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14. Oktober 2017 21:53; Akt: 15.10.2017 05:30 Print

Teure Operation – wie viel muss ich selber zahlen?

Eine grössere Operation steht an – wie viel zahlt die Krankenkasse, und wie viel muss der Patient übernehmen? Der Comparis-Experte rechnet es vor.

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Leser Claudio B. aus Köniz: Letztes Jahr haben bei mir Schmerzen im Kniegelenk begonnen. Jetzt habe ich im Dezember einen Operationstermin in einer Spezialklinik. Mein Arzt sagt, der Eingriff würde von meiner Krankenkasse übernommen, aber anscheinend müsse ich selber noch etwas dazu bezahlen. Wie finde ich heraus, wie hoch die Rechnung für mich sein wird?

Umfrage
Mussten Sie schon einmal eine grössere Operation machen lassen?

Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly: Steht eine Operation an, empfehlen wir, immer erst eine Kostengutsprache von der Versicherung einzuholen, denn Operationen werden von den Kassen nur übernommen, wenn diese in der Krankenpflege-Leistungsverordnung aufgeführt sind. Wer darauf vertraut, dass das Spital die Kostengutsprache schon einholen wird, riskiert am Ende, selber für die Kosten aufkommen zu müssen.

Gehen wir mal davon aus, dass Ihre Operation von der Krankenkasse bezahlt wird: Ganz gratis kommen Sie leider doch nicht weg. Da wäre einerseits die Franchise. Das ist der Betrag, bis zu dem Sie die Kosten selber übernehmen müssen – er liegt je nach Franchise zwischen 300 und 2500 Franken.

Als Beispiel: Sie haben eine Franchise von 2500 Franken, sind zwischen Januar und Dezember schon einige Male beim Arzt gewesen, müssen Medikamente einnehmen und haben sich gegen Hepatitis und Tetanus impfen lassen. Am Ende summieren sich die Gesamtkosten auf 1500 Franken. Weil dieser Betrag unter
den 2500 Franken liegt, müssen Sie die bisher angefallenen Kosten ganz allein tragen.

Angenommen, Ihre Operation im Dezember inkl. vier Tage Spitalaufenthalt kosten 10'000 Franken. Ihr Wohnkanton bezahlt davon 5500 Franken, die Krankenkasse 4500 Franken. Die Kasse verlangt von Ihnen den Restbetrag der Franchise: 2500 – 1500 = 1000 Franken. Hinzu kommt noch der Selbstbehalt
von 10 Prozent vom Betrag, der die Franchise übersteigt (10 Prozent von 3'500 = 350 Franken) plus 15 Franken für jeden Tag, den Sie im Spital verbringen (4 x 15 = 60 Franken). Die Krankenkasse verlangt von Ihnen also eine Kostenbeteiligung von 1410 Franken.

Dieser Inhalt wurde von Comparis.ch erstellt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spirig am 14.10.2017 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach Wahnsinn....

    Wahnsinn....höchste Prämien der Welt....über 10% der Bevölkerung kann diese nicht mehr bezahlen...und dann muss man immer noch einen Teil der Kosten selber berappen...und das immer mehr...Jahr für Jahr.....

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  • Don Logan am 14.10.2017 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbehalt

    Selbst einen Bruchteil der Kosten für eine grössere Operation könnten gravierende Folgen haben und den einen oder andern in einen finanziellen Engpass treiben.

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  • Edith am 14.10.2017 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel jetzt

    Dieses Beispiel mit der Franchise und dem Selbstbehalt ist in dem Artikel völlig kompliziert erklärt!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Was Wird Das Nur Werden am 15.10.2017 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft?!

    Es geht doch eher darum das die Kosten die verrechnet werden im Spital oder Arzt Besuch immer mehr steigen Teure Medikamente verschrieben werden statt günstigere Varianten Am Ende zahlen wir alle nur deshalb so viel und irgentwann kann es keiner mehr zahlen !! Was ist dann???????

  • Mary Rüdi am 15.10.2017 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unangebracht

    Die 15 im Tag finde ich eine Frechheit. Trat am späten Vormittag ein ( nur Nachtessen) und konnte am nächsten Tag um 9 Uhr gehen (nur Frühstück) und musste 60. bezahlen. Einfach nur Abriss

  • Ramona am 15.10.2017 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    nur ein halber Wahnsinn

    Spirig - die KK-Kosten können manche nicht bezahlen, aber für Handy, Ferien, Zigaretten und Alkohol zu viel Klamotten reicht es allemal. Es sind wohl einfach diejenigen "alten", die ihr Leben lang keine Hilfe bekommen haben, die dann diese Summe vom Mund absparen. Alle andern verlangen Unterstützung!! So ist es doch!!

    • Caroline R am 15.10.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Zahnarzt kostet auch

      Wer mit Zahnproblemen zu tun hat muss sehr viel mehr selbst zahlen, wieso eigentlich...Trotz Zähne putzen und regelmäßigen Kontrollen kommt s mehr als jemand denkt vor das Zähne geflickt werden müssen ab einem Alter kommen z,B.Implanta dazu...

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  • Steffen am 15.10.2017 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wir bezahlen die höchsten KK Prämien in der ganzen Welt und müssen trotzdem noch bei OP's zuzahlen, auch wenn wir Frainches bezahlen.

  • Joe am 15.10.2017 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Prämie

    Da zahlt man so viel für die Prämie und muss trotzdem noch was selbst zahlen. Im Dland ist das glücklicherweise nicht so