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30. August 2018 10:10; Akt: 30.08.2018 19:46 Print

So tickt der typische Schweizer Tesla-Fahrer

von Dominic Benz - Auch hierzulande gibt es viele Autos des US-Herstellers. Doch welche Typen fahren Tesla? Ein Studie gibt Aufschluss.

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Die Krise bei Tesla soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Elektroautos des US-Herstellers beliebt sind. Auch in der Schweiz fahren viele die Fahrzeuge. Doch welche Schweizer kaufen sich ein solches Gefährt? Und wie ticken die Tesla-Fahrer? Das Institut für Konsumentenforschung der Uni St. Gallen hat Tesla-Fahrer aus den 974 Mitgliedern des Swiss Tesla Owners Club (STOC) dazu befragt und die Merkmale aufgelistet:

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• Moderner Robin Hood
Tesla-Fahrer haben zwar keine grünen Strumpfhosen an und kämpfen nicht unbedingt für soziale Gerechtigkeit. «Dennoch trifft der Begriff ‹moderner Robin Hood› auf sie zu, weil sie sich an der Spitze einer innovativen Bewegung sehen, die für alle eine Verbesserung bringen kann», sagt Studienleiter Theo Lieven zu 20 Minuten.

• Vorwiegend männlich
Vor allem Männer stehen auf Tesla. Das zeigt die Geschlechter-Verteilung im STOC. Dort gibt es 866 Männer und 54 Frauen. Die restlichen 54 Mitglieder sind Firmen.

• Gut betucht
Einen neuen Tesla gibt es ab rund 80'000 Franken. Kein Wunder, dass der typische Tesla-Fahrer zu den sogenannten «Arrivierten» der Oberschicht gehört. In diese Gruppe fallen 8 Prozent der Schweizer. Sie sind über 30 Jahre alt, gut gebildet und sind häufig in Chefpositionen tätig. Davon hat rund ein Drittel ein monatliches Haushaltseinkommen von mindestens 9000 Franken.

• Offen für Neues
Gegenüber Neuem zeigen sich Tesla-Fahrer grundsätzlich offen. Das liegt aber laut Lieven in der Natur der «Arrivierten». Dazu gehören auch die Macher, die häufig etwas auf die Beine stellen oder Firmen gründen. «Die Macher sind tendenziell jünger und fahren wahrscheinlich erst einen Tesla, wenn diese erschwinglich sind», so Lieven.

• Weltveränderer
Die Vermutung, dass Tesla-Besitzer besonders umweltbewusst sind, trifft überraschenderweise nicht zu, wie die Studie zeigt. «Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube», so der Studienleiter. Dennoch wollen die Tesla-Fahrer die Welt verändern. Sie sind daher überzeugt, dass sie an der Spitze einer Bewegung stehen, die Abgase und Lärm aus den Städten verbannt, wie Lieven sagt. Das Umweltbewusstsein spiele dabei aber eine untergeordnete Rolle.

• Sehen sich als Pioniere
Viele der Tesla-Fahrer sind Unternehmer oder selbstständig. Da kommt die Karosse gerade recht: Sie bestätigt die Fahrer offenbar in ihrer Rolle als vermeintlichen Macher und Innovator. «Nicht selten halten sich selbst für Pioniere auf ihrem Gebiet», sagt Lieven.

• Grosse Markentreue
Wie die Befragung zeigt: Die Tesla-Fahrer würden die Marke auch fahren, wenn sie doppelt so teuer wäre. Gemäss Lieven ist das aber so, weil es derzeit keine wirklichen Alternativen gibt. Das könnte sich ändern, wenn andere Hersteller mit bezahlbaren und alltagstauglichen Modellen auf den Markt kommen. «Dann wird sich zeigen, ob Tesla-Fahrer eine gleiche Markentreue entwickeln werden, wie es etwa bei Apple-Kunden der Fall ist», so Lieven.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Singular am 30.08.2018 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Nutzlose Umfrage

    Die Umfrage ist das Gegenteil von Repräsentativ, denn es wurden nur FahrerInnen eines bestimmten Clubs dazu befragt. Clubmitglieder sind sich immer sehr ähnlich, sonst wären sie nicht freiwillig zusammen in einem Club. Damit ist dies keine Studie sondern höchstens noch Zeitvertreib von ein paar Schülern.

