Bald sind Ferien

30. Juni 2014 21:45; Akt: 30.06.2014 21:45 Print

So reisen Sie ohne Geldprobleme

Bald beginnen die Sommerferien und damit auch die Vorbereitungen für die geplante Reise in ferne Länder. Mit diesen Tipps werden Sie immer zahlungsfähig sein.

storybild

Nicht in allen Ländern sind Geldautomaten gleich funktionsfähig. (Bild: Keystone/AP/Virginia Mayo)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ganz allgemein gilt: Wenig Bargeld mit sich tragen und für grössere Beträge immer die Karte benutzen. Bargeld in der jeweiligen lokalen Währung hilft sozusagen als Starter. Es kann eingesetzt werden unmittelbar nach der Ankunft etwa für kleinere Anschaffungen, Taxikosten oder Trinkgeld, wie Julian Chan, Pressesprecher des Reisekonzerns Kuoni, der Nachrichtenagentur sda sagte.

Bargeld ist jedoch nicht unproblematisch. Einerseits ist es als Ziel von Taschendieben ein Sicherheitsrisiko. Andererseits kann es - sollte es gestohlen werden - nicht ersetzt werden. Ausserdem ist nicht jede Währung in der Schweiz vor der Abreise auf die Schnelle erhältlich. Viele Bankfilialen halten nur Euro, US-Dollar und britische Pfund.

So auch die Berner Kantonalbank (BEKB). «Weniger gebräuchliche Währungen müssen Kunden bei der Bank bestellen», sagte Manuel Inderbitzin, BEKB-Pressesprecher, auf Anfrage. Am besten sei es, spätestens zwei bis drei Tage im Voraus mit der Bank Kontakt aufzunehmen. Die Bestellung sei sehr unkompliziert per Telefon machbar.

Prepaid-Karten lösen Travel Checks ab

Auf Plastik-Geld kann auf Reisen nicht verzichtet werden. Grössere Beträge zahlen Reisende am besten mit Karte, so der allgemeine Tipp von Reiseveranstaltern und Banken.

Allerdings gibt es auch beim Plastik einige Dinge zu beachten. Inderbitzin macht darauf aufmerksam, dass die Debitkarten in einigen Ländern geblockt werden - «aus Sicherheitsgründen», wie er betont. Kurz vor der Reise müssen die Karten demnach freigeschaltet werden, damit im Ausland an Bancomaten Geld abgehoben werden kann.

Als Alternative empfehlen Reiseveranstalter und Banken die Travel Cash Karte, wie die Prepaidkarten auch genannt werden. Der Vorteil besteht gemäss dem BEKB-Sprecher darin, dass die Karte inklusive Restwert bei Verlust ersetzt wird.

Anderes Land, anderer Mix

Wie der optimale Mix von Reisegeld aussieht, ist letztlich eine Frage der Destination. Reiseveranstalter Kuoni empfiehlt etwa für Asien immer eine Not-Reserve in Bargeld auf sich zu tragen - in lokaler Währung oder US-Dollar. Mittlerweile gibt es laut Kuoni aber selbst an abgelegenen Orten Geldautomaten, wo Bargeld abgehoben werden könne. Die Kreditkarte sollte aber auf keinen Fall fehlen. Sie eignet sich für grössere Beträge sowie Garantien, etwa für die Miete eines Autos.

Anders verhält es sich in Südamerika. Kreditkarten würden nur in grösseren Städten akzeptiert. Deshalb empfiehlt es sich in Südamerika, die Travel Cash Karte mitzunehmen.

In Afrika gibt es grosse Unterschiede. Südafrikareisende zahlen in touristischen Gebieten problemlos mit der Kreditkarte, an Tankstellen kann das Benzin aber in den meisten Fällen nur mit Cash bezahlt werden. In Namibia ist es mit dem Bargeldbezug an Bancomaten schwieriger, wie Kuoni festhält. Bankautomaten seien zwar vorhanden, die Funktionsfähigkeit sei jedoch nicht immer gewährleistet.

(sda)

sentifi.com

20min_ch_app Sentifi Börseneinblicke aus den sozialen Medien