US-Notenbank Fed

09. Mai 2014 10:55; Akt: 09.05.2014 10:55 Print

Staatsanleihen-Verkäufe dauern Jahre

Die US-Notenbank Fed sitzt auf einem billionenschweren Berg von Staatsanleihen, die sie zur Stützung der Wirtschaft gekauft hat. Sie wieder loszuwerden, ist gar nicht so einfach.

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Fed-Chefin Janet Yellen: «Der Verkauf der Staatsanleihen benötigt wahrscheinlich fünf bis acht Jahre.» (Bild: Keystone/AP/J. Scott Applewhite)

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Die US-Notenbank Fed wird nach Einschätzung ihrer Vorsitzenden Janet Yellen bis zu acht Jahre benötigen, um sich von den im Zuge der Finanzkrise massenhaft aufgekauften Staatsanleihen wieder zu trennen. Noch hat die Fed zwar erst angekündigt, dass sie den weiteren Ankauf solcher Bonds zurückfahren wird, wann sie die Bestände verringert, ist jedoch noch offen. Wahrscheinlich wird die Fed erst damit beginnen, wenn sie auch wieder die Zinsen erhöht.

«Wenn wir dies machen und wirklich erst dann, wird es wahrscheinlich fünf bis acht Jahre dauern, bis wir wieder auf einem Niveau wie vor der Krise angekommen sind», erklärte Yellen mit Blick auf die inzwischen auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollene Bilanzsumme der Notenbank. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 lag sie bei etwa 800 Milliarden Dollar.

Die US-Notenbank hatte Anfang des Jahres damit begonnen, ihre Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilienpapieren zu drosseln, über die sie lange Zeit jeden Monat 85 Milliarden Dollar in den Wirtschaftskreislauf gepumpt hatte. Die Fed will ihre Konjunkturhilfen im Herbst ganz einstellen und peilt Beobachtern zufolge frühestens Mitte 2015 eine Zinserhöhung an.

SNB hortet riesige Euro-Bestände

Mit einem ähnlichen Problem sieht sich auch die Schweizerische Nationalbank SNB konfrontiert. Zur Verteidigung des Euro-Franken-Mindestkurses haben sich bei der SNB riesige Summen an Euro-Beständen angehäuft. Laut der neusten Bilanz verfügt die SNB über Devisenanlage im Wert von 445 Milliarden Franken. 47 Prozent lauten auf den Euro.

(hoy)