Konsum

05. Februar 2011 14:11; Akt: 05.02.2011 14:19 Print

Starker Franken – Freude herrscht!

von Hans Peter Arnold - Jetzt ist es amtlich: Fast die Hälfte der Schweizer profitiert direkt vom starken Franken - dank Konsum im Euro-Land.

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Viele Schweizer kaufen in Deutschland ein. (Bild: Keystone)

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40 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer profitieren vom schwachen Euro ganz direkt: Sie kaufen im Grenzgebiet ein. Ebenso viele (39 Prozent) freuen sich über günstige Ferien im Euroraum. 11 Prozent nutzen die Schwäche der EU-Währung für Online-Einkäufe im Euro-Raum. Das zeigt eine Umfrage von Demoscope, die 20 Minuten Online vorliegt.

Doch, selbst wer nicht in der Euro-Zone konsumiert, sieht gewisse Vorteile im starken Franken: 5 Prozent der Befragten finden, dass einige Produkte in Schweizer Läden dank günstigen Importen billiger würden.

Verluste auf Euro-Geldanlagen

Die Schweizer Bevölkerung stimmt nicht ins Gejammer der Exportindustrie ein: Ein Drittel der Schweizer sehen aus eigener Erfahrung im starken Schweizer Franken eher Vorteile. Vor allem Deutschweizer, Erwerbstätige und Haushalte mit einem überdurchschnittlichen Erwerbseinkommen freuen sich über die Euro-Schwäche. Für fast zwei Drittel der Befragten halten sich Vor- und Nachteile die Waage oder sie haben bis jetzt persönlich keine direkten Auswirkungen gespürt. Nur 8 Prozent der Befragten sehen tendenziell Nachteile.

Tatsächlich hat der starke Franken für die Schweizer auch Schattenseiten. Am häufigsten erwähnten die Befragten Verluste bei Euro-Geldanlagen (40 Prozent). Weiter nannten sie gebremste Exporte und Verluste von Kunden am Arbeitsplatz (16 Prozent bzw. 6 Prozent).

Nur 17 Prozent rechnet mit tieferem Franken

Die Schweizer sind sich uneins, wie es mit dem Franken weiter geht. 44 Prozent der Befragten glauben, dass der Euro-Frankenkurs dieses Jahr stabil bleibt. Ein Viertel rechnet damit, dass der Franken weiter steigt. Nur 17 Prozent glauben, dass der Franken sinken wird.

Das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Demoscope hat zwischen dem 25. bis 29. Januar 1000 Personen (ab 15 Jahren) in der Deutsch- und Westschweiz telefonisch befragt.