Milliardengewinn

04. Mai 2012 07:33; Akt: 04.05.2012 07:55 Print

Swiss Re ist gut ins Jahr gestartet

Das Ausbleiben grosser Katatstrophen hat dem Rückversicherer Swiss Re im ersten Quartal 1,14 Milliarden Dollar Gewinn in die Kasse gespült. Die Schäden waren viel geringer als vorausgesagt.

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Walter Kielholz, VR-Präsident von Swiss Re, spricht am 3. Mai am Symposium St. Gallen vor Studenten und Gästen an der HSG. (Bild: Keystone)

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Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal mit 1,14 Mrd. Dollar einen unerwartet hohen Gewinn eingefahren. Die Resultate des Versicherungsgeschäfts, das Ergebnis aus den Kapitalanlagen sowie das Ausbleiben grosser Katastrophen verhalfen dem weltweit zweitgrössten Rückversicherer zu diesem Jahresstart.

Das erste Quartal des Vorjahres war von der Tsunamikatastrophe in Japan sowie Erdbeben und Überschwemmungen in Neuseeland und Australien geprägt gewesen. Entsprechend musste die Swiss Re damals für hohe Schadenlasten aufkommen und verbuchte so einen Quartalsverlust von 665 Mio. Dollar.

Weniger Schäden als prognostiziert

Im ersten Quartal 2012 waren die Schäden gar geringer als von den Swiss-Re-Experten vorausgesagt. «Wir haben davon profitiert, dass grössere Naturkatastrophenschäden in den ersten drei Monaten dieses Jahres ausblieben», sagte Konzernchef Michel Liès am Freitag gemäss Communiqué. Analysten hatten der Swiss Re rund 650 Mio. Dollar Gewinn vorausgesagt.

Die Katastrophen im Vorjahr hatten aber auch zu Folge, dass die Preise für Rückversicherung gestiegen sind. Die verdienten Prämien der Swiss Re stiegen im Vorjahresvergleich um mehr als ein Fünftel auf 6,2 Mrd. Dollar.

Im verlustreichen Vorjahresquartal hatte die Swiss Re mehr als das Ein-einhalbfache der Prämieneinnahmen für Schadenlasten aufwenden müssen. Im nun schadenarmen ersten Quartal 2012 verdiente die Swiss Re in ihrem Kerngeschäft: Die Combined Ratio - also die Schadenlasten und interne Kosten gemessen an den Prämien - betrug nur noch 84,9 Prozent.

(sda)

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