BFS-Zahlen

19. November 2019 10:51; Akt: 19.11.2019 11:56 Print

Einkommen der Haushalte sinkt auf 6984 Franken

Um 140 Franken ist das durchschnittlich verfügbare Einkommen eines Privathaushalts in der Schweiz gesunken. Es beträgt neu 6984 Franken pro Monat.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Schweiz beträgt das durchschnittlich verfügbare Einkommen eines Privathaushalts 6984 Franken pro Monat. Das zeigen die neusten Zahlen des BFS. Ausgewertet wurde das Jahr 2017. Das entspricht einem Rückgang um 140 Franken. 2016 lag das Haushaltseinkommen im Schnitt bei 7124 Franken.

Umfrage
Sind Sie zufrieden mit Ihrem Haushaltseinkommen?

Das Haushaltseinkommen hängt laut den Statistikern stark von der Zusammensetzung des Haushalts ab. Paare mit Kindern wiesen über die Jahre 2015 bis 2017 im Mittel ein verfügbares Haushaltseinkommen von 9787 Franken pro Monat aus, während es bei Einpersonenhaushalten ab 65 Jahren nur 3417 Franken waren, wie das BFS am Dienstag zur Haushaltsbudgeterhebung 2017 mitteilte.

6,5 Prozent vom Bruttolohn für Prämien

Auch innerhalb des gleichen Haushaltstyps gebe es deutliche Unterschiede. So habe das oberste Fünftel der Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren mit 8276 Franken mehr als viermal so viel Einkommen zur Verfügung gehabt wie das unterste Fünftel mit monatlich 1915 Franken.

Die obligatorischen Ausgaben betrugen im Durchschnitt 2933 Franken pro Monat oder knapp 30 Prozent des Bruttoeinkommens, wie das BFS weiter schreibt. Dabei bildeten die Steuern mit durchschnittlich 1155 Franken pro Monat beziehungsweise 11,7 Prozent des Bruttoeinkommens den wichtigsten Posten.

Die Sozialversicherungsbeiträge beliefen sich laut BFS auf 9,5 Prozent des Bruttoeinkommens, die obligatorischen Krankenkassenprämien auf 6,5 Prozent sowie die monatlichen Transferausgaben an andere Haushalte wie etwa Alimente auf 1,9 Prozent.

Wohnen ist der grösste Posten

Über die Hälfte des Bruttoeinkommens wurde gemäss der Statistik für Konsumausgaben verwendet. Dabei waren die Ausgaben für Wohnen und Energie mit rund 1463 Franken oder knapp 15 Prozent des Einkommens der wichtigste Posten. Die Ausgaben für Verkehr beliefen sich laut BFS auf 7,5 Prozent, jene für Gast- und Beherbergungsstätten auf 5,8 Prozent sowie jene für Unterhaltung, Erholung und Kultur ebenfalls auf 5,8 Prozent.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke gaben die Haushalte gemäss der Haushaltsbudgeterhebung im Durchschnitt 636 Franken aus, was 6,4 Prozent des Bruttoeinkomemns entsprach. Dieser Anteil schwankt allerdings im Vergleich zwischen den Haushaltstypen relativ stark.

Während von 2015 bis 2017 die Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren 351 Franken beziehungsweise 5,1 Prozent des Bruttoeinkommens für Esswaren ausgaben, beliefen sich diese Ausgaben auf 1082 Franken beziehungsweise 7,5 Prozent des Bruttoeinkommens bei Paaren mit drei oder mehr Kindern.

(sas/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • W, Schmid am 19.11.2019 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig neben den Schuhen

    60% der Handwerker oder Rentner, wären froh, sie hätten über 5500 Franken netto im Monat. Wer auch immer diese Zahlen ermittelt, sollte zuerst einmal abklären, was heute ein Schreiner, Zimmermann, Metallbauer oder Verkäufer etc monatlich verdient.

    einklappen einklappen
  • Sili am 19.11.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie ist das Möglich

    Ich Schreiner mit knapp 50 Jahren bin deutlich unter diesem Einkommen!?

    einklappen einklappen
  • arno am 19.11.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Statistiken

    Mit dem Geld, welches für Statistiken aufgewendet wird, könnte man vielen Armen helfen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz Gohtsno am 25.11.2019 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    so ein schmarrn...

    Bin erstaunt, dass Banken Chefs und Bundesräte auch nur 6984.-/Monat verdienen! Ich behaupte: statstisch gesehen ist jede 2te Statistik unbrauchbar. Ab in den Rundordner!

  • Peinlich berührt am 21.11.2019 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Meinen Respekt - Ich mach was falsch.

    Wenn ich das hier lese, hab ein schlechtes Gewissen. Ich habe rund Fr. 6100 monatlich ausbezahlt, kein Auto, vor 4 Jahren das letzte Mal günstigen Urlaub im Ausland gemacht, ich esse circa 2x pro Jahr im Restaurant, kaum Ausgang, Shopping nur im Ausverkauf, keinen Extra-Luxus. Keinen Partner, der zum Haushaltsbudget beiträgt, daher Einkommen = Haushaltsbudget. Ich habe einen fixen, nicht extrem hohen Sparbeitrag monatlich eingeplant und zahle in die 3a ein. Ich bewundere Familien, die mit dem Betrag ganze Familien durchbringen - ich würde hier kläglichst versagen. :(

  • Verantwortung am 21.11.2019 00:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tobi

    Wieso regen sich hier nur so viele auf?! Seit Jahren/Jahrzehnte wird stramm bürgerlich gewählt und das Resultat haben wir nun schwarz auf weiss. Ein Blick nach Luzern (Kanton) sollte eigentlich reichen... Solange Wähler Leute und/oder Parteien wählen die 0,0% Interesse am kleinen Mann haben, wird sich die Situation weiter verschlechtern. Übernimmt endlich Verantwortung oder ertragt die Konsequenzen.

  • ErichF. am 20.11.2019 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolute Frechheit

    Ich geh mal davon aus, dass es bei dieser Statistik um die Offenlegung der Löhne des BFS geht alles andere wäre ein Affront gegenüber all den Handwerker - Arbeitnehmer . Mir ist nicht bekannt, dass wir in der Schweiz darauf bestehen können auf ein festgelegtes Grundeinkommen bei der Entlöhnung . Oder mal anders gefragt, wenn dass ein Durchschnittliches Einkommen ist, welches Bindesamt, bezahlt mir die Differenz?

    • Nordkantonler am 21.11.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

      @ErichF.

      Wissen Sie nicht, was ein Durchschnitt ist? Das ist nicht der Lohn, den alle mindestens bekommen, sondern ein mittlerer Lohn: einige sind drüber, andere sind drunter. Wieso sollte Ihnen da jemand die Differenz zahlen?

    einklappen einklappen
  • Dani Lopo am 20.11.2019 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld macht nicht Glücklich

    Geld macht nicht Glücklich. Solange man durch die Runde kommt und sich nicht überschuldet, kann man ein gutes Leben in der Schweiz führen. Gruss ein Forstwart, unterbezahlt.