Sunrise-Wirrwarr

18. Oktober 2013 14:04; Akt: 18.10.2013 14:18 Print

Speak vous Kauderwelsch?

Westschweizer Sunrise-Kunden fühlen sich nicht ernst genommen. Sie werfen dem Telekomunternehmen vor, schlecht zu kommunizieren. Sunrise spricht von einem Einzelfall.

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Miserabler Kundendienst - so das Urteil der Westschweizer Sunrise-Kunden.

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Miserabler Kundenservice und Briefe in Kauderwelsch: Die Romands echauffieren sich über das Gebaren von Sunrise und fordern, dass sich das Telekom-Unternehmen besser an die Kundenbedürfnisse der Westschweizer anpasst.

Wie «Le Matin» berichtet, erhielt ein Sunrise-Kunde kürzlich ein Schreiben. Darin stand: «Dear Ms…, Thank you very much for your inquiry. Bitte bringen Sie das defekte Gerät zusammen mit dem Kaufbeleg in die Verkaufsstelle zurück.» Und weiter: «Your Sunrise. Technische Unterstützung Privatkunden.» Sprachwirrwarr par excellence.

«Bedauerlicher Einzelfall»

Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Das findet auch Valérie Muster vom Westschweizer Konsumentenschutz. Für sie ist dies lediglich ein weiteres Beispiel dafür, wie mangelhaft der Kundenservice von Sunrise sei – speziell für die Westschweizer Klientel.

Sunrise dementiert: «Beim besagten Brief hat es sich um einen bedauerlichen Einzelfall gehandelt. Den entsprechenden Fehler haben wir analysiert und wir werden sicherstellen, dass so etwas nicht mehr vorkommt», sagt Sprecher Tobias Kistner im Gespräch mit 20 Minuten.

Callcenter in Lausanne

Ein Genfer Kunde berichtet weiter, dass die Sunrise-Hotline inaktiv sei. So habe man keine Chance, Reklamationen zu platzieren. Niemand antworte, niemand spreche adäquat französisch, niemand wolle Verantwortung übernehmen, moniert er.

Sunrise betont derweil, man betreibe ein Callcenter in Lausanne, das die Kundenanliegen aus der Romandie abdecke. «Zudem überprüfen wir genau, wie gut unsere Agenten die Landessprachen sprechen, bevor sie in der entsprechenden Sprache die Hotline bedienen», so Kistner.

(sza)