Elektroauto

05. Januar 2011 16:21; Akt: 05.01.2011 16:39 Print

Spionageskandal erschüttert Renault

Renault suspendierte drei Führungskräfte, die Informationen zum Elektroauto verraten haben sollen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine Affäre um mutmassliche Betriebsspionage erschüttert den französischen Autohersteller Renault. Drei Kaderleute wurden suspendiert. Nähere Angaben machte das Unternehmen zunächst nicht. Es handle sich um «ernste Vorgänge», sagte eine Konzern-Sprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Bisher habe der Konzern keine Anzeige erstattet, fügte sie hinzu.

Den Angaben zufolge gab es bereits im vergangenen August einen ersten internen Hinweis. Die anschliessenden Nachforschungen hätten das Unternehmen veranlasst, drei Führungskräfte zu suspendieren.

Für den mit dem japanischen Nissan-Konzern verbündeten französischen Autohersteller steht viel auf dem Spiel: Die Entwicklung von Elektroautos steht für Renault im Zentrum seiner Strategie der kommenden Jahre.

Elektrogeschäft gehört die Zukunft

Mitte dieses Jahres will das Unternehmen zwei Modelle mit Elektromotoren auf den Markt bringen, das Familienauto Fluence und das kleine Nutzfahrzeug Kangoo Express. Bis spätestens Mitte 2012 sollen zwei weitere Elektro-Modelle folgen.

Renault setzt auf eine wachsende Nachfrage nach Elektroautos, die nach seiner Einschätzung bis zum Jahre 2020 zehn Prozent der Marktanteile ausmachen könnten. Renault-Nissan investiert jährlich rund 200 Mio. Euro in die Entwicklung. Nissan hat sein erstes elektrisches Auto für den Massenmarkt, den Leaf, in den USA und Japan bereits auf den Markt gebracht.

(sda)