Zahnimplantate

19. August 2010 08:01; Akt: 19.08.2010 12:25 Print

Straumann legt dank US-Geschäft zu

Anders als bei der Konkurrenz macht sich beim Dentalimplantate-Hersteller Straumann die bessere Wirtschaftslage bereits bemerkbar. Das Unternehmen hat neue Kunden gewonnen und den Umsatz gesteigert.

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Straumann-Mitarbeiter schraubt ein Dentalimplantat in ein Zahnmodell. (Bild: Keystone)

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Insgesamt ist dieser um 2,2 Prozent auf 392,4 Mio. Fr. gewachsen. Ohne Währungseinflüsse würde er um über 4 Prozent höher liegen. Dank Kostenmanagement hat auch der Betriebsgewinn (EBIT) um 5,3 Prozent auf 98,8 Mio. Fr. zugelegt, wie Straumann am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 82 Mio. Franken (-3,1 Prozent).

Straumann bezeichnet das Marktumfeld zwar als nach wie vor schwierig. Während des Abschwungs hätten die hohe Arbeitslosigkeit und das schlechte Konsumklima zu weniger Patientenbesuchen bei den Zahnärzten geführt. Komplexe Behandlungen seien verschoben worden. Doch neueste Zahlen würden nun darauf hindeuten, dass sich der Markt für Zahnersatz langsam erhole.

Neue Produkte

Dass Straumann - anders als Konkurrent Nobel Biocare - davon bereits profitiert, führt das Unternehmen unter anderem auf neue Produkte zurück. Zudem sei in Nordamerika, wo der Nettoumsatz in Lokalwährungen um 8 Prozent zulegte, das Verkaufsteam vergrössert worden, was neue Kunden gebracht habe.

In Europa, wo Straumann fast zwei Drittel des Umsatz erwirtschaftet, betrug das Wachstum in Landeswährungen 3 Prozent. Gut entwickelt hätten sich die Märkte in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Hingegen ging der Umsatz in Italien zurück.

In Asien konnte Straumann unter anderem dank den Bestellungen der regionalen Vertriebspartner zulegen. In der Rezession wurden die Lagerbestände reduziert, was nun zu einer grösseren Nachfrage führt.

Langsamer Aufwärtstrend

Für 2010 gibt sich Straumann darum zuversichtlich: Das Unternehmen erwartet mindestens einen Umsatz auf Vorjahresniveau und trotz grösserer Betriebsaufwände durch neue Produkte eine ebenso hohe operative Marge.

Letzte Woche hatte Nobel Biocare seine Ergebnisse vorgelegt. Das Unternehmen, das etwas teurere Produkte anbietet als Straumann, hat dabei einen um knapp 3 Prozent tieferen Halbjahres-Umsatz von 291 Mio. Euro ausgewiesen. Der in Franken ausgewiesene Semestergewinn ist wegen einmaligen Währungsgewinnen aber um 26 Prozent auf 83,7 Mio. Fr. gewachsen.

(sda)