Gespräche mit Peking

25. Februar 2019 00:30; Akt: 25.02.2019 00:42 Print

Trump verlängert Frist im Handelsstreit mit China

US-Präsident Donald Trump spricht von «bedeutenden Fortschritten» in den Handelsgesprächen mit China.

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Ein allfälliges Abkommen soll in Florida unterschrieben werden: US-Präsident Donald Trump (links) und der chinesische Staatschef Xi Jinping. (Archivbild) (Bild: Keystone/Andy Wong)

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US-Präsident Donald Trump hat die am 1. März auslaufende Frist im Handelsstreit mit China verschoben. Im Kurzbotschaftendienst Twitter sprach Trump am Sonntag (Ortszeit) von «bedeutenden Fortschritten» in den Handelsgesprächen mit Peking.

Unter anderem seien substanzielle Fortschritte beim Schutz geistigen Eigentums, bei Technologietransfers, in Währungsfragen und bei Agrargütern erzielt worden. Deswegen verschiebe er die Frist, nach deren Ablauf er Strafzölle auf chinesische Waren drastisch erhöhen wollte.

Ein neues Datum nannte der US-Präsident zunächst nicht. Weitere Fortschritte vorausgesetzt – solle bei einem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in seinem Luxusressort Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida ein Abkommen besiegelt werden, schrieb Trump auf Twitter weiter.

Eckpunkte für Handelsvertrag

Trumps bisherige Frist wäre am kommenden Freitag abgelaufen. Der US-Präsident hatte damit gedroht, Strafzölle auf chinesische Waren drastisch zu erhöhen, wenn bis dahin keine Einigung erzielt wird. Zölle auf Waren im Umfang von 200 Milliarden Dollar würden dann von bislang zehn auf 25 Prozent steigen. In den vergangenen Tagen hatte Trump aber wiederholt eine Verlängerung der Frist in Aussicht gestellt.

Im Handelsstreit hatte am Donnerstag eine neue Verhandlungsrunde in Washington begonnen. Die zunächst auf zwei Tage angesetzten Gespräche wurden dann bis Sonntag verlängert. Ziel der Verhandlungen ist es, die Eckpunkte für einen Handelsvertrag zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt festzulegen.

Die USA und China stecken seit einem Jahr im Handelskonflikt und haben sich gegenseitig mit massiven Strafzöllen überzogen. Weltweit schürt dies Ängste vor einem Einbruch der Konjunktur. Trump ist das US-Handelsdefizit mit China ein Dorn im Auge. Er beschuldigt Peking unfairer Praktiken, darunter des Diebstahls von geistigem Eigentum.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dumby am 25.02.2019 02:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragik Komik mit Folgen

    Irgendwie tragisch- komisch wenn Trump einem Land Bedingungen stellt, dem Amerika wirtschaftlich fast gehört.

  • EMMM am 25.02.2019 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((US-Präsident Donald Trump hat die am 1. März auslaufende Frist im Handelsstreit mit China verschoben. Im Kurzbotschaftendienst Twitter sprach Trump am Sonntag (Ortszeit) von «bedeutenden Fortschritten» in den Handelsgesprächen mit Peking)) Hmmm, die Handelsgespräche funktionieren wohl Heutzutage nur noch mit Erpressung. Ob der Handelskrieg gut ausgeht?

  • Neumann am 25.02.2019 02:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nose Water

    Der Ausgang dieses Handelsstreit zwischen den zwei grössten Wirtschaftsmächten der Welt wird uns alle nachhaltig und massiv beeinträchtigen, egal wie das Resultat aussehen wird. Dagegen ist das Rahmenabkommen - oder eben nicht - mit der EU für unser zukünftiges Wohlbefinden nur Nasenwasser.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Beat am 28.02.2019 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Aus und vorbei

    Sollte der Handelsvertrag nicht zustande kommen, werden die Amis mehr daran leiden als China. Die USA ist am pochen und meinen, sie sind noch die einzige Weltmacht. Das ist Geschichte. Diese Zeit ist eindeutig vorbei.

  • Marc P. am 28.02.2019 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Es war einmal ...

    Egal, wie der Westen die Welt sehen und haben will, mit dem Aufstieg Asiens, wird die Welt die Regeln des Westens nicht mehr weiter akzeptieren. Egal, was wir versuchen, die Asiaten sind jetzt dazu fähig, ihre eigene Regeln aufzustellen. Ausser China wird es in Asien noch weitere Supermächte geben, dann wird die Welt definitiv grundlegend anders aussehen.

    • Roger am 28.02.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Free the World von der Diktatur!

      Vorallem die Regeln werden jetzt nicht nur vom Westen, vorallem nicht mehr von den USA, bestimmt. Asiaten und vielleicht auch wir Europäer, werden nicht mehr von den Amis diktieren lassen.

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  • Matthias S. am 26.02.2019 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    USA fürchtet vor China's Innovationen

    Noch vor ein paar Jahre wissen bei uns im Westen die meisten, wenn nicht sogar alle, überhaupt nichts über China. Wir kommen fast verzweifelt, einzig, allein und stur zu jedem Thema über China immer nur mit dem gleichen, wie menschenrecht, kopieren. Und jetzt und ganz plötzlich sind wir Westler allesamt ganz überrascht (erst nachdem China auf dem Thron sitzt) dass China ja bereits Führer vieler Innovationen ist. Jetzt müssen wir aber ganz stark sein: Viele von uns im Westen sind aber zum Themen China trotzdem immer noch auf den gleichen Stand wie vor 30 Jahre. Ist das nicht langsam peinlich.

  • Carlos am 26.02.2019 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Das nennt man Macht

    Auf viele Forderungen wird sich China in der gewünschten Form am Ende kaum einlassen. China 'klar' bestimmt - Das ist das Endergebnis und um das Gesicht zu bewahren, werden wir dazu, wie schon immer, den ganz schön formulierten Bericht über den sogenannten "Sieg" lesen und es wird China kaum weh tun. Kann der Westen einfach nicht akzeptieren, dass seine gute Zeit vorbei ist, zu dominieren. Lernen wir doch endlich die neue Macht von China zu akzeptieren und mit China zusammen zu arbeiten, anstatt mit dem Todes-Kampf zu beginnen. Von einer Zusammenarbeit mit China würden wir mehr profitieren.

  • Marcel S. am 26.02.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist China - HEUTE!

    Da sucht jemand im Westen DIE Gelegenheit, um wieder vom hohen Ross runterzukommen. Ein Handelskonflickt mit dem heutigen China würde dem Westen dramatisch mehr schaden als umgekehrt! Versuchen wir es einfach gar nicht erst. Es wird auch uns, oder besser gesagt, vorallem uns sehr sehr weh tun.