England

28. Januar 2020 07:11; Akt: 29.01.2020 21:55 Print

Stadler Rail erhält Auftrag für über 887 Mio. Fr.

Stadler Rail wird 42 Metrozüge nach England liefern. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf umgerechnet 887 Millionen Franken.

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42 Metrozüge wird Stadler Rail nach England liefern. Insgesamt beläuft sich das Auftragsvolumen auf 700 Millionen britische Pfund (circa 887 Mio Franken), wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst. Letztes Jahr im April brachte Peter Spuhler den Zugbauer Stadler Rail an die Börse. Der Kurs dümpelte in den darauffolgenden Wochen mehr oder weniger zwischen 42 und 43 Franken. Dennoch: Sei dem Börsenstart hat der Kurs rund 17 Prozent zugelegt. Laut Hans Peter Schmidlin, Leiter Aktienanalyse bei der Bank Cler, habe sich die Euphorie aber gelegt. «Alle Investoren, die unbedingt Stalder-Aktien kaufen wollten, sind mittlerweile investiert», so der Experte. Daher sei auch das Volumen der gehandelten Aktien seit dem Börsengang immer mehr gesunken. Die Aktien des Thurgauer Zugbauers werden an der Schweizer Börse SIX gehandelt. Es ist der grösste europäische Börsengang seit Jahresbeginn. Für die Angestellten von Stadler Rail gab es Ende Mai gute Neuigkeiten: Sie erhalten mit dem Lohn vom Juni 2019 zusätzlich einen halben bis einen ganzen Monatslohn ausbezahlt. Die rund 8'500 Angestellten profitieren vom geglückten Börsengang des Ostschweizer Zugherstellers. Das Geld stammt vom Hauptaktionär Peter Spuhler selbst. Die Zahlung erfolgt zusätzlich zu den üblichen Bonus-Zahlungen oder dem 13. Monatslohn des Unternehmens. Die Zahlung von insgesamt rund 25 Millionen Franken geht laut dem Bericht zu Lasten der PCS Holding von Spuhler, in welcher der Unternehmer die Beteiligungen an Stadler Rail, Autoneum, Rieter oder Aebi-Schmidt hält. Die Kadermitarbeitenden von Stadler Rail erhalten keine Sonderzahlung. Sie erhalten seit Jahren einen Teil ihres Lohnes in Aktien.

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Der Schienenfahrzeugbauer Stadler Rail hat von der britischen Verkehrsbehörde Nexus den Zuschlag für einen Auftrag über 42 Metrozüge für die nordenglische Stadt Newcastle-upon-Tyne erhalten. Stadler soll dabei auch die Instandhaltung für bis zu 35 Jahre übernehmen.

Insgesamt beläuft sich das Auftragsvolumen auf 700 Millionen britische Pfund (circa 887 Mio Franken), wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst. Allerdings starte nun die Einsprachefrist von zehn Tagen. Die unterlegenen Mitbieter können gegen den Vergabeentscheid also noch rekurrieren.

Netz bedient über 300'000 Einwohner

Erst nach dieser Frist könnten die Verträge rechtskräftig unterzeichnet werden, heisst es weiter. Zu diesem Zeitpunkt wird Stadler daher erneut ausführlich über den Auftrag informieren.

Das Netz von Tyne and Wear Metro, für das die Züge bestimmt sind, bedient nebst der Grossstadt Newcastle-upon-Tyne mit rund 300'000 Einwohnern auch die Gemeinden Gateshead, South Tyneside, North Tyneside sowie Sunderland im Verwaltungsbezirk Tyne and Wear im Nordosten Englands.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alyeska95 am 28.01.2020 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vernünftig

    Nur die SBB war nicht schlau genug, schweizer Züge zu bestellen, und jetzt haben wir den Salat...

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  • Fabian am 28.01.2020 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Fühle mich betrogen

    Und nur wir Schweizer müssen mit diesen Problemkisten der Bombardier herumfahren. Ich hatte z.B. noch nie eine Störung im Turbo von Stadler.

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  • No Fear too am 28.01.2020 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brexit sei dank

    Erste Folge des Brexit für die EU

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Donald Duck am 28.01.2020 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Geld regiert die Welt

    Leider werden seit dem Börsengang viele Aufträge ins Ausland vergeben, die vorher in der Schweiz gefertigt wurden! Geld regiert die Welt! Leider auch bei Stadler!

  • Maledeti am 28.01.2020 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da müsste doch

    die SP aus Prinzip etwas dagegn haben, A) ein Unternehmer der der SVP angehört, B) er wird Reich und das ist doch nicht normal.

  • Eine am 28.01.2020 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Und wo werden diese Züge gebaut? Ich wette in Deutschland.

    • Willi Steiner am 28.01.2020 15:06 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht

      Diese Züge fahren ja auch im Ausland in der Schweiz hat er ja keine Chance.

    • Heinz Maier am 28.01.2020 20:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Eine

      ja und wo ist das problem? der holding (sitz schweiz) werden so auch gelder zufliessen. steuern sowieso. emotionslose kommentare sind fehl am platz

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  • Good am 28.01.2020 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ziel

    Gratuliere an stadler, wir eigenständigen werden zusammen das monster überholen und ein vereinigt es europa kreiren mit eigenen grenzen und souveräniäten und gesetzen und einfacher wirtschaftsraum!

    • Bolä am 28.01.2020 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Good

      Interessantes Konzept. Aber, hatten wir das nicht schon mal in dieser Form?

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  • Artan Oguz am 28.01.2020 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Fühle mich betrogen

    Es ist eine Ausschreibung seitens SBB, Bedarf - Evaluation, jeder Rollmaterialhersteller kann ein Angebot abgeben, Bombardier FV Dosto Neigezug hat am besten abgeschnitten, warauf die Entscheidung viel.. Die Suppe auslöffeln.. Tja..