Fastfood

09. Juni 2015 08:59; Akt: 09.06.2015 12:35 Print

Starbucks rückt McDonald’s auf die Pelle

von Kaspar Wolfensberger - Früher verkaufte Starbucks fast ausschliesslich Kaffee. Mit Sandwiches und Salaten macht die US-Kette jetzt Fast-Food-Lokalen die Kunden streitig.

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Ein unerwarteter Konkurrent macht McDonald's das Leben schwer: Starbucks. Die Kaffeehaus-Kette nimmt zurzeit in aller Welt neue, gesunde Food-Produkte in ihr Sortiment auf. Ein Blick auf die Auslagen in Schweizer Filialen bestätigt: Längst gibt es bei Starbucks nicht nur Kuchen, Donuts oder Muffins, sondern auch Salate, Wraps, Sandwiches, Piadinas oder Bagels. In den USA führt das Kaffeehaus sogar bereits Drive-Thru-Schalter ein, damit die Kunden ihre Kaffees und Sandwiches direkt aus dem Auto heraus kaufen können.

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Für Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs ist daher klar: «Starbucks ist die einzige grosse Food-Kette, die jungen Eltern die Bequemlichkeit des Fast-Foods anbietet, ohne dass sie deswegen ein schlechtes Gewissen haben müssen.» Vor allem dank gesunden Snacks wie Joghurt oder frischen Früchten biete Starbucks eine ausgewogene Ernährung für Kinder, so die Analysten. Dies müsse McDonald’s Sorgen bereiten. Die Zeiten seien vorbei, in denen ein Happy-Meal-Spielzeug gereicht habe, um neue Kunden zu gewinnen.

McDonald's kämpft mit Problemen

Der Burgerbrater McDonald's kämpft tatsächlich mit Problemen. Vegetarische Gerichte und eine ausgeprägte Fitness-Kultur verderben vielen Leuten die Lust auf Big Macs und Milchshakes. Mit einem umfassenden Sanierungsplan versucht der amerikanische Konzern nun zu alter Stärke zurückzufinden. Ob dies gelingt, ist aber fraglich.

Martina Rauch, Dozentin für Marketing an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, teilt die Einschätzung der Goldman-Sachs-Experten grundsätzlich: «Besonders für jüngere Familien ist der Faktor Gesundheit ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines Restaurants, auch wenn es um Fast Food geht.» Allerdings sieht sie in der Erweiterung des Angebots von Starbucks nur begrenzt einen direkten Angriff auf McDonald’s. «Jeder Anbieter entwickelt sich kontinuierlich weiter, um sich den Erwartungen der Kunden anzupassen», so Rauch.

Café als sozialer Treffpunkt

Was junge Eltern bei Starbucks besonders mögen, sei vielmehr das hochwertige Image. Dieses entstehe dank der Betonung der guten Qualität der Produkte. «Die ansprechende Einrichtung der Kaffeebars mit Lounge-Charakter lädt die Kunden ausserdem zum längeren Verweilen ein und macht die Cafés zu einem sozialen Treffpunkt», so Rauch. Für den Markenexperten Stefan Vogler ist genau dies der wichtigste Punkt. «Starbucks hat nichts mehr mit dem herkömmlich-hektischen Fast Food à la McDonald's zu tun», so Vogler zu 20 Minuten.

Allerdings ist auch McDonald’s nicht untätig und reagiert auf die neuen Trends. «Bereits 2008 haben wir unsere Restaurants mit McCafés – separaten Kaffee-Ecken – ergänzt. Und seit diesem Jahr testen wir in 45 Restaurants warmes Frühstück», erklärt Aglaë Strachwitz von McDonald's. Ausserdem baut der Burger-Konzern sein Essensangebot laufend aus. «Neue Salate wie zum Beispiel mit Feta und Melone sowie die Clubhouse Burger mit weniger süssem Brot und viel Salat haben wir ins Angebot aufgenommen», so Strachwitz.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rubi am 09.06.2015 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preise ?!

    Nur die Preise sind jenseits von Gesund.

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  • spätzünder am 09.06.2015 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bin dann mal weg

    trotzdem möchte ich nicht 25 franken für salat und kaffee bezahlen. ich geh jetzt mal kurz in mc, habe noch 10 stutz gefunden.

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  • Zlottl am 09.06.2015 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal und nie wieder

    Ich kann mit Starbucks nix anfangen. Ich will nicht am frühen Morgen nicht gefühlte 100 Fragen beantworten, bis ich zu meinem Kaffee komme. Und dann auch noch horrende Preise bezahlen. Nein Danke.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Selbst Versorgi am 10.06.2015 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst ist der Mann

    Ich habe vor 6 Jahren aufgehört, Kaffee in Restaurants und auch Starbucks zu trinken. Ueberhöhte Preise, Kaffee schlecht und die Wirte sagten damals, dass sie nichts am Kaffee verdienen. Also braue ich meinen guten Kaffee selbst zuhause, fülle ihn in die topschicke Thermosflasche und bin glücklich. Kostet fast nichts.

  • Wyatt am 09.06.2015 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Sarkamusironie

    Als nächstes möchte ich gerne eine Autoversicherung und ein Smartphoneabo im Starbucks kaufen. Wann darf ich damit rechnen?

  • Italo am 09.06.2015 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaffee?

    Also wer Starbucks Kaffee liebt, der hat keine Ahnung von Kaffee. Und Starbucks ist nicht unbedingt eine US-Firma sondern eine Israelische.

  • Christian am 09.06.2015 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Es fehlt allen an Ideen und Umsetzung

    Wiederverwendbare Verpackungen oder essbare z.B Käckebrot, als Schale und darin Salat, dazu noch feinen Kaffee selbstgemacht oder von Kafizentrale bestellt wenn es nicht immer den gleichen Kaffee sein soll. Habe im übrigens nirgends Aktien. Vor allen Abfall technisch ist SB und MD eine Katastrophe. Es fehlt allen an Ideen und Umsetzung. mir fehlt leider das Geld dazu

  • Jan am 09.06.2015 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preis!?

    Ich zahle nicht 10.- für ein Kaffee!