Handelskonflikt

14. Mai 2019 05:00; Akt: 14.05.2019 05:16 Print

Trump gibt sich im Streit mit China optimistisch

Ein Besuch des US-Finanzministers in China werde zum Erfolg führen, ist US-Präsident Donald Trump überzeugt.

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Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schaukelt sich weiter hoch: Ein chinesischer Stahlarbeiter. (Archivbild) (Bild: AFP)

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Trotz Eskalation des Handelskonflikts mit China gibt sich US-Präsident Donald Trump optimistisch. Bei einem Abendessen im Weissen Haus verwies er am Montag darauf, dass Finanzminister Steven Mnuchin jüngst von Handelsgesprächen in China zurückgekommen sei.

«Wir werden Sie in etwa drei oder vier Wochen wissen lassen, ob das erfolgreich war oder nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass es sehr erfolgreich sein wird», sagte Trump.

US-Präsident Trump relativierte zuvor seine Pläne für höhere Zölle auf fast alle verbliebenen Importe aus China. «Ich habe diese Entscheidung noch nicht getroffen», sagte er am Montag vor Reportern. Als nächster Schritt sollen sich bei einer Anhörung im Juni Experten zu dem Vorhaben äussern können.

Die Pläne von Trump sehen höhere Zölle auf Einfuhren aus China im Wert von rund 300 Milliarden Dollar vor. «Das ist eine riesige Menge Geld, die in unser Land kommen würde», sagte Trump und bekräftige damit seine Annahme, wonach Zölle von den exportierenden Ländern bezahlt werden. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die Zölle vor allem US-Bürger treffen: Unternehmen, die chinesische Waren importieren, geben die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weiter.

Vernehmlassung gestartet

Trump hatte nach Angaben des US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in der vergangenen Woche angeordnet, das Verfahren für die nächste Zollerhöhungsrunde einzuleiten. Nun soll der Plan Thema einer öffentlichen Anhörung am 17. Juni sein. Bis dahin können beispielsweise Bürger, Diplomaten und Handelsverbände ihre Stellungnahmen zu dem Vorhaben einreichen.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hatte sich zuvor weiter hochgeschaukelt. Auf die jüngsten Zollerhöhungen der USA im Wert von 200 Milliarden Dollar reagierte China mit der Ankündigung weiterer Strafabgaben. Peking setzte sich damit über eine Warnung des US-Präsidenten hinweg. Er hatte China aufgefordert, von «Vergeltung» abzusehen.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fränzi am 14.05.2019 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ups

    Noch jeder Handelskrieg ist wie eigentlich alle Kriege schief gelaufen. Etwas mit Gewalt durchsetzen kann und wird nie dauerhaft sein. Erfolge sind nur kurzfristig und die Zeche bezahlen die einfachen Menschen.

    einklappen einklappen
  • Shredder X am 14.05.2019 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Typisches Verhalten eines ehem.

    Baulöwen, wo man solche Praktiken durchaus anwenden konnte. Aber jetzt als Präsident einer der grössten Volkswirtschaften der Welt, sollte er vielleicht doch etwas feinfühliger und verantwortungsbewusster an die Sache herangehen, denn die lokale Bauwirtschaft ist keinesfalls mit der Weltwirtschaft vergleichbar. Irgendwann wird die USA die zeche bezahlen, was dieser Präsident offenbar nicht versteht.

  • Leser1 am 14.05.2019 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer zahlt Zoll

    Die US Firmen, wie auch europäische Firmen sind nach China gegangen, um günstig zu produzieren und den Gewinn zu optimieren. Es ist wohl kaum anzunehmen, dass nun dies Firmen aus Patriotismus auf ihre Marge verzichten und die Zollkosten (teilweise oder ganz) übernehmen. Die Aktionäre wollen ihre Dividende und steigende Aktienkurse.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Impeacher am 16.05.2019 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Patriot

    Tschüss USA, noch mehr Schulden, mit der ganzen Welt verkracht, lügen wie gedruckt und bald keine Abnehmer mehr für seine "America first" Produkte...Bravo, tolle Leistung DT.

  • Ruedi58 am 15.05.2019 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Export China

    Sie sollen doch einen Monat mal nichts nach USA exportieren, dann werden sich die US Bürger sicher bei DT melden.

  • B. Statter am 14.05.2019 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DT schaufelt wacker

    weiter an seinem Grab, finde das toll und wünsche ihm weiterhin viel Ausdauer und Kraft dazu.

  • M.G. am 14.05.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Uralt-Technologien

    Trump bedient seine Anhänger die in Firmen arbeiten deren Uralt-Technologie nicht mehr marktfähig ist. Beispiel West Virginia, da wird Steinkohle im Untertagebau mit einer Technik gefördert die in Europa schon vor 40 Jahren als unrentabel aufgegeben wurde, die meiste Kohle importieren die USA aus Australien. Der Niedergang der US-Automobilindustrie begann in den 1970-Jahren, da tobte in China noch die Kulturevolution. Der grösste Teil des Handelsbilanzdefizits der USA ist strukturell bedingt: Am Pazifik IT- und Biotechnologie, am Atlantik Handel und Finanzen und dazwischen ein schwarzes Loch.

  • Kain am 14.05.2019 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Aus anderer Warte

    25% Zoll auf 300 Mia Importe ergibt maximal 75 Mia zusätzliche Staatseinnamen pro Jahr. Nicht viel im Vergleich zu 22 Bio Staatsschulden... Dafür wird reichlich viel ( chinesisches ) Geschirr zerschlagen.