30 Prozent Ausländer

28. Mai 2019 10:27; Akt: 28.05.2019 12:34 Print

Swiss-Angestellte reisen mit Flugzeug zur Arbeit

Dutzende Piloten und Flugbegleiter pendeln mit dem Flugzeug zur Arbeit an den Flughafen Zürich. Die Reise bezahlen sie selber.

Bildstrecke im Grossformat »
Dutzende Piloten und Flugbegleiter pendeln mit dem Flugzeug zur Arbeit an den Flughafen Zürich. Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals und die Pilotengewerkschaft Aeropers berichten von zahlreichen Fällen. Da die Anreise nicht länger als drei Stunden dauern darf und man beim Pikettdienst sogar innert einer Stunde am Flughafen sein muss, leben viele Angestellten im nahen Ausland. Die Flugzeug-Pendler nutzen dafür das Operation-Center der Swiss, wo rund ein Dutzend Betten stehen, oder teilen sich Unterkünfte in der Nähe des Flughafens. Die Flüge in die Schweiz muss das Personal selber bezahlen. Sie erhalten nur wenige Gratistickets, und die Standby-Option bietet keine Garantie für einen Flugplatz. Der Basislohn der Flugbegleiter liegt zu Beginn bei 3400 Franken. Die Swiss entscheidet in Kürze, ob die Anzahl der Betten im Operation-Center erhöht wird. Erst am Sonntag wurde bekannt, dass die Airline bei Langstreckenflügen auf Mahlzeiten setzt, die in Deutschland produziert werden. Die Swiss verspricht «frische, saisonale Produkte in bester Schweizer Qualität». «Die Hauptmahlzeit der Economy Class auf Langstreckenflügen beziehen wir aus Deutschland», gibt jedoch ein Swiss-Sprecher an. Zudem lasse Swiss etwa vegetarische Speisen im europäischen Ausland produzieren, ... ... im Zürcher vegetarischen Restaurant Hiltl würden die vegetarischen Menüs der Fluggesellschaft lediglich entwickelt. Das Swissness-Versprechen gelte nur für Europaflüge, erklärt ein Sprecher dem «SonntagsBlick».

Zum Thema
Fehler gesehen?

Swissness wird bei der Swiss grossgeschrieben. Die Lufthansa-Tochter versucht sich immer wieder schweizerisch zu inszenieren, doch beim Essen und den Angestellten ist dies nicht immer möglich.

Umfrage
Fliegen Sie mit Swiss?

Wie der «Blick» schreibt, sind 30 Prozent des Personals im Flugzeug Ausländer – nicht alle mit Schweizer Wohnsitz. Dutzende Mitarbeiter, Piloten und Flugbegleiter fliegen mit dem Flugzeug zum Flughafen Zürich. Die meisten davon aus Deutschland.

Anreise darf nicht länger als drei Stunden dauern

Wie viele der Angestellten mit dem Flugzeug nach Zürich pendeln, ist nicht klar. Die Zeitung schreibt von über 100 Personen. Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals und die Pilotengewerkschaft Aeropers berichten von zahlreichen Fällen.

Da die Anreise nicht länger als drei Stunden dauern darf und man beim Pikettdienst sogar innert einer Stunde am Flughafen sein muss, leben viele Angestellten im nahen Ausland. Die Flugzeug-Pendler nutzen dafür das Operation-Center der Swiss, wo rund ein Dutzend Betten stehen, oder teilen sich Unterkünfte in der Nähe des Flughafens. Wie der «Blick» schreibt, wird in Kürze entschieden, ob die Anzahl der Betten im Operation-Center erhöht wird.

Einstiegslohn bei 3400 Franken

Die Flüge in die Schweiz muss das Personal selber bezahlen. Das ist nicht billig, wenn man bedenkt, dass die Angestellten nur wenige Gratistickets erhalten und die Standby-Option, mit der sie auf allfälligen leeren Plätzen mitfliegen dürfen, keine Garantie bietet. Der Basislohn der Flugbegleiter liegt zu Beginn bei 3400 Franken.

(fss)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sanmar am 28.05.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flug zur Arbeit nicht bezahlt?

    Also ich weiss ja nicht wo das Problem ist, aber ich muss den Zug zum Büro auch selber bezahlen...

    einklappen einklappen
  • Alex am 28.05.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Entspannt Euch

    Es ist erfrischend, dass aktuell mal nicht die SBB oder die Lehrer durch den Medien-Kakao gezogen und dem Volke am Pranger vorgeführt werden. Diesmal ist wieder einmal die Swiss an der Reihe. 3-2-1 gebt Vollgas ihr "was-auch-immer-an-der-Reihe-ist"-Basher.

    einklappen einklappen
  • F. Lügi am 28.05.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Swiss Bschiss

    Hat man dann, wenn man die Swissair für ein Trinkeld der Lufthansa schenkt, anstatt den damaligen Chef Bru.... mit dem Verwaltungsrat zur Verantwortung zu ziehen und durch einen tauglichen zu ersetzen. UBS hat man mit 10 fachem Betrag gerettet der für die Swissair nötig gewesen wäre.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bettina am 29.05.2019 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lufthansa-Süd bleibt

    Lufthansa-Süd auch wenn sie sich Swiss nennt. Findet euch mal damit ab dass Zürich ein deutscher Hub ist denn rund 80% der Flüge sind deutsche Airlines.

  • Mickey House am 29.05.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Was mir an der Swiss

    ...am meisten stört, ist, dass sie sich als Swiss bezeichnen darf und das obwohl sie eigentlich Germany ist. Bei den fliegenden Angestellten kann man ein Auge zudrücken. Die sind ja wohl doch nur Sitzplatzfüller

  • Rolf/BSenator am 29.05.2019 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deutsches Personal in Swiss Fliegern stört mich sc

    Wo bleibt die viel gepriesene Swissness. Teilweise empfinde ich es als störend wenn das Kabinenpersonal der Swiss zu 80% aus DE stammt.

    • Bettina am 29.05.2019 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rolf/BSenator

      Und die Geschäftsleitung wohl zu 100% und einem Alibi-Schweizer.

    einklappen einklappen
  • Mr. Green am 29.05.2019 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rasen

    Warum wächst mein Rasen so schnell?

  • Daniel am 29.05.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Klima ?

    Ich würde mich in Grund und Boden schämen. Die können ihren Kindern mal sagen, jawoll ich habe ganz bewusst die Natur zerstört - reiner Egoismus. Pfui.

    • Inspektor Nüssli am 29.05.2019 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel

      Absolut, sehe ich genau gleich. Ich bin seit 20 Jahren arbeitslos, verlasse die Wohnung nur im Notfall vielleicht mal um meine Sozialhilfebezüge abzuheben. Ich kann mit stolz und aufrichtigkeit meinen Kindern erzählen, dass ich das Klima gerettet habe. Bitte mehr von meiner Sorte.

    • @nori am 29.05.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Inspektor Nüssli

      was für eine Ironie....

    einklappen einklappen