Konkurs

26. Februar 2011 23:28; Akt: 26.02.2011 23:32 Print

So viel verdienten die Erb-Pleitiers

Aus der Anklageschrift der Zürcher Staatsanwaltschaft geht hervor, wie viel Geld der Milliarden-Pleitier Rolf Erb wirklich bezog. Sein Unternehmen ging 2003 Konkurs.

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Im Jahr 2003 kreiste der Pleitegeier über der Winterthurer Erb-Gruppe. (Bild: Keystone)

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2003 brach die Winterthurer Erb-Gruppe zusammen. SonntagsBlick liegt jetzt die Anklageschrift der Zürcher Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte vor. Darin stehen zum Beispiel die Löhne der Erbs. Von 1998 bis 2003 bezog Rolf Erb als operativer Chef jährlich 1,1 bis 1,2 Millionen. Sein Vater kassierte eine Million, Bruder Christian 500'000 Franken.

Mit der Überschreibung von Schloss Eugensberg und weiteren Vermögenswerte an seine Partnerin und seinen Zwillinge habe er die Gläubiger um 37 Millionen Franken geschädigt, schreiben die Staatsanwälte. Sie erheben Anklage gegen Rolf Erb – wegen «gewerbsmässigem Betrug, Urkundenfälschung und Gläubigerschädigung». Den Banken habe Erb zwischen 1999 und 2002 «nicht ordnungsgemässe» Bilanzen präsentiert.

«Die einzelnen Abschlüsse stellten ein massiv geschöntes Bild der Vermögens- und Ertragslage dar», heisst es in der Anlageschrift. Die wirklichen Zahlen hätten «eine derart schlechte Vermögens- und Ertragslage gezeigt», dass diese Gesellschaften «keine Kreditverlängerungen, geschweige denn neue Kredite» erhalten hätten.

Zu den Geschädigten zählt die japanische Autoherstellerin Mitsubishi. Sie gewährte der Erb Autokredit AG Darlehen für in der Schweiz tätige Autohändler. Damit konnten diese Auto-Einkäufe finanzieren. Rolf Erb habe den Kreditbedarf falsch dargestellt. Auf diese Weise hätte er einen Teil dieser Mittel «zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs der Gruppengesellschaften» einsetzen können. Das soll ein Verlust von 38 Millionen Franken verursacht haben.