Möbel-Geschäft

03. September 2018 08:25; Akt: 04.09.2018 11:14 Print

So sieht der neue Livique-Laden von Coop aus

Coop präsentiert heute seine neue Möbelmarke Livique. 20 Minuten hat die erste Filiale bei Aarau besichtigt.

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Coop richtet ihr Möbelgeschäft neu aus: Aus Toptip wird Livique. Ein paar Eindrücke aus dem neuen Möbelhaus... Livique setzt auf Personalisierung und Digitalisierung. Nachdem Kunden bereits online Produkte angesehen haben, sollen sie sie dann auch im Laden anfassen können. Im Livique soll es laut Coop 20'000 Artikel in der Ausstellung zu sehen geben. Kunden seien bei der Möbelwahl anspruchsvoller geworden, schreibt Coop in einer Mitteilung. Sie würden ihre Möbel personalisieren wollen. Über 100 Millionen Möbel-Varianten seien bei Livique möglich. Mit Livique will Coop weg von billigen Möbeln. Diese sind jetzt laut Angaben des Unternehmens «qualitativ hochwertig». Die Preise sind damit gestiegen und im mittleren Segment angesiedelt. Der Schweizer Möbelmarkt ist hart umkämpft, was sich auch an den seit Jahren rückläufigen Zahlen zeigt. Zusammen mit dem Lampenshop Lumimart hat Toptip 2017 einen Umsatz von 192 Millionen Franken erzielt. Zehn Jahre zuvor waren es noch 262 Millionen gewesen. Livique wird anstelle der Coop-Möbelhäuser Toptip kommen. Derzeit gibt es 25 Standorte. Toptip ist in die Jahre gekommen. Die Marke wurde vor über 30 Jahren durch Möbel Pfister lanciert und 1994 an Coop verkauft. Coop-Chef Joos Sutter kämpft im Möbelsektor mit rückläufigen Zahlen: Zusammen mit dem Lampenshop Lumimart hat Toptip 2017 einen Umsatz von 192 Millionen Franken erzielt. 10 Jahre zuvor waren es noch 262 Millionen gewesen. Fabrice Zumbrunnen, dem CEO der Migros, geht es ähnlich. Bei seinem Möbelhaus Interio schrumpfte der Umsatz in den letzten 10 Jahren von 287 Millionen Franken auf zuletzt 154 Millionen. Nun erfährt Interio eine Neuausrichtung. Das Leben schwer macht Migros und Coop der Möbelriese Ikea. Im Bild: Ikea-Schweiz-Chefin Simona Scarpaleggia. Im letzten Geschäftsjahr erzielte Ikea mit seinen neun Schweizer Filialen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Franken. Coop-Chef Joos Sutter hat in den letzten Jahren regelmässig neue Konzepte lanciert. Im Bild: Sutter bei der Eröffnung des Coop-Spezialitätenladens Sapori d'Italia im November 2017. Nur wenige Monate zuvor hatte Coop im Bahnhof Zug den ersten Shop der Vegi-Linie Karma eröffnet. Schon wieder einer Eröffnung: 2015 startet Coop das Take-away-Konzept Coop-to-go. Coop-to-go hat eine grosse Expansion hinter sich. Allein 2017 wurden sieben Verkaufsstellen eröffnet. Anfang 2018 zählt Coop-to-go bereits 14 Standorte.

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Coop rüstet im Möbelsektor auf und lanciert eine neue Möbelmarke namens Livique. In Oberentfelden nahe Aarau zeigt der Detailhändler heute die erste Filiale. 20 Minuten ist bei der Eröffnung vor Ort und schaut sich das Konzept an.

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Wie 20 Minuten bereits im Vorfeld der Eröffnung berichtet hat, baut Coop, die aktuell 25 Einrichtungshäuser der in die Jahre gekommenen Marke Toptip in Livique-Wohnwelten um. Livique setzt auf qualitativ höherwertige Möbel sowie ein Konzept mit Digitalisierung und Personalisierung. Konkret sollen sich Kunden ihre Möbel auf Touchscreens selber zusammenstellen und mit einer Virtual-Reality-Brille anschauen können. Die Marke Toptip wurde vor über 30 Jahren durch Möbel Pfister lanciert und 1994 an Coop verkauft.

Sorgen wegen Ikea und Einkaufstourismus

Der Schweizer Möbelmarkt ist hart umkämpft, was sich auch an den seit Jahren rückläufigen Zahlen zeigt. Zusammen mit dem Lampenshop Lumimart hat Toptip 2017 einen Umsatz von 192 Millionen Franken erzielt. Zehn Jahre zuvor waren es noch 262 Millionen gewesen. Verantwortlich dafür sind unter anderem Auslandeinkäufe, Preiskampf und Onlinehandel sowie der sich breitmachende Möbelriese Ikea. Im letzten Geschäftsjahr erzielte Ikea mit seinen neun Schweizer Filialen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Franken.

Ein ähnliches Schicksal wie Toptip ereilte die Migros-Möbelmarke Interio. Bei ihr schrumpfte der Umsatz in den letzten zehn Jahren von 287 Millionen Franken auf zuletzt 154 Millionen. Darum musste auch für die Interio-Filialen eine strategische Neuausrichtung her.

(dob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ExKunde am 03.09.2018 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    neues?

    also im bilderraigen sehe ich nichts neues ausser die namensänderung...coop ist sowie so zu teuer im möbelverkaufsgeschäft.

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  • Pitanga am 03.09.2018 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig aber wahr

    nicht fair, dass die Mitarbeiter es über die Medien erfahren mussten. aber ja, typisch

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  • moni am 03.09.2018 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    möbel

    viel zu teuer!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gabi am 05.09.2018 04:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fachpersonal

    War kürzlich in einem Möbelfachgeschäft im Berner Seeland. Die Beraterin sprach kaum Deutsch und kannte sich auch nicht aus. Am Ende habe ich ein Möbel in Deutschland gekauft, Deutsches Fachpersonal, extrem kompetent und freundlich, 25% günstiger und fertig verzollt nach Hause geliefert. Ohne Fachpersonal funktioniert es nicht und hier wird halt oft gespart.

  • Migu am 05.09.2018 00:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zukunftsmusik

    Das ist die Zukunft Leute. Das ist für die neue Generation gedacht welche mit Handys etc. aufwachsen und nicht für die Alten die eigentlich nichts mehr brauchen. Die haben weit voraus gedacht und das wird sich bei der neuen Generatiom, bei den ganz Kleinen jetzt noch, bewerten.

  • Vermöbelter Kunde am 04.09.2018 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Aus Prinzip Nein

    Ich bin noch nicht im Laden gewesen. Werde ich auch nicht. Aus Prinzip. C..p unterstütze ich nicht. Übrigens, wir bauen unsere Möbel selber. Diese sind nach Mass, nach meiner Möbelierung abgestimmt, auch farblich sowie passt es in unserer Wohnung. Und die sind erst noch robuster.

    • richtige Möbel am 04.09.2018 22:34 Report Diesen Beitrag melden

      hauptsache

      nicht von Ikea. Hauptsache keine Spanplatten. Der Schreiner soll etwas Geld vom Möbel sehen und das Holz sollte einigermassen ungiftig und natürlich sein Meiner Meinung nach ist das Möbel direkt vom Schreiner etwas zu teuer, aber definitiv will ich keine Studenten-discounter-Ikea "Möbel". Das Wohnen muss ein bisschen Niveau haben - nur ein bisschen; ein kleines bisschen genügt. Hier und da etwas nicht-zu-billiges und schon lässt es sich gemütlich darin sein.

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  • Bananenbieger am 04.09.2018 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Dschungel News

    Vor lauter Einkaufsläden und ihre Werbung, sehe ich keine Produkte mehr.

  • Fidibus am 04.09.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Argument

    Was kümmert mich das Geschwätz von Coop. Ich bin und bleibe kein Kunde von denen. Auch in 50 Jahren nicht. Kaufte im Coop das letzte mal ein im Jahre 2009.