Kaderlohnbericht

26. Juni 2014 11:29; Akt: 26.06.2014 12:51 Print

So viel verdienen die Chefs der Bundesbetriebe

SBB-Chef Andreas Meyer ist Sieger im Lohnranking des Bundes: 2013 bezog er 943'000 Franken – 10 Prozent weniger als im Jahr davor. Mit weniger Lohn muss sich auch die Postchefin begnügen.

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SBB-Chef Andreas Meyer ist der bestbezahlte Angestellte des Bundes. Der Lohn des 53-jährigen Managers betrug im vergangenen Jahr 943'698 Franken. 2012 hatte er rund 90'000 Franken mehr und damit über 1 Million Franken kassiert.

Im Kaderlohnbericht, den der Bundesrat am Mittwoch gutgeheissen hat, wird der tiefere Lohn von Meyer mit der «tieferen Konzernzielerreichung» begründet. Die Regierung hatte sich im März mit der Leistung der SBB nur teilweise zufrieden gezeigt. Bei der Pünktlichkeit der Züge und bei der Kundenzufriedenheit stellte der Bundesrat einen «leichten Rückgang auf hohem Niveau» fest.

Der tiefere Lohn von Meyer ist denn auch auf einen Rückgang bei den variablen Leistungskomponenten, Erfolgsanteilen und Bonifikationen zurückzuführen. Der fixe Lohnanteil des SBB-Chefs lag mit 580'000 Franken hingegen leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Post-Chefin verdiente 767'000 Franken

Meyer ist aber weiterhin das bestverdienende Kadermitglied der bundesnahen Betrieben. Die Konzernleiterin der Post, Susanne Ruoff, verdiente im vergangenen Jahr 766'732 Franken.

Ein Vergleich mit dem Jahr 2012 ist nicht möglich, weil der Lohn für den Vorsitzenden der Konzernleitung wegen der Stabsübergabe von Jürg Bucher an Ruoff damals eine Periode von 15 Monaten umfasste. Ruoffs Lohn lag 2013 aber deutlich unter jenem ihres Vorgängers im Jahr 2011: Bucher hatte damals rund 920'000 Franken verdient.

Mehr Lohn bekam im vergangenen Jahr der Geschäftsführer des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG. Für Urs Breitmeier, der sein Amt am 1. April 2013 antrat, sowie dessen Vorgänger sprangen insgesamt 845'651 Franken heraus. Im Jahr davor waren es noch 754'400 Franken gewesen.

Mehr Lohn für SUVA-Geschäftsleiter

Leicht gestiegen ist im vergangenen Jahr auch der Lohn von SUVA-Geschäftsleiter Ulrich Fricker. Er verdiente 627'642 Franken. Unverändert geblieben ist mit 542'800 Franken der Lohn für den inzwischen abgetretenen Finma-Direktor Patrick Raaflaub.

Der Lohn von SRG-Generaldirektor Roger de Weck lag ihm Jahr 2013 bei 491'670 Franken – rund 18'000 Franken tiefer als im Jahr davor. Der Rückgang ist gemäss Kaderlohnreporting darauf zurückzuführen, dass die Leistungskomponente aus technischen Gründen nur teilweise ausbezahlt worden sei.

Ab 2014 gelten Zielvorgaben

Noch keine Erwähnung im diesjährigen Lohnbericht des Bundesrates fand die Vertretung der Frauen und Landessprachen in den Verwaltungsräten der bundesnahen Betriebe. Dies wird sich ändern: Seit Anfang 2014 gelten die Zielquoten der Regierung, die bis 2020 erreicht sein sollen.

Der Bundesrat hat eine Zielquote von 30 Prozent für beide Geschlechter festgelegt. Ausserdem sollen sich die Verwaltungsräte idealerweise zu 65,5 Prozent aus Deutschsprachigen, zu 22,8 Prozent aus Französischsprachigen, zu 8,4 Prozent aus Italienischsprachigen sowie zu 0,6 Prozent aus Rätoromanen zusammensetzen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Muster am 26.06.2014 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel

    Immer noch viel zu viel, 1/4 Mill. netto würde völlig reichen. Genau wegen diesen höhen Löhnen muss unten immer gespart werden. Das kann und darf nicht sein, diese Zockerei killt unser System früher oder später.

    einklappen einklappen
  • Mike Müller am 26.06.2014 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer bezahlt's ?

    Der Grundlohn geht ja noch so, aber das Verhältnis Fix Var ist in keinem Verhältnis. Frau Leuthard sollte sich dazu mal Gedanken machen. ausserdem gibts ja noch viele weitere Lohnbezüger in diesen Firmen die auch zu hoch besoldet werden. Wer bezahlt's ? Wenn der Chef so viel garniert, garnieren die anderen Kaderstellen auch viel und diese Massse macht einen Riesen Betrag! Kein Wunder wird die SBB immer teurer.

    einklappen einklappen
  • Diegu am 26.06.2014 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte unterscheiden

    Bekommen.... , nicht verdienen !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Visionär am 27.06.2014 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Man bedenke

    Der Arme :-( Das ist aber immer noch ein Monatslohn in der Höhe von einem guten Jahreslohn eines "Normalos"......

  • Diegu am 26.06.2014 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte unterscheiden

    Bekommen.... , nicht verdienen !

  • Ich am 26.06.2014 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Otto

    Vergesst nicht Otthmar Hitzfeld! Der ist auch ein Bundesangestellter und verdient ca. 3,5 Mio pro Jahr!!

  • MaxFresh am 26.06.2014 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal nachdenken

    Diese Löhne sind überhaupt nicht hoch! In der Privatwirtschaft bekommt ein CEO oft das x-fache. Warum sollte ein qualifizierter Manager zu einem komplett unattraktiven Salär für einen Bundesbetrieb arbeiten? Aus Nächstenliebe?

  • Ichwill Freiwählen am 26.06.2014 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lohn Einheitskasse?

    Jetzt wissen wir auch, in welchen sphären ein chef einer einheitskrankenkasse mit seiner aufgeblähten beamten entourage angesiedelt würde...