Zu wenig Passagiere

09. Juli 2009 15:19; Akt: 09.07.2009 15:26 Print

TGV verteidigt Abbaupläne

TGV-Lyria-Chef Christian Rossi verteidigt den Entscheid seiner Firma, eine der zwei täglichen Direktverbindungen zwischen Bern und Paris zu streichen. Die Kritik der Kantone Bern und Neuenburg weist er zurück.

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«Wir verzichten auf einen Zug, der mit 350 Plätzen nur 120 Passagiere mitführt», sagte Rossi in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Le Temps». Nur eine der beiden täglichen Direktverbindungen sei rentabel.

Es sei zu einfach, hierfür die ganze Schuld der Betreiberfirma zuzuschieben, sagte Rossi weiter. Auch die Kantone müssten ihre Verantwortung übernehmen. Er kritisierte etwa, dass auf dem Schweizer Schienennetz die Bedürfnisse der TGV-Züge an letzter Stelle stünden.

Die Kantone Bern und Neuenburg haben sich Ende Juni gemeinsam gegen den geplanten Abbau auf der Linie Bern-Neuenburg-Paris gewehrt. Die Betreiberin TGV Lyria, eine Tochter von SBB und den französischen SNCF, hatte Anfang Mai die Streichung einer der beiden täglichen Verbindungen angekündigt.

(sda)