«Ja, ich bins»

19. Februar 2011 23:43; Akt: 20.02.2011 12:40 Print

Swisscoms Skandal-Tochter zählt auf Clooney

Hollywood-Star George Clooney wirbt neu für die Swisscom-Tochterfirma Fastweb. Die Kampagne kostet laut Experten wohl 10 bis 20 Millionen Franken.

(Quelle: YouTube)
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«Aber Sie sind doch George Clooney!», ruft die Dame vor dem Colosseum in Rom, als der smarte Herr mit Krawatte aus dem Leitungsschacht auftaucht. Worauf Clooney mit seinem charmanten Lächeln zugibt: «Ja, ich bins.» So beginnt der neuste TV-Spot von Fastweb – der italienischen Tochterfirma der Swisscom, welche zuletzt vor allem mit Korruptionsgeschichten und Millionen-Abschreibern für Aufsehen sorgte.

Mit Hollywood-Star Clooney soll Fastweb ein besseres Image nach den Turbulenzen der letzten Zeit erhalten, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. «George Clooney wirbt seit Januar für Fastweb in drei TV-Spots und im Internet», bestätigt Swisscom-Sprecher Carsten Roetz. Weitere werden folgen. «Die Kampagne soll die Aufmerksamkeit auf Fastweb lenken und die Marke positiv darstellen», sagt Roetz.

Was der Werbespass kostet, wird nicht verraten. Branchenkenner schätzen das gesamte Budget jedoch auf 10 bis 20 Millionen Franken, wovon etwa fünf Millionen Franken an den Schauspieler aus «Ocean’s Eleven» gehen dürften. Für die Swisscom werde Clooney aber nicht werben, sein Engagement ist auf Fastweb begrenzt.

Vor Clooney setzte Fastweb auf den Motorradfahrer Valentino Rossi als Werbepartner. Diese Woche gab Swisscom die Jahreszahlen bekannt, wobei 2010 der Gewinn um 7,1 Prozent auf 1,786 Milliarden Franken gesunken ist. Schuld sind nicht zuletzt die Rückstellungen von 70 Millionen Franken für das Fastweb-Verfahren. Die italienische Staatsanwaltschaft wirft Fastweb und der Konkurrenzfirma Telecom Italia vor, mittels fiktiver Telekomgeschäfte Geldwäsche betrieben und die Mehrwertsteuer hinterzogen zu haben.

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(rub)