(rkn)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • a.sch. am 09.05.2019 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    man lebt heute nicht um zu leben

    man lebt heut um rechnungen zu bezahlen. mir tun die niedrig verdienier, familien, alleinerziehen oder alte menschen sehr leid

    einklappen einklappen
  • Wucher am 09.05.2019 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No höcher

    Ihr habt den Kanton Zug vergessen. Da beginnen teilweise 2 einhalb Zwg ab 2200.- Die meisten Vermieter sind nur noch Abzocker

    einklappen einklappen
  • ne am 09.05.2019 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mieten

    dann sollte in jeder stadt einmal der mietverband auf die beine stehen, es wird immer nur reklamiert aber sonst geht nichts und das in jeder stadt

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Benno am 10.05.2019 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    ich gratuliere dem Verfasser, dass er Median- Mieten auf den Franken genau in eine Rangliste stellt! Dies ist eine enorm wichtige Information !

  • Timon am 10.05.2019 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Fakten, keine Emotionen

    Klar gibt es Vermieter, Besitzer und Investoren die gerne an den niemals endenen Wachstum glauben wollen. Wenn man sich aber mit dem UBS Bubble Index auseinandersetzt, weiss man, dass sich dieser die letzten Jahre immer zwischen Risiko und Boom befand. In den letzten 40 Jahren kollabierte der schweizer Immobilienmarkt zwei mal. Es ist nur eine Frage der Zeit.

  • Zug kleiner als Biel am 09.05.2019 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Benschi

    Es geht um die 10 grössten Städte.

  • egal am 09.05.2019 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    da wird wohl m2 und Zustand nicht berücksichtigt.

  • Rheintaler am 09.05.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die junge Generation geht

    Wer möchte schon in SG wohnen? Dort ziehen sowieso alle weg in Richtung Westen. SG hat es verschlafen mit den vielen Grenzer. Nun müssen sie halt jetzt die Kröte schlucken.