Dieselskandal

11. Juni 2018 11:54; Akt: 11.06.2018 14:48 Print

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Audi-Chef

Der Abgasskandal geht in die nächste Runde. Die Wohnung von Audi-CEO Rupert Stadler wurde bereits durchsucht.

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Audi-Chef Stadler in Shenzhen, China. (5. Juni 2018) (Bild: Keystone)

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Im Dieselskandal ermittelt die Staatsanwaltschaft München jetzt auch gegen den Audi-Chef Rupert Stadler persönlich. Stadler werde seit dem 30. Mai als Beschuldigter geführt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Seine Wohnung wurde demnach am Montag durchsucht.

Auch die Wohnung eines weiteren namentlich nicht genannten Vorstandsmitglieds wurde laut Staatsanwaltschaft durchsucht. Wie Stadler werde diesem Vorstand Betrug sowie «mittelbare Falschbeurkundung» vorgeworfen. Sie sollen Dieselfahrzeuge mit manipulierter Abgasreinigung auf dem europäischen Markt verkauft haben.

Die Zahl der Beschuldigten im Münchner Ermittlungsverfahren gegen Audi steigt damit auf 20. Vergangene Woche hatte das Kraftfahrt-Bundesamt den offiziellen Rückruf von 60.000 A6 und A7 wegen einer manipulierten Motorsteuerung angeordnet. Im April war die Audi-Zentrale in Ingolstadt durchsucht worden. Dabei ging es um manipulierte Diesel-Motoren, die Audi an Porsche geliefert hatte. Beide Marken gehören zum Volkswagen-Konzern.

(sep/afp)

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