Auswirkung der Eurokrise

22. Mai 2012 11:09; Akt: 22.05.2012 11:14 Print

Trüber Sommer für den Tourismus

Egal, wie das Wetter ausfallen wird, das Seco rechnet mit einem Rückgang der Hotelübernachtungen in der kommenden Sommersaison. Nur die einheimischen Gäste sorgen für Aufhellung.

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Der starke Franken und die schwache Konjunktur in der Euro-Zone belasten den Sommertourismus mehr als das Wetter. (Bild: Keystone)

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Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.

Einen Hoffnungsschimmer vermitteln den Touristiker noch die einheimischen Gäste. Sie dürften etwas mehr übernachten als noch 2011 (+0,6 Prozent), prophezeien die Konjunkturforscher von Bakbasel gemäss der Seco-Mitteilung.

Weniger Gäste aus Westeuropa

Bei den Gästen aus dem Ausland dürfte die Zahl der Übernachtungen dagegen um 3,4 Prozent zurückgehen. Ausbleiben dürften insbesondere Gäste aus Westeuropa. Die Konjunkturforscher rechnen hingegen mit mehr Touristen aus Asien.

Schon in der Wintersaison 2011/2012 mussten die Hoteliers und Pensionswirte einen empfindlichen Nachfrageeinbruch hinnehmen. Die neueste Schätzung für die im April abgelaufene Saison beziffert das Minus auf 3,2 Prozent. In den Alpen blieben dabei 6 Prozent der Gäste aus.

Bessere Aussichten für 2013/14

Für die Entwicklung macht das Seco die beiden bereits bekannten Gründe verantwortlich: Den starken Franken und die schwache Konjunktur in der Euro-Zone. Mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad darf die Branche nach Seco-Mitteilung erst 2013 rechnen. Zwar dürfte die Frankenstärke weiter drücken, doch die Talsohle sollte dann durchschritten sein.

Nächstes Jahr werde daher die Zahl der Hotelübernachtungen in der ganzen Schweiz rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Dank Nachholeffekten nach fünf mageren Jahren rechnet Bakbasel für 2014 gar mit einem Wachstum von 2,7 Prozent.

Bergbahnen ebenfalls betroffen

Auch die Schweizer Bergbahnen verzeichnen weniger Gäste: Im laufenden Tourismusjahr dürften die realen Verkehrserträge im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 3,3 Prozent zurückgehen.

Vor allem der vergangene Winter sei schwierig gewesen, schreibt das Seco. Nicht nur seien Gäste wegen dem schwachen Euro ausgeblieben, auch das Wetter mit den turbulenten Neujahrstagen und der Kälteperiode im Februar habe ein besseres Resultat verhindert.

Diesen Sommer dürfte die Nachfrage das Niveau aus dem Vorjahressommer ebenfalls nicht ganz halten können. Danach heitern sich die Aussichten aber auf: Für 2013 wird ein Wachstum von 2,9 Prozent prognostiziert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E.B. am 22.05.2012 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es nervt

    Hört doch endlich auf mit dem Gejammer! Damit meine ich auch die Medien! Es liegt nicht nur am Franken, sondern vielmehr an den unverschâmten Preisen. Das betrifft z.B.auch die meisten Campingplätze betrifft, welche das Niveau im nahen Ausland nie erreichen und mind. eine Klasse tiefer ist als angegeben!

  • Hansli am 22.05.2012 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Tourismus

    Natalie Rickli ist daran schuld !! ... die Eurokrise, Griechenland, Spanien, das schlechten Wetter, überteuerten Kaffis, die Deutschen die uns hassen, ... ist alles ihre schuld

  • Der Housi am 22.05.2012 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Trüber Sommer

    Ich mag dieses blöde gejammer der Tourismusbranche schon gar nicht mehr hören. Mit dem kleinen Bürger hat auch niemand bedauern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • E.B. am 22.05.2012 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es nervt

    Hört doch endlich auf mit dem Gejammer! Damit meine ich auch die Medien! Es liegt nicht nur am Franken, sondern vielmehr an den unverschâmten Preisen. Das betrifft z.B.auch die meisten Campingplätze betrifft, welche das Niveau im nahen Ausland nie erreichen und mind. eine Klasse tiefer ist als angegeben!

  • Hansli am 22.05.2012 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Tourismus

    Natalie Rickli ist daran schuld !! ... die Eurokrise, Griechenland, Spanien, das schlechten Wetter, überteuerten Kaffis, die Deutschen die uns hassen, ... ist alles ihre schuld

  • Der Housi am 22.05.2012 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Trüber Sommer

    Ich mag dieses blöde gejammer der Tourismusbranche schon gar nicht mehr hören. Mit dem kleinen Bürger hat auch niemand bedauern.

  • Remo Gerber am 22.05.2012 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Zuhause

    Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr in die Ferien. Wenn ich sehe, wie ich mein Geld verdienen muss,nehme ich mir einen Monat unbezahlt und bleibe Zuhause! Nebeneffekt, weniger Steuern zahlen!