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  • Joji am 30.08.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Tesla fahren

    Das ist aus meiner Sicht nur eine Frage des Geldes aber keineswegs des Umweltschutzes. Der Umweltfaktor ist gehäuchelt und verlogen.

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  • Totoro am 30.08.2018 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Titel etwas Irreführend

    "So tickt der Schweizer Tesla-Fahrer, der seinem Fahrzeug wegen einem Club beitritt und an Umfragen teilnimmt" müsste die Studie heissen. Ich fahre auch seit 2014 Tesla, fühle mich aber nicht repräsentiert. Ich fahre die Marke nicht, weil ich es für eine Bewegung halte oder denke, dass die Produktion eines 2-Tonnen Autos mit einem 90+kWh Akku zum Umweltschutz beiträgt, sondern einfach nur weil ich es für ein gutes Auto halte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Strom am 31.08.2018 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hans

    Wirklich hochinteressanter und auch aufschlussreicher beitrag!

  • a.forrer@sunrise.ch am 31.08.2018 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Preis und Reichweite

    Ich warte bis sich die Technik und mögliche Vorteile, zB einen tieferenPreis und eine noch höhere Reichweite, durchsetzten. Es muss dann nicht unbedingt ein Tesla sein.

  • R. Berger am 31.08.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Stellt Euch mal vor, vor 100 Jahren...

    Stellt Euch mal vor, vor 100 Jahren hätten sich die Elektroautos durchgesetzt. Und jetzt kommt einer, der will uns ein Verbrennerauto verkaufen: "Man kommt damit etwas weiter als mit dem Elektro. Was? Weitere Vorteile? Äh, nein. Nachteile? Nun gut, statt jeden Morgen vollgeladen loszufahren muss man immer wieder an Tankstellen. Viel mehr Lärm. Gesundheits- und umweltschädigende Abgase. Der komplexere Motor braucht mehr Services und hat mehr Teile, die kaputt gehen können -> mehr Reparaturen. Und man sitzt auf 60 Liter hochexplosivem Treibstoff." Herrje, wer würde so einen Schmarrn kaufen?!

    • R. Berger am 31.08.2018 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      Stellt Euch mal vor... (Teil 2)

      "Hm, ja, ehrlich gesagt hat der Erdölverexplodierer noch weitere Nachteile: Im Vergleich zum Elektro beschleunigt er wie ne lahme Krücke. Und man muss Gänge schalten. Ja, es gibt automatische Getriebe, aber die sind teurer und gehen häufiger kaputt. Nein, vorwärmen im Winter und vorkühlen im Sommer geht nicht. Eigenen Solarstrom oder Ökostrom verwenden? Nein, man kann den Treibstoff nicht wählen. Man kann leider nicht mal einheimisch produzierte Energie nutzen, sondern ist von den erdölexportierenden Regimes abhängig." Nochmals: So ein Schmarrn hätte NULL Chance auf dem Markt!

    • Verbrenner alles andere geht nicht am 31.08.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

      fühle mit euch

      schon witzig wie sich elektro Fans ihren Schmarren schön reden müssen, verstehe ich irgendwie, sie gehören ja auch einer Minderheit von nicht mal 7 % (Bund) an

    • qwert am 31.08.2018 15:59 Report Diesen Beitrag melden

      @R. Berger

      Och Menno R. Berger, das hätte ein sehr interessanter Gedankengang sein können. Aber wenn ich nur schon lese: Benzin = hochexplosiver Sprengstoff...tja, dann weiss ich, dass es nicht mehr als Stammtischgeschwätz ist. Schade, würde jetzt gerne sagen Chance verpasst, aber es scheint gemäss den Daumen dem Niveau zu entsprechen.

    • R. Berger am 31.08.2018 16:06 Report Diesen Beitrag melden

      Sagt einer,Benzin sei nicht explosiv LOL

      @qwert: Ich habe "hochexplosiver Treibstoff" geschrieben. Sie können problemlos eine rauchen, während Sie das Elektroauto laden. Warum sollten Sie dies während des Betankens Ihres Erdölgurglers wohl besser sein lassen?!?!

    • qwert am 31.08.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      @ R. Berger

      Ja, das sage ich in diesem Kontext. Sie können ein brennendes Streichholz in eine TREIBSTOFF-(aber grundsätzlich geht's ja um Benzin, trotz ihrer spitzen Bemerkung) Lache werfen und es wird nix passieren. Ich erspar mir jetzt die chemische Erklärung, das wären wohl Perlen...

    • Range Fahrer am 31.08.2018 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @R. Berger wo passiert was?

      Wenn glühende Zigaretten beim benzin tanken Tankstellen explodieren lassen würde, würden täglich tausende Tankstellen abgehen wie Raketen. In Wirklichkeit explodieren aber Akku Autos in Prozent zu den Verkaufszahlen weit häufiger als es Tankstellen in die Luft jagt. Wir reden von Milliarden pkw zu ein paar hunderttausend Akku Autos weltweit.

    • Dom95 am 31.08.2018 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @R. Berger

      Sie haben aber nicht wirklich Ahnung von Technik und Elektronik....

    • Range Fahrer am 31.08.2018 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @R. Berger

      Sie wissen aber schon das die ottomotren die Elektroautos mit Akku ablösten? Wegen den gleichen Probleme lösten schon vor mehr als hundert Jahren die ottomotoren die Akku Autos ab. Früher wars für 10km Laufleistung pro Tag und Stromknappheit, Akkutechnik. Heute immer noch das selbe aber sicher weniger krass.

    • Benzinfeuerlöscher am 31.08.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @qwert

      Das wusste ich jetzt nicht. Benzin ist also nicht brennbar!!! LOL

    • Range Fahrer am 31.08.2018 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Benzinfeuerlöscher

      Kann, muss aber nicht sein, ohne Sauerstoff und richtiger Zusammensetzung geht auch mit brennendem Zündholz nichts. Chemiestuffe 3. Sekundarklasse 1987.

    • range Fahrer am 31.08.2018 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Benzinfeuerlöscher

      Na ja unsere dorffeuerwehr geht keinem tesla zu nahe bei einem Unfall bevor er nicht nieder gebrannt ist. Oder der Akku schon explodiert ist. Die fürchten die Akku Autos wie der teufel die Kirche.

    • @R.Berger am 31.08.2018 23:51 Report Diesen Beitrag melden

      Grüss Dich Herr Solarlobbyist

      Natürlich hätschelst Du von der Solarlobby die Tesla-Fahrer. Denn die haben zu viel Geld für einen Elektroprotzpanzer namens Tesla. Weniger protzig dafür sinnvoller wäre ein Zoe oder ein Nissan Leaf. Laut Nissan ist der Leaf das weltweit am häufigsten verkaufte Elektroauto. Also gibt es ausserhalb der Schweiz noch vernüftige Ökos und nicht Scheinökos mit Tesla, die sich mit einer grossen Arroganz für Weltverbesserer halten (nicht alle, aber viele der Teslaner). Ja und weil die zu viel Geld haben, Berger drehst Du ihnen auch noch gleich eine Solaranlage an. Das Gift bleibt ja in China...

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  • Markus am 31.08.2018 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt lustig, weiter so

    Zum Teil echt lustige Kommentare und viele Neider. Noch lustiger sind aber Kommentare über Dieselfahrer und ganz sicher ohne einen einzigen Neider.

    • claude am 31.08.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Neider? Worauf soll man denn neidisch sein?

    • @Markus am 31.08.2018 23:54 Report Diesen Beitrag melden

      Lustig die Suisse Solarios

      Ich find dich und deine Angst vor Dieselfahrzeugen ganz lustig. Sind alle in deinem Verband so Scherzkekse wie du?

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  • A. Uto am 31.08.2018 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt? Jetzt wissen wir, dass es

    viel Geld braucht um sich einen Tesla leisten zu können. Und wir wissen jetzt etwas, was wir schon immer vermuteten: in einem Klub will man unter sich sein!! Um die Tesla Fahrer wird ein Image aufgebaut wie anno dato bei den Saab Fahrern (Piloten, Architekten). Und was für ein Nutzen haben wir nun davon? Keinen, sinnlose Umfrage.

    • Fritz am 31.08.2018 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @A. Uto

      Viele haben ein teures Auto, ob sie sich das auch leisten können sei dahingestellt. Dann kommt es noch drauf an, ob man sich über die Automarke definiert.

    • Range Fahrer am 31.08.2018 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz

      Da kenn ich mich gut aus, nur die Automarke zählt. Erst recht bei Autos von nur 100000.-

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