Powerwall

03. Dezember 2019 15:48; Akt: 03.12.2019 16:07 Print

Tesla steigt ins Schweizer Batterien-Geschäft ein

Tesla expandiert auch hierzulande ins Geschäft mit Batterien fürs Haus. Damit ist die Schweiz das vierte Land in Europa, in dem die so genannte Powerwall angeboten wird.

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So sieht die neue Powerwall 2 von Tesla aus, die den tagsüber überschüssigen Solarstrom speichern soll. Sie wird inner- oder ausserhalb des Hauses montiert. Kostenpunkt: 7900 Franken. Die zugehörige Hardware kostet 1600 Franken. Die Installation ist nicht inbegriffen. Tesla-Chef Elon Musk macht damit den nächsten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. «Wer 100 Prozent auf Solarstrom setzen und sein Tesla-Elektroauto aufladen will, für den macht der Kauf sicher Sinn», meint Christian Schaffner von der ETH Zürich. Damit könne man die Abhängigkeit vom Stromnetz reduzieren, erklärte Robert Bruchner, Leiter der Tesla-Energiesparte für die deutschsprachigen Länder, am Dienstag vor den Medien in Zürich. Noch ist die Powerwall mit den Massen 1,1 m x 0,755 m x 0,155 m und einem Gewicht von über 120 kg ein Klotz. Zukünftiger technologischer Fortschritt könnte dies ändern. Auch wenn die Anschaffung noch keinen (grossen) finanziellen Vorteil bringt: Tesla macht aus ideologischer Sicht einen wichtigen Schritt. Der Tesla-Chef kann sich freuen: Die Powerwall ist nun auch in der Schweiz erhältlich. Der Stromverbrauch des Haushalts kann mittels zugehöriger App gesteuert werden. So stellt sich Tesla das nachhaltige Eigenheim vor. Eine Krux ist der einphasige Anschluss der Powerwall. Nach Schweizer Standard wird dreiphasig gebaut. «Das ist möglich, sinnvoller wäre es aber, bei Leistungen in dieser Grössenordnung dreiphasig zu bauen», meint Schaffner. Bisher war Tesla in der Schweiz vor allem für seine Elektroautos bekannt. Diese sollen fortan mit gespeicherter Solarenergie aufgeladen werden. Zuletzt sorgte das US-Unternehmen mit dem neu vorgestellten Cybertruck für Aufsehen. Ob sich der Akku durchsetzt, ist nicht zuletzt eine Frage der (Kosten-)Regulierung durch den Bund.

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Die Batterie fürs Eigenheim, die Tesla künftig in der Schweiz verkaufen möchte, wird tagsüber von einer Solaranlage auf dem Dach gefüllt, wenn die Sonnenkollektoren mehr Strom erzeugen, als der Haushalt benötigt. Damit könne man die Abhängigkeit vom Stromnetz reduzieren, erklärte Robert Bruchner, der Leiter der Tesla-Energiesparte für die deutschsprachigen Länder, am Dienstag vor den Medien in Zürich. Denn mit dem Heimspeicher sei der eigene überschüssige Solarstrom auch in der Nacht verwendbar.

Zudem biete die Powerwall eine Notstromversorgung: Bei einem Netzausfall könne ein Teil des Hauses weiter versorgt werden.

Für einen Haushalt mit 130 Quadratmetern schätzt Tesla den Stromverbrauch an einem typischen Tag auf 20 Kilowattstunden (kWh). Die Powerwall bietet voll aufgeladen eine Speicherkapazität von 13,5 kWh.

Absatzziele noch nicht bekanntgegeben

Zeitgleich können maximal 3,6 Kilowatt an Leistung aus dem Speicher abgerufen werden. Damit könnte man 3,6 Waschmaschinen während einer Stunde Wäsche waschen lassen oder 7,2 Tage den Kühlschrank kühlen oder etwa zwei Staubsauger gleichzeitig laufen lassen, rechneten die Tesla-Verantwortlichen vor.

Werde kurzzeitig mehr Energie verbraucht, werde diese aus dem Stromnetz bezogen, hiess es. Ein solcher Heimspeicher kostet hierzulande mit der dazugehörigen Schaltelektronik 9'500 Franken. Für grössere Häuser könne man bis zu 10 Powerwalls miteinander installieren, erklärte Tesla.

Zu Verkaufszahlen wollte Bruchner nichts sagen. Auch die Absatzziele für die Schweiz gebe Tesla nicht bekannt.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Skepticus am 03.12.2019 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Akkus

    Batterien? Es dürfte sich wohl eher um Akkus handeln.

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  • Humboldt am 03.12.2019 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Noch garnichts

    Guckt euch mal die Photovoltaik Ziegel von Tesla an. Da sieht man nicht mal, dass diese Strom herstellen. Dazu sind sie noch ein zigfaches beständiger als normale Ziegel. Tesla ist revolutionär!

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  • JustMe am 03.12.2019 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Oder man kann seinen Tesla

    ein klein wenig nachladen - seltsam, dass es dazu keine Angaben gibt...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus am 08.12.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neu?

    Was soll daran neu sein? Wir haben schon seit 3 Jahren Teslaspeicher verbaut. sie funktionieren einwandfrei.

  • Ch.U.R. am 06.12.2019 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf zu träumen

    Die Powerwall hat eine Kapazität von 13.5 kWh, der Akku von einem Tesla 70 - 85 kWh. Den Tesla vollständig aufladen geht also nicht, die 13.5 kWh würden max. für 70 km reichen, das vollständige Aufladen der Powerwall wird je nach Wetter, mehrere Tage bis Wochen dauern. Übrigens, Sonnenkollektoren produzieren Warmwasser und kein Strom.

  • NIKOLA am 05.12.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Eher PV und nicht Sonnenkollektor

    Kollektoren machen warmes Wasser und PV (Photovoltaik) machen Strom

  • fil am 05.12.2019 07:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch eine alte Idee...

    Geht das überhaupt in der CH? Müssen wir den Solarstrom nicht direkt ins Netz speisen?

  • Nonskeptikus am 05.12.2019 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Im Englischen...

    ... wird das Wort Akku nicht verwendet. Alle Hersteller sprechen immer von der "battery".