Hohe Ziele

16. Mai 2012 14:02; Akt: 16.05.2012 18:23 Print

Swatch peilt 8-Milliarden-Marke an

Für das Jahr 2012 hat sich die Swatch Group 8 Milliarden Franken Umsatz als Ziel gesetzt. Swatch-Chef Nick Hayek ist über die Entwicklung der Geschäfte sehr zufrieden.

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Die Swatch Group strebt im laufenden Geschäftsjahr die Umsatzmarke von 8 Mrd. Franken an. «Wir werden 2012 versuchen, diese Marke zu übertreffen», sagte Swatch-Chef Nick Hayek am Mittwoch am Rande der Generalversammlung.

Die Schweizer Uhrenindustrie entwickle sich seit Jahresbeginn weiterhin sehr gut und sei weiter gewachsen. «Ich gehe davon aus, dass die Branche im laufenden Jahr in Lokalwährungen im höheren einstelligen respektive tiefen zweistelligen Prozentbereich wachsen wird», so Hayek weiter.

Dies wäre ein sehr guter Wert für die Industrie, schliesslich könne man nicht erwarten, dass die Branche Jahr für Jahr um 20 Prozent oder mehr wachse. «Denn das wäre eine ungesunde Entwicklung.»

Grössere Wachstumsraten als Konkurrenz

Ob es Swatch gelingt, die Marktentwicklung zu übertreffen, liess Hayek offen. Swatch habe verglichen mit der Konkurrenz in den vergangenen Jahren die grössten Wachstumsraten erzielt. Irgendwann werde es schwierig, diese Entwicklung auf solch hohem Niveau fortzusetzen.

Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek wies an der Generalversammlung auf die Investitionstätigkeit des Konzerns hin. 2011 habe Swatch 2800 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Zahl der Angestellten damit auf 28 000 gesteigert.

Die Präsidentin versprach zugleich, weitere Investitionen in der Schweiz zu tätigen, auch wenn der Franken noch immer überbewertet sei. Allein im vergangenen Jahr habe der Höhenflug des Frankens dem Uhrenkonzern rund 700 Mio. Fr. Umsatz gekostet.

Dynamik im tieferen und mittleren Preissegment

Nick Hayek warnte die Mitbewerber davor, sich nur auf das derzeit sehr gut laufende Segment der teuren Uhren zu konzentrieren. Langfristig komme die Dynamik von den tieferen und mittleren Preisbereichen, wo die Gruppe mit Swatch oder Tissot bereits sehr gut vertreten sei.

Diese Segmente dürften nicht vernachlässigt werden, meinte Hayek. Bereits heute verlagere sich beispielsweise in China das Wachstum auf eher günstigere Uhren. So seien auf dem chinesischen Festland die Absätze mit sehr teuren Uhren zuletzt etwas zurückgegangen, währendem im tiefen und mittleren Bereich starke Wachstumsraten von 50, 60 oder gar 70 Prozent zu sehen waren.

Die Investoren nahmen die Worte der Unternehmensführung positiv auf. Die Swatch-Aktie gewann am Mittwoch bis nach Börsenschluss knapp 2,7 Prozent an Wert und beendete den Tag auf 68,80 Franken. Der Leitindex SMI lag am Ende des Tages mit 0,13 Prozent nur knapp im Plus.

(sda)