Erfolgreiches Geschäftsjahr

08. Februar 2011 07:24; Akt: 08.02.2011 11:49 Print

Swatch bricht alle Rekorde

Der Uhrenkonzern Swatch hat seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um satte 41,5 Prozent gesteigert – trotz des starken Frankens.

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Die Swatch Group blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück. (Bild: Keystone)

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Der Uhrenkonzern Swatch hat die Wirtschaftskrise, die 2009 zu einem Umsatz- und Gewinnrückgang geführt hat, mehr als nur überwunden. Nicht nur der Umsatz des Konzerns erreichte 2010 wieder Rekordhöhen, am Dienstag gab Swatch auch einen Rekordgewinn bekannt.

1,08 Mrd. Fr. blieben der Swatch Group Ende des Jahres unter dem Strich übrig. Im Vergleich zu 2009 verdiente der Uhrenkonzern letztes Jahr damit 41,5 Prozent mehr. Hauptgrund für den Gewinnanstieg war eine bessere Auslastung der Produktionskapazitäten, wie die Entwicklung des Betriebsgewinns zeigt.

Dieser kletterte bei einem um 18,8 Prozent höheren Umsatz beinahe 60 Prozent in die Höhe und belief sich auf 1,44 Mrd. Franken, wie Swatch mitteilte. Offensichtlich konnte selbst der starke Franken den Uhrenkonzern mit Sitz in Biel nicht bremsen, auch wenn die Währungssituation sich natürlich negativ auf Umsatz und Gewinn ausgewirkt hat.

Der Aufschwung des letzten Jahres dürfte zudem weiter anhalten: In ihrem Communiqué schreibt die Swatch Group, zu der beispielsweise die Uhrenmarken Tissot, Omega, Longines und Rado zählen, der Aufwärtstrend habe sich im Januar bestätigt. Man blicke daher trotz negativer Währungskonstellation positiv auf die nächsten Monate.

Tatsächlich stösst Swatch in einigen Bereichen der Produktion bereits wieder auf Engpässe. Als positiv habe sich im Aufschwung dagegen die Strategie des Konzerns erwiesen, in der Finanzkrise keine Arbeitsplätze abzubauen, schreibt Swatch weiter. Im vergangenen Jahr wurden 1600 neue Stellen geschaffen. Die Mitarbeiterzahl von Swatch ist damit auf über 25 000 angestiegen.

Umsatz von 10 Mrd. Fr. angepeilt

Neue Stellen wurden einerseits durch den Ausbau der Produktionskapazitäten geschaffen, andererseits aber im Verkauf. Mit dem Ausbau des Verkaufbereichs und mit Werbung und Markenpflege will Swatch nach eigenen Angaben das langfristige Konzernwachstum sichern.

Und da will der Schweizer Uhrenkonzern hoch hinaus: Wie Konzernchef Nick Hayek in den vergangenen Wochen bereits verlauten liess, soll der Umsatz mittelfristig 10 Mrd. Fr. überschreiten. In diesem Zusammenhang stehen auch die Projekte für neue Fabriken in Boncourt und La Chaux-de-Fonds.

Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte für Swatch insbesondere auch der asiatische Markt sein. Letztes Jahr war dieser beim Wachstum des Konzerns tonangebend.

Bessere Margen dank höheren Preisen

Zur Entwicklung des Uhrenkonzerns beigetragen haben überdies nicht nur die Luxusuhren, die weltweit bei den Uhrenmachern für hohe Wachstumsraten sorgen. Gemäss Swatch konnte in allen Preissegmenten ein Wachstum im deutlich zweistelligen Prozentbereich erzielt werden.

Dass nebst dem Umsatz auch der Gewinn deutlich stieg, ist zudem nicht nur auf höhere Produktionsmengen zurückzuführen, sondern auch auf Preiserhöhungen auf gewissen Produkten. Diese hätten zusammen mit diversen Effizienzsteigerungen zu einer besseren Marge beigetragen, teilte Swatch mit.

Eine bessere Marge vermeldet Swatch nicht nur bei der grossen Geschäftssparte Uhren und Schmuck, sondern auch beim Geschäft mit elektronischen Systemen, das rund 7 Prozent des Gruppenumsatzes ausmacht. Dessen Spartenergebnis fiel bei einem Umsatzanstieg von knapp 12 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.

Gruppe schwimmt im Geld

Das Rekordergebnis im 2010 führt auch dazu, dass Swatch förmlich im Geld schwimmt. Mit der hohen Liquidität und der sehr soliden Situation beim Eigenkapital werde der Konzern interessante Chancen zur Erhöhung der Marktanteile zu nutzen wissen, hiess es dazu im Communiqué nur.

Nicht leer ausgehen werden auch die Aktionäre: Die Dividende wird um 25 Prozent auf 5 Fr. je Inhaberaktie und 1 Franken je Namensaktie erhöht. An der Börse gewannen die Aktien am Dienstag an Wert: Kurz nach 11 Uhr lag der Kurs der Inhaberaktien 1,8 Prozent im Plus und entwickelte sich besser als der Leitindex SMI (Swiss Market Index).

(sda)