Bancomat-Gebühr

14. Mai 2014 16:37; Akt: 14.05.2014 20:33 Print

UBS: Wer fremdgeht, bezahlt zwei Franken

von Dorothea Vollenweider - Ab Juni müssen viele UBS-Kunden eine Gebühr bezahlen, wenn sie an fremden Bancomaten Geld beziehen. Kommuniziert wurde das in einem kurzen Textabschnitt am Ende der Kontoauszüge.

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Bezüge an fremden Bancomaten kommen viele UBS-Kunden künftig teuer zu stehen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Inhaber eines UBS-Kontos müssen ab dem 1. Juni zwei Franken Gebühr für jeden Geldbezug bezahlen, den sie nicht an einem UBS-Bancomaten tätigen. Einzige Ausnahme: UBS-Kunden mit einem sogenannten Bundle-Basisangebot, in dem mehrere Dienstleistungen wie Konten und Kreditkarten zusammengefasst sind. Für sie bleibt der Geldbezug gratis – egal, ob der Bancomat von der UBS oder einer anderen Bank ist.

Bisher waren auch Kunden ohne Bundle oder solche, die neben dem Bundle ein zusätzliches Konto mit einer UBS-Maestro-Card haben, ab einem Vermögen über 10'000 Franken von der Gebühr befreit. Dasselbe galt für Kunden mit einer UBS-Hypothek oder UBS-Baufinanzierung.

Laut der Schweizer Grossbank überwälzt man mit der neuen Gebühr lediglich jene Kosten auf den Kunden, die für die Bank anfallen. «Diese zwei Franken entsprechen der Gebühr, die wir der Fremdbank für die Benützung derer Infrastruktur bezahlen müssen», erklärt Sprecherin Karin Aquilino auf Anfrage von 20 Minuten. Wie viele der insgesamt rund 2,5 Millionen Kunden von der Neuerung betroffen sind, will die Grossbank nicht sagen.

Andere Banken verrechnen Gebühr ebenfalls

Dass die UBS diese Änderung einem Teil der Kunden wie nebenbei am Ende des monatlichen Bankauszugs in einem kurzen Textabschnitt kommuniziert, stösst einigen 20-Minuten-Lesern sauer auf. Dazu sagt Aquilino: «Der Kontoauszug dient bei Banken oft als Kommunikationsmittel, da dieser von den Kunden nach Erhalt geprüft werden sollte.» Auch Zinsänderungen werden beispielsweise so mitgeteilt. Sie empfiehlt deshalb allen Kunden, den Kontoauszug jeden Monat genau durchzulesen – auch dann, wenn dieser auf Wunsch des Kunden nicht mehr per Post, sondern als PDF-File im E-Banking erscheint.

Die UBS ist eine der letzten Schweizer Banken, die die Bancomat-Gebühr auf den Kunden überwälzt. Bei Credit Suisse, ZKB, Postfinance und der Bank Raiffeisen müssen die Kunden schon länger zwei Franken pro Bezug an einem fremden Automaten bezahlen. Kunden mit einer Paketlösung sind jedoch oft von dieser Gebühr befreit.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Teodore am 14.05.2014 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Zopf

    Kosten? Es wird kein Geld von A nach B verschoben. Das läuft elektronisch. Kunden von Bank A ziehen Geld bei Bankomant der Bank B und umgekehrt. Am Tagesende wird der Nettoüberschuss der jeweiligen Bank elektronisch Gutgeschrieben. Das einziege was physisch Geliefert werden muss sind neue Banknoten von der Nationalbank in den Automaten. Im Informationszeitalter könnte man meinen das es eigentlich gar keine Gebühren braucht. Bitcoin machts vor, ein System das praktisch Gebührenfrei funktioniert. Das die Banken mit diesen hohen Kosten ihre Aktionäre und Bonis bedienen wollen liegt auf der Hand.

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  • Markus F. am 14.05.2014 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Ich bin bei einer Kleinbank und habe seit 15 Jahren noch nie Gebühren für Fremdbezüge bezahlen müssen. Supersache!

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  • P. Muster am 14.05.2014 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bussen

    Tja. Irgendwie müssen die hohen Bussen ja bezahlt werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spenzi am 16.05.2014 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso so wütend?

    Viele Leser hier interessiert es gar nicht, dass bei der Post, ZKB, CS & Raiffeisen schon lange diese 2 Franken Gebühren den Kunden belastet wird. Die UBS ist einer der letzten Banken die dies einführen, wieso gibt es dann so einen Aufruhr? Leute drohen mit Saldierungen etc... ich meine bitte, bei den anderen Banken ist es genau gleich. Und im Paket ist es ja immernoch gratis. Und zu dem: Es sind nur 2 Franken, also chillt ab Leute.

  • L.W. am 15.05.2014 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Bei 10'000.-. keine Gebühr. Das sollte doch für die meisten Leute mölich sein auf die Seite zu bringen. Wo ist das Problem. Jeder Monteur verrechnet km und Zeit (auch im Stau) das zahlt der Kunde.

  • Anka am 15.05.2014 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Postfinance seit jahren so.

    Ist bei der Post schon seit jahren so und ich finds nicht ok. der witz ist vor allem, dass man die Gebühr nur dann zahlen muss, wenn man weniger als 10000 franken auf dem Konto hat. Also alle die sowieso schon kein Geld haben, müssen dann auch noch gebühren abdrücken. sehr freundlich!

  • ENU am 15.05.2014 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konto saldieren

    Sofort Konto saldieren und zu einer kundenfreundlichere Bank wechseln, es hat noch genug Banken!!!

  • Oliver Blaser am 15.05.2014 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Scheiss UBS...

    Scheiss UBS...