Weniger Umsatz und Gewinn

30. Juli 2014 09:15; Akt: 30.07.2014 12:26 Print

Starker Franken bremst Holcim

Der Zementhersteller unterschreitet bei den Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten klar. Holcim muss nun im zweiten Halbjahr zulegen.

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CEO Bernard Fontana sieht das Kostensenkungsprogramm weiter auf Kurs. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Der starke Franken hat den Umsatz des Zementkonzerns Holcim im ersten Halbjahr stark gedrückt. Der konsolidierte Umsatz sank um 6 Prozent auf 9,06 Milliarden Franken. Der Reingewinn ging gar um fast 15 Prozent auf 485 Mio. Fr. zurück. Im Vorjahr hatte Holcim allerdings durch den Verkauf einer Beteiligung in Australien einen einmaligen Zusatzgewinn erzielt.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) von Holcim sank im ersten Halbjahr um fast 11 Prozent auf 1,63 Milliarden Franken, wie das vor der Fusion mit dem französischen Rivalen Lafarge stehende Unternehmen am Mittwoch weiter mitteilte. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten unterschritten.

Kostensenkungsprogramm auf Kurs

Die Verkaufsvolumen haben sich im ersten Halbjahr erhöht, insbesondere in Nordamerika, Afrika/Naher Osten und Europa, teilte Holcim mit. Der konsolidierte Zementabsatz wuchs um 0,7 Prozent auf 207,7 Mio. Tonnen. Die Zuschlagstofflieferungen legten leicht um 0,2 Prozent auf 69,6 Mio. Tonnen zu und die Transportbetonvolumen gingen um 3,9 Prozent auf 18,1 Mio Kubikmeter zurück.

Holcim bestätigte den Ausblick auf das Gesamtjahr. Für 2014 rechnet der Konzern weiter mit einem organischen Wachstum beim Betriebsgewinn, einer Verbesserung auf operativer Ebene und einem steigenden Zementabsatz. Der Absatz bei den Zusatzstoffen soll sich hingegen flach entwickeln. Das im Frühling 2012 eingeleitete Kostensenkungsprogramm sei weiter auf Kurs und werde seine Ziele erreichen.

Aktie stürzt ab

Die Aktien von Holcim haben nach der Vorlage der Halbjahreszahlen deutliche Kursabgaben verbucht. Analysten zeigten sich enttäuscht von der Geschäftsentwicklung des Zementherstellers im zweiten Quartal.

Die Holcim-Aktien notierten kurz nach 10 Uhr an der Schweizer Börse SIX mit einem Minus von 5,2 Prozent. Der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) gab unterdessen 0,4 Prozent ab.

Der Semesterausweis sei unter den Erwartungen ausgefallen, stellten etwa Analysten von Vontobel fest. Als Grund wird das geringer als erwartete Wachstumsmomentum im zweiten Quartal genannt. Die Kosten für die Restrukturierung und die Fusion mit Lafarge würden einen Grossteil des Verfehlens der Schätzungen der Branchenbeobachter erklären.

(sda